Neuseeland: 8000km solo durch das schönste Ende der Welt
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23.01.2015

Aufgrund des Frühstücks muß ich also wieder mal mit Wecker aufstehen. Wenn man schon mal Frühstück kriegt...! Es ist in der Bar auf dem Bartresen angerichtet. Es gibt zwei Sorten Toast, Orangenmarmelade, Instantkaffee und Waffeln! Um Punkt 9 machen die allerdings rigoros Schluß. Ich sitze noch bis 11.00h in dem lauschigen Innenhof und suche online nach einem Hotel in Napier für morgen. Mal sehen, ob ich dort ggf. noch eine Nacht dranhänge.

Ich packe meine Sachen und quetsche schon mal maximal viel in die große Tasche, damit ich das nicht heute Abend in Picton noch machen muß. Die Sonne scheint von einem knallblauen Himmel. Nelson ist die sonnenreichste Stadt Neuseelands und stellt das heute unter Beweis. Ich fahre noch einmal durch den Ort auf der Suche nach irgendetwas Epochalem, aber ich habe auch keine Lust mehr auf die drei alten Häuser, die man unbedingt gesehen haben muß. Klar, auch in Nelson gibt es Historisches, was rund 100 Jahre alt ist.

Im Backpacker...

Nelson

Nelson

So fahre ich mittags an den Strand von Tahunanui Beach und lege mich in den weichen, warmen Sand, der eine völlig andere Beschaffenheit hat, als der fast orange grobkörnige Strand in Kaiteriteri. Irgendwann sprechen mich zwei Frauen an, ich hätte schon ganz rote Arme...Ich bin zwar mit LSF 30 eingeschmiert, aber nach 1,5 Stunden reicht das eben nicht mehr. 



Mein Handy zeigt mir einen E-Mail Eingang von meinem Hotel in Picton. Die Frau schreibt, dass ich bei einer späten Ankunft irgendwo an der Seite selbst reinlassen soll und wir regeln das Finanzielle morgen. Tja. Als ich das gebucht habe, habe ich gedacht, ich käme irgendwo aus dem Abel Tasman und wäre erst gegen 21.00h in Picton und würde am nächsten Vormittag erst mit der Fähre fahren. Als ich dann die Fähre buchen wollte, gab es Samstag keine Vormittags-Fähre, sondern nur die um 6.30h, zu der ich spätestens um 5.30h das Gepäck abgeben muß. Also muß ich morgen um 5.00h aus dem Hotel, was ein Bed & Breakfast ist, von dem ich nun auch nichts habe. 

Da ich die Frau bei einer späten Ankunft plus frühmorgendlichen Abreise gar nicht sehen würde, um zu bezahlen, breche ich um 15h auf , hole mir noch schnell ein real fruit ice cream mit rasberries und fahre kurz zum Denkmal für die Early Settlers. Dort sind alle Schiffe, die so ab ca.1842 in Nelson angekommen sind aufgeführt mit allen Passagieren. Ein Schiff namens St. Pauli hat nur Deutsche an Bord gehabt. Familien mit 7 und mehr Kindern. Und die Todesfälle auf den mehrmonatigen Reisen waren meist auch Kinder unter 2 Jahren.



Um halb vier fahre ich endgültig in Nelson los und die Strecke ist zunächst extrem kurvig, so dass ich mich entscheide, später von Havelock nicht die kürzere Strecke über den Queen Charlotte Drive zu fahren, sondern den längeren über Blenheim. Den Queen Charlotte Drive habe ich schon am 4. Januar von Picton aus abgefahren. Tolle Blicke, aber extrem viele Kurven. Außerdem ist gerade Ebbe, was die Ausblicke nicht so schön macht.



Ich erreiche Picton um kurz nach halb sechs und die Frau ist froh, dass ich so früh da bin. Zum Essen gehe ich wieder ins Seabreeze am Ende der Hauptstraße und bestelle mir Moussaka mit einem kl. griechischen Salat. So lecker! Noch einmal wehmütig an den Foreshore Park auf die Segelboote im Abendlicht gucken und schon mal Abschied nehmen von der Südinsel. Ob ich jemals nochmal nach Neuseeland fahre? Im Moment nicht vorstellbar. Aber wer weiß.

Picton Foreshore Park



Picton Queen Charlotte Sound

Am Hotel sortiere ich noch das Auto aus und dann fällt mir ein, dass ich noch nicht aufgetankt habe. Also das auch noch und um halb 10 gehe ich ins Bett. Der Wecker steht auf 4.20h...

Tageskilometer: 145km

Total Kilometer Südinsel: 3.996 km

#neuseeland#südinsel#picton#nelson#tahunanui
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