Zürich- Grønland -Vancouver
Fliegen (lassen), essen, fliegen, essen, fliegen, aus dem Fenster schauen...ah unter uns ist ja Grönland....wowww, wie wunderschön! Gletscher, Eis, Berge und unendlich Schnee....


Veröffentlicht: 18.05.2026
Der Tag in Vancouver beginnt trüb und frisch. Also eigentlich beginnt der Tag schon ziemlich früh, weil wir früh wach sind und der Shuttlebus zur RV-Vermietung FRASERWAY um 8 Uhr pünktlich vorm Hotel steht. Zum Frühstück gibt's amerikanischen dünnen Kaffee und Ovo Müsliriegel. Für mehr haben wir keine Zeit. Im Shuttlebus wird ausschliesslich Deutsch gesprochen, die zwei anderen Schweizer plus Peter auch. Unser Camper ist bereit. Wir bekommen eine gute Einweisung bei Nieselregen und 10 Grad. Egal, die Vorfreude ist riesig. Peter baut die Bikes im Vorraum der Vermietung unter den Augen der wartenden Kunden zusammen, damit wir die Kisten hier einlagern können bis im Juni. Keiner sagt was, also scheint alles richtig zu sein. Aber wahrscheinlich sind die Leute einfach nur ungeduldig, bis es endlich losgeht - ihre grosse Reise im grossen Kanada. Während Peter baut, mustert Anja die unterschiedlichsten Leute und sinniert über Ziel, Reisegruppenzusammensetzung und Reisedauer. Sehr spannend, aber rausfinden wird sie wohl nichts. Die Bikes sind komplett, haben die Reise gut überstanden und nun startet unsere Abenteuerreise im Ford F-350 Camper. Mit dröhnendem Motor setzt Anja das grosse Geschoss Richtung Highway und Richtung Fähre nach Vancouver Island in Gang. Wir haben rausgefunden, dass es für die Nerven aller Passagiere einfacher ist, wenn Anja fährt und Peter navigiert. Anja ist mutiger (manchmal todesmutiger) beim Fahren in Grossstädten mit unbekannten Autos und Peter ist entspannter beim Navigieren. Mit grossem Hunger und grossen Einkaufswagen finden wir uns im grossen Supermarkt "FreshCo" wieder und befüllen unseren Camper mit Vorräten und unsere hungrigen Mägen - auch schon mal auf Vorrat. Die Fähre von Twawassen nach Swartz Bay auf Vancouver Island geht um 17 Uhr. Wir mussten schon Anfang Jahr reservieren, weil Montag Victoria-Day ist und an einem langen Wochenende halb Kanada verreist. Die Fähre war randvoll inkl. Schulbussen, Trucks, Camper und hunderter Autos und wir mittendrin. Eindrücklich was da alles reinpasst und wie todesmutig es Anja geschafft hat, da reinzufahren. Die Fahrt dauert 1.5 Stunden. Wir geniessen die Fahrt durch schärenähnliche Landschaften und sind eine halbe Stunde später nach Ankunft schon inmitten einer unglaublich schönen Regenwaldlandschaft auf unserem Campingplatz im Gulf Islands Nationalpark in Smonecten. Es ist ziemlich kalt und wir verschwinden in unserem gemütlichen Bett im Camper. Die Bikes müssen draussen stehen, sonst haben wir keinen Platz hier drin. Aber vielleicht können sie die Bären ja brauchen heute Nacht. Vancouver Island Schwarzbären, eine kleinere Art der normalen. Peter hofft natürlich unbedingt, welche zu sehen (s. Elchgeschichten in Norwegen...). Anja ist mit ihrem Kuschelteddy Rocky ganz zufrieden. Sind wir gespannt was wir in den nächsten 3 Wochen hier alles erleben werden. Schwarzbären oder Teddybären...