Heute bin ich wieder um 6:30 h losgezogen. Es war noch bewölkt, da es gestern am späten Nachittag ein kräftiges Gewitter gab. Ich bin etwa 10 km an den Schienen oder daneben entlanggelaufen. Zum Teil auf der historischen Via Egnatia. Danach hab ich irgendwann den Fluß "Skhumbin" an einer sehr desolaten Brücke überquert. Kurz darauf gings durch ein Dorf Namens Grykesh i Vogel und für etwa 5 km am Fluß entlang. Während der etwa letzten 4 Stunden Wanderung hatte ich wieder eine große Anzahl von Feigen und 2 Äpfeln gegessen. Ziel des Tages war das Dorf Broshkë. Hier angekommen wurde ich gleich von einen Mann, der seine Puten hütete und auf dem Weg entlang trieb, unter heftigen Gegacker ein Stückweit in die richtige Richtung geführt. Aus einen Minishop heraus wurde mir zugerufen: "komm rein". Ich ging ein paar Meter zurück, um auf der dazugehörigen Terrasse mit 2 kleinen Tischen. Da waren 3 junge Männer die mich aufforderten Platz zu nehmen - einer davon sprach wenige Brocken italienisch. Ich wurde sofort auf Bier, Kaffe oder Schnaps eingeladen, wählte aber wieder Wasser. Als ich kurz über meine Tour berichtet hatte und mein Wasser ausgetrunken hatte, wollte ich wieder los um mein letztendliches Tagesziel, einen Bauern aus dem Dorf, der laut dem Autor des Buches über die Via Egnatia wohl eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten konnte. Aber der italienisch sprechende Mann gab mir zu verstehen das er mich dorthin bringen wollte. Er gab mir gleich beim nächsten Haus zu verstehen daß ich kurz warten sollte - er verschwand und 1 Minute später war er wieder mit einem kleinen Motorrad zurück. Ich setzte mich auf den Sozius und wir fuhren ca 200 m bis zur vermeintlichen Adresse. Als aus dem Haus der Bauer, Sohn und seine Tochter kamen, fragte ich sie, ob sie für mich ein Bett für eine Nacht haben. Da seine Tochter etwas englisch sprach konnte sie mir das bejahen und sie gingen mit mir sogleich ins Haus an der anderen Wegseite, das wohl einem von seinen 4 Kindern gehört. Im Haus angekommen wurde mir das Wohnzimmer mit dazugehörigen Badezimmer zu Verfügung gestellt. Nachdem ich erstmal geduscht hatte kam der Bauer wieder und gab mir zu verstehen, das ich mit ihm zu seinem Haus gehen sollte um dort zu essen. Dort angekommen führte er mich erst um seinen Hof, wo auch 2 kleinere Traktoren standen - gingen dann ins abzuerntende Feld, wo auch einige Melonen lagen - nahmen eine schöne mit und gingen ins Haus. Am Tisch Platz genommen wurde ich als erstes gefragt was ich denn trinken wollte - zu Auswahl gabs Bier, Cola, Kaffee und Raki (Schnaps) und ich wusste ja schon, das ich beim Raki nicht rundum komme. Somit willigte ich diesen ein. Es wurde wieder richtig aufgetischt - und ich konnte diesmal auch meinen ganzen Anteil verputzen. Nach weiteren Erzählungen beiderseits und Bedankung meinerseits gingen sie mit mir wieder ins gegenüberliegende Haus um mir die Couch mit Bettlaken zu überziehen. Sie verabschiedeten sich darauf und gingen wieder zurück. Nachdem ich einen Mittagsschlaf gehalten hatte ging ich wieder zum Wohnhaus der Eltern und philosophierte mit den 2 Söhnen über Albanien, Arbeit, Familie, die Menschen hier und über die sehr verschmutzte Umwelt in Albanien. Das dauerte bis zum Abendessen. Da wurde dann wieder richtig aufgetragen. Diesmal trank ich anstatt Raki ein Glas Bier, was ganz gut schmeckte. Anschließend verabschiedete ich mich dankend für die freundliche Aufnahme und ging zurück in das andere Haus da ich noch über das Tagesgeschehen berichten wollte!
Was hat mich an diesen Tag wirklich beeindruckt:
Mir wurde das ganze Haus des Sohnes für eine Nacht überlassen und wurde zum gemeinsamen Mittag- und Abendessen eingeladen!
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Antworten (2)
Petra
danke für deine berichte - die gastfreundschaft ist berührend und ich freue mich sehr für dich - alles gute weiterhin.
Günter
Hallo Petra, ja Albanien war einfach gigantisch, am liebsten würde ich hier eine S Schleife ziehen und wieder nach Albanien zurückwandern!
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