Woche 51 - Port Vila, Vanuatu
Nach einer unbequemen Nacht auf einer Holzbank am Aucklander Flughafen ging am Montag Morgen endlich unser Flug nach Port Vila, Vanuatu. Nach 4 Stunden Flugzeit sind wir...


Veröffentlicht: 03.05.2026















Unsere Unterkunft in der Turtle Bay war einfach traumhaft. Der kleine Bungalow mit Terasse und Meerblick hatte alles was wir uns in Vanuatu gewünscht haben. Wir fühlten uns direkt wohl und konnten unsere Zeit zu 100% genießen.
Da die Unterkunft „self-contained“ war, brachten wir uns die Lebensmittel für Frühstück, Mittag- und Abendessen mit. Das sparte uns natürlich viel Geld, da der Einkauf auf dem Markt und im Supermarkt um einiges günstiger ist, als jedes Mal im Restaurant zu essen. Auch können wir so einfache und vegetarische Gerichte kochen und sind nicht von den Speisekarten abhängig.
Neben der Entspannung auf unserer Terasse machten wir auch einen Ausflug zum Matevulu Blue Hole. Mit dem Kayak ging es direkt von unserer Unterkunft los. Zuerst paddelten wir im Meer bis zur Flussmündung und anschließend auf den Fluss bis zu seiner Quelle. Bei leichtem Regen entstand eine tolle Atmosphäre wie im Regenwald. Am Blue Hole angekommen bestaunten wir das tiefblaue Wasser. Es erinnerte uns ein bisschen an den heimischen Blautopf. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen in den klaren Wasser etwas zu baden.
Außerdem waren auch wieder zwei Tauchgänge angesagt mit der Tauchschule ums Eck. Wir machten zwei Bootstauchgänge an einen schönen Korallenriff mit vielen Fischen. Beide Tauchgänge haben uns sehr gut gefallen und wir konnten auch eine Schildkröte und einen kleinen Riffhai bestaunen.
Leider fühlten wir uns am Abreisetag beide nicht ganz fit und leicht erkältet. Hätten wir die nächste Unterkunft nicht bereits gebucht , wären wir bestimmt noch die ein oder andere Nacht länger geblieben. Aber so hieß es packen und los zur nächsten Unterkunft.
Dort mussten wir erstmal ausruhen, da die Erkältung uns beiden doch zusetzte.
Die Unterkunft war näher an der Stadt gelegen und sehr spartanisch. Dafür super günstig und auch an der Sauberkeit war absolut nichts auszusetzen.
Da es Franzi am nächsten Tag leider noch nicht gut genug ging, machte sich Julian am Morgen alleine auf zur Tauchbasis nebenan.
Dort wartete ein absolutes Highlight auf ihn. Ein Tauchgang bei einem der größten und best erhaltenen Wracks der Welt. Die SS President Coolidge liegt hier seid 1942 in bis zu 80m Tiefe auf dem Grund vor der Küste.
Der einstige Luxusdampfer wurde im 2.Weltkrieg von den Amerikanern zu einem Kriegsschiff umgebaut und kam als Truppentransporter zum Einsatz.
Vor Santo lief es in ein eigenes Mienenfeld uns sank letztendlich. Bei dem Unglück konnten fast alle Soldaten gerettet werden. Nur 2 Personen kamen damals ums Leben. Darunter einer der Kapitäne der Erzählungen zu folge vom Land wieder zurück zum Schiff schwamm, um zurückgebliebene zu retten. Dabei verlor er am Ende sein eigenes Leben. Die Leiche wurde erst 2015 bei einem Tauchgang entdeckt und anschließend von den Amerikanern geborgen.
Noch heute sind viele der Relikte von damals erhalten und man kann Überreste der Kanonen, Jeeps und Inneneinrichtung entdecken. Besonders ikonisch ist ein Porzellan- Relief einer Frau mit einem Einhorn, das als „The Lady“ bekannt ist und sich im Inneren des Wracks befindet.
Der Tauchgang an sich war einfach super cool. Das Wrack ist riesig (ca. 200m lang) und wir tauchten zuerst über das Wrack und schauten uns dort ein paar der Relikte an. Anschließend ging es durch ein Loch in der Außenhaut ins Wrack und wir schwammen durch das Innere. Es war wirklich aufregend und bot viel zu entdecken.
Nach dem Tauchen blieb Julian noch länger in der Tauchbasis und spielte eine Runde Karten mit anderen Tauchern. Franzi konnte sich so in Ruhe ausruhen und den ganzen Vormittag für sich nutzen.
Den restlichen Tag ruhten wir uns noch zusammen aus, spielten Karten und schauten Serie.
Am nächsten Morgen stand der nächste Tauchgang auf dem Plan. Leider fühlte sich Franzi immer noch nicht fit genug dafür. Allerdings gingen wir dieses Mal zusammen zur Tauchbasis, damit Franzi auch mal etwas anderes als unser Zimmer zu Gesicht bekam. Und an der Tauchbasis ließ es sich auf jeden Fall gut aushalten.
Für Julian hieß es wieder Ausrüstung schnappen und auf zum zweiten Tauchgang an der SS President Coolidge. Dave (Inhaber der Tauchbasis) entschied sich dafür einen richtigen Highlighttauchgang mit Julian zu machen. Ziel: Die ikonische Lady im Inneren des Wracks bei ca. 40m Tiefe.
Der Tauchgang war gigantisch. Direkt am Beginn des Wracks begrüßte uns ein riesiger Zackenbarsch, bestimmt 2-3m groß. Direkt daneben verweilte eine Schildkröte auf dem Wrack.
Dann ging es auch schon ins Innere und durch eine kleinere Luke. Durch dunklere Gänge hinab in den Bauch, bis das Relief plötzlich „auftauchte“.
Zurück ging es im Inneren durch verschiedene Gänge und Etagen, bis wir wieder am Bug durch den Kettenraum nach draußen gelangten.
Am Strand kann man immer wieder Glasscherben finden. Die Soldaten haben von Coca-Cola je eine Flasche bekommen. Auf dem Boden der Flasche ist der Herkunftsort des Soldaten eingraviert.
Wieder an Land wurde nochmal die ein oder andere Runde Karten gespielt, bevor wir uns zum Mittagessen in ein Thai-Restaurant aufmachten.
Wir haben übrigens immer so 28 Grad und über 80 % Luftfeuchtigkeit. Man geht einen Schritt und alle Schweißporen öffnen sich :D Regen hatten wir diese Woche tatsächlich nicht mehr bzw. nur nachts.
Heute verlassen wir die Insel schon wieder. Wir gehen weiter auf die nächste Insel zu einem besonderen Highlight. Doch dazu mehr im nächsten Blogeintrag.
