Neuseeland: 8000km solo durch das schönste Ende der Welt

Von Mitte Dezember 2014 bis Ende Januar 2015 bin ich inNeuseeland unterwegs gewesen. Als grandiosen Abschluss eines Sabbaticals habeich mit einem Mietwagen knapp 7 Wochen die Nord- und Südinsel bereist. Endlose Strände, atemberaubende Landschaften, traumhafte Seen, Regenwald,Maori-Kultur, Kiwis & Kauris, Vulkane, Pinguine und heiße Quellen,unzählbare Schafe und unglaublich nette Menschen erlebt. Dies ist mein Reisetagebuch, das auch mir als Erinnerung an dieses einmalige Erlebnis dient. Kia Ora! Und viel Spaß beim "Mitreisen". Der Anfang ist ganz am Ende - so ist das bei Blogs :-) .

Tag 4 - Von Auckland nach Norden

18.12.2014

Los geht's: Gut 6 Wochen durch das Paradies beginnen!

Ich wache mehrfach in der Nacht auf, bin aber dennoch morgens um 7h recht gut beeinander und habe einen Mords-Hunger. Das letzte Mal gab es gestern früh was auf dem Flieger nach Auckland. Meine SIM Karte mit den 5 GB läuft einwandfrei im Tablet und ich guck mal den Wetterbericht an und chatte etwas mit Zuhause. Das Inklusiv-Frühstück ist extrem schmal, inkl. Instant-Kaffee. Es gibt nur Toast und eine Sorte Marmelade - aber es füllt den Bauch.

Um 9.00h sitze ich wieder im Shuttle zum Flughafen. 2 Dollar nimmt das Hotel dafür, das ist ja günstig. Per Taxi wären das 10-12 Dollar. Nach etwas Anstehen bei Europcar kriege ich ein Auto mit 5 Türen, wenngleich ich als kleinste und billigste Variante einen 2-Türer gebucht habe. 42 Tage für 1.450 EUR. Allerdings bin ich das aktuelle Auto dann am 3.1. los, da ich dann auf die Südinsel fahre und Europcar den Transport des Autos auf die andere Insel nicht gestattet. 

Das Auto ist von einer mir total unbekannten Marke Holden und die hinteren zwei Türen sehe ich zunächst gar nicht, da die Griffe völlig komisch platziert sind. Glücklicherweise hat der Kofferraum eine waagerechte Abtrennung im Boden, die ich rausnehme, damit meine dicke Tasche in der Höhe unter die obere Kofferraumabdeckung passt. Ich sortiere mich langsam und dann gehts in den Linksverkehr.

Auckland hat viel Verkehr und das ist jetzt gar nicht so entspannt, wie letzten Januar in Christchurch zum Einstieg in die Fahrerei auf der "falschen" Seite. Mehrspurige Highways, Abfahrten und dazu wieder umdenken auf links. Jetzt sind wieder Scheibenwischer und Blinker falsch rum und ich "blinke" mehrfach mit dem Wischer, was natürlich keiner sieht, wenn man dann plötzlich gleichzeitig damit die Spur wechselt. Ich fahre aber erstmal nur 2 km zu einem Supermarkt, der neben dem Hotel liegt, in dem ich vor 11 Monaten gewohnt habe. Mit Wasser, Erdbeeren, Melone und Joghurt, Brötchen und Käse bestückt, fahre ich dann wirklich los und es ist nun schon halb 11. Meine Strecke heute sind rund 240 km.

Bis ich dann den Verkehr von und rund um Auckland verlassen habe, dauert es nochmals rund eine Stunde. Unglaublich. Aber bei Silverdale biege ich ab auf eine Landstrasse, anstatt den Highway 1 weiter zu fahren. Nach etwa 30km fahre ich auf den Highway 16 nach Norden. Der Highway 1 wäre zwar sicher schneller nach Norden, aber so ist es gemütlicher und irgendwann muß ich ohnehin nach Westen abbiegen. 

Die Landschaft ist grün und hügelig, manchmal auch flach mit Rinderherden. Hier und da Häuschen, aber die Ortschaften sind mini-klein und bestehen eher aus 4-6 sichtbaren Häusern. Leider hängt alles aber oft unter dicken Wolken. Das Wetter ist nicht wirklich besser, als gestern und in der Zeitung stand, dass es gestern so viel Regen in Northland gegeben hat, dass in einigen Orten der Strom ausgefallen ist und etliche Strassen nicht passierbbar sind, weil Bäume umgefallen und Äste auf den Straßen liegen.

Bei Brynderwyn biege ich nach Westen auf den Highway 12 ab, auch wieder eher eine Landstrasse, die mich 50km weiter nord-westlich nach Dargaville führt. 11 km weiter liegt Baylys Beach, wo ich im Holiday Park eine Hütte gemietet habe. 3 Tage für 225 Dollar.

Es ist - nachdem ich noch eine kleine Kaffeepause gemacht hatte - doch schon 17h als ich dort ankomme. Das Häuschen ist nett und die Nachbarn Jacco und Dorine aus Zwolle in Holland laden mich auf ein oder zwei Flaschen Wein ein. Ich habe nichts gegessen und als wir um 21.30h gute Nacht sagen, bin ich nicht sicher, ob ich an Jetlag oder zu viel Wein "leide" und deswegen der Boden Wellen hat. Ich esse noch ein paar Tomaten und Joghurt bin aber so groggy, dass ich weder meine Tasche neu organisiere, noch Tagebuch schreibe.

Tageskilometer: 240km

#auckland#baylys#beach#weihnachten

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