Woche 69 - Franzis Sicht der Dinge
Diese Woche ging es nochmal etwas ruhiger zu, da das Resort nicht voll ausgebucht ist. Aber das war für uns auf jeden Fall gut zum reinkommen, Abläufe verstehen und um sich zu...


Veröffentlicht: 06.09.2026
Nachdem letzte Woche Franzi ihre Aufgaben genauer beschrieben hat, ist diese Woche Julian an der Reihe.
Julian arbeitet als Tourguide und der Instandhaltung.
Aktuell übernimmt er noch viele Nebenaufgaben im Resort, dazu gehören Holz spalten und stapeln, Wege mähen, kleinere Reparaturaufgaben und Zaun streichen.
Wöchentlich muss ein Instandhaltungsrundgang gemacht werden. Dabei werden alle Chalets der Gäste kontrolliert. Außerdem das Haupthaus, die Häuschen der Angestellten und alle Schuppen und Garagen. Alles wird auf eventuelle Beschädigungen, kaputte Glühbirnen und mögliche Wasserschäden überprüft.
Außerdem kümmert sich Julian um das Ablesen und Überprüfen sämtlicher Schaltkästen, Wasserboiler, Wasserpumpen und Verteiler.
Ein weiterer Punkt ist die Überprüfung und Wartung aller Fahrzeuge. Dazu gehören die 3 Busse bzw. Transporter für die Touren, ein Pick-Up und das Staff-Auto. Aber auch 2 Quads, ein Aufsitzmäher, ein kleiner Traktor und einige Schneemobile (diese mussten bisher noch nicht überprüft werden).
Für alle Aufgaben gibt es eine Checkliste in einer resorteigenen App. Generell läuft hier sehr vieles über eine App, die Tobi, der Inhaber selber entwickelt hat.
Fällt beim Rundgang etwas auf, das nicht so ist wie es sein soll geht automatisch eine Nachricht ans Management. Außerdem versucht Julian anschließend natürlich alle gefunden Mängel fachgerecht zu reparieren, was bisher auch immer gut funktioniert hat.
Eine kleine Nebenaufgabe, die aber trotzdem sehr wichtig ist und gut zeigt, wie abgelegen es hier im Yukon ist, ist die wöchentliche Fahrt zur Mülldeponie. Mit Pick-Up und Anhänger wird der gesammelte Müll des ganzen Resorts einmal die Woche dort entsorgt, da es keine Müllabfuhr gibt.
Der zweite große Hauptteil seiner Arbeit ist das Night Guiding. Das bedeutet, dass er am Abend ein Lagerfeuer für die Gäste vorbereitet und die Nacht bis 2Uhr am Feuer mit den Gästen verbringt. Zum Feuer wird Tee und heiße Schokolade serviert oder Marshmallows zum grillen angeboten.
Natürlich kommt er so sehr viel ins Gespräch mit den Gästen und muss alle möglichen Fragen zu den Nordlichtern, den Sternen oder allgemeinen Dingen zum Resort und der Umgebung beantworten.
Auch das Fotografieren der Nordlichter insbesondere mit den Gästen im Vordergrund gehört zu den Aufgaben. Das ganze ist nicht so einfach und er muss die Einstellungen gut lernen, damit die Bilder auch gut werden. Hier braucht er sicherlich noch etwas Übung, damit die Erinnerungsbilder auch perfekt gelingen.
Zweimal die Woche macht Julian noch einen kurzen Nature Walk mit den Gästen über das Gelände und erzählt über das Resort, die verschiedenen Baum und Pflanzenarten und auch über die Landschaft und die Eiszeit.
Bisher hat er den Walk noch nicht alleine geleitet und lernt noch von seinem Kollegen. Bald muss er dann alleine den Walk machen, aber darauf freut er sich auch schon.
Sobald Julian den Führerschein bestanden hat darf er dann auch mit Gästen im Bus fahren.
Dann kommt noch die ein oder andere größere Tour dazu. Darüber wird aber dann berichtet wenn es soweit ist. Bis dahin wird noch weiter geübt, damit die nächste Prüfung erfolgreich sein kann.
In unserer freien Zeit machen wir bisher nichts außergewöhnliches. Es wird ausgeruht, eingekauft oder gekocht. Wir hoffen, dass wir sobald es Schnee hat auch mal Zeit für Wintersport bleibt und wir hier verschiedene Sachen ausprobieren können.
Zu dieser Woche bleibt noch zu erzählen, dass wir bis Mittwoch keine Gäste hatten. Die freien Tage wurden genutzt um mit dem gesamten Team Ausflüge zu machen. Diese sind sonst Teil der Ausflüge der Gäste und wir hatten diese Woche die Ehre das auch zu erleben.
Am Montag wurde erstmal Franzis Geburtstag gefeiert. Sie wurde von unseren Chefs mit einer Eistorte überrascht.
Außerdem machten wir die erste Tour nach Carcross und dort zu einem Shop für Ahornsirup. Hier konnten wir alle möglichen Sorten probieren und dieses ikonische kanadische Produkt testen. Auch ein Abendessen mit allen wurde von den Chefs gesponsert.
Am nächsten Tag besuchten wir das Yukon Wildlife Preserve und konnten dort alle Tiere bestaunen. Beim anschließenden Stopp in den Hot Springs bekamen wir von den Inhabern eine kleine Führung und wir haben sogar einen Gutschein für einen kostenlosen Besuch bekommen. Die Pizza danach war der perfekte Abschluss des Tages.
Seid Donnerstag ist das Resort jetzt voll ausgebucht und wir merken den Unterschied zu davor direkt.
Mal schauen wie die nächsten Wochen werden und was wir dann noch so berichten können.
