Etappe 114: Von Kemin nach Balykchy
Am nächsten Morgen starteten wir unsere (vorerst) letzte gemeinsame Etappe. Es waren noch ein paar Höhenmeter zu überwinden, da der Issyk-Kul-See auf 1600 Metern Höhe liegt....


Veröffentlicht: 04.07.2022
















Am nächsten Morgen waren wir wieder unterwegs auf dem "Weg des Schafs", um vom Issyk Kul-See zurück auf die Straße zu kommen. Was als Feldweg anfing, endete mitten auf einer holprigen Wiese, wir hatten aber keine Lust, umzudrehen. Ein paar Kilometer weiter und wieder an der Straße gönnten wir uns noch ein ausgedehntes Frühstück mit einer braven Hündin, die sich den Rest unserer Wurst schmecken ließ. Danach trennten sich unsere Wege, Aman fuhr zurück nach Balykchy, um einen Bus nach Bishkek zu finden. Für mich ging es weiter am See entlang Richtung Osten.
Nach 70 Kilometern kam ich nach Tscholpon-Ata, einem bekannten Urlaubssee am Issyk-Kul-See. Etwas oberhalb des Orts kann man viele Petroglyphen finden, die den kleinen Umweg wert waren. Zum Übernachten war mir der Ort aber zu teuer, ich wollte lieber einen schönen Zeltplatz am See suchen. Langsam zogen sich die Wolken zu, nach 30 weiteren Kilometern hatte ich aber einen Platz gefunden, der mir abgelegen genug schien. Das war am Issyk-Kul-See wegen der vielen Hotels und Ferienanlagen gar nicht so leicht. Ein paar Hundert Meter entfernt von mir konnte ich noch ein paar Arbeiter am Strand sehen. Gerade als ich mein Zelt aufgebaut hatte, fing es an zu regnen, deshalb wurde wieder im Vorzelt gekocht. Das störte mich nicht, nur meine Powerbank baute schneller als erwartet ab. Bei leichtem, beruhigenden Regen ging es deshalb früh ins Bett.
