Von Autofahrten und Fährüberfahrten
Der Tag in Vancouver beginnt trüb und frisch. Also eigentlich beginnt der Tag schon ziemlich früh, weil wir früh wach sind und der Shuttlebus zur RV-Vermietung FRASERWAY um 8 Uhr...


Veröffentlicht: 18.05.2026
Der Morgen ist herrlich. Er riecht nach frischem Grün, er riecht neu, sauber - nach Proban. Ja Proban, kein Kaffee ohne Gasgeruch. Der Camper hat alles was wir brauchen und nicht brauchen. Brauchen wir eine Mikrowelle? Eierbecher? Toaster? Naja schauen wir mal. Heute brauchen wir erstmal Kaffee und Blaubeerbagels...mhhh...und Porridge mit Ahornsirup.Unser Ziel heute ist der Fairy Lake Campground in Port Renfrew, Richtung Westküste am Pazifik. Wir legen einen Stopp in Victoria ein, schlendern gemütlich durch die Stadt und das Hafengebiet. Kanada ist sehr multikulturell. Am Victoria-Day-Weekend ist ein multikulturelles Fest beim Parlament. Die Essensdüfte aus allen möglichen Ländern strömen durch die Luft. Musik und Kultur und wir mittendrin. Fühlt sich sehr gut an. Das Wetter meint es recht gut. Die Regenwolken laden ihre Ladung erst ab, als wir im Camper sitzen. Den Weg zurück zum Parkplatz säumen etliche Homeless, was uns recht erschüttert und nachdenklich macht. Ein Land wie Kanada mit seiner Fürsorglichkeit und Freundlichkeit zeigt sich uns von einer sehr hässlichen Seite.Raus aus der Grossstadt wagt sich nun auch Peter hinters Steuer. Wir folgen dem Westcoast Highway Nr.14 Richtung Südwesten. Vorbei an verschiedenen Strandabschnitten erhaschen wir erste Blicke auf den wilden Pazifik mit seinen Schwemmholz übersäten wilden Buchten und Wäldern, die bis ins Wasser reichen. Es fühlt sich sehr gut an, die Weite und die wilden Wellen zu sehen. Weniger schön fühlen sich die wilden Schütteleien auf der Strasse an. Der Highway ist eine Achterbahn mit riesigen Löchern und engen Strassen. Es schüttelt uns durch, die Bikes schwanken, in den Schränken klirrt es...Nein Peter kann nichts dafür. Die Strasse ist einfach schrecklich. Aber umso schöner ist der French Beach, wo wir Halt machen und uns vom pazifischen Wind ins Gesicht blasen lassen, damit sich unser Gehirn wieder beruhigt und an seine Stelle zurückkommt, sowie die anderen durchgeschüttelten Körperteile auch. Echt eine Tortur die Strasse! Der Campingplatz im Regenwald am Fairy Lake ist sehr ruhig, die Löcher in der Einfahrt sehr gross und die Mücken auch. Wir verschwinden im Camper, kochen Reis mit Gemüse und sind froh, wenn es heute Nacht kein Erdbeben gibt.
