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Woche 66 - Life is a Highway

Veröffentlicht: 09.08.2026

Attraktion
Denali Nationalpark
Alaska, USA
Tour
Wanderung am Savage Alpine Trail
Wanderung
Fahrt
Denali Nationalpark → … → Dawson City
135 km · Denali Highway
Sehenswert
Chicken
Alaska, USA
Grenze
USA → Kanada
nördlichster Grenzposten Nordamerikas
Sehenswert
Dawson City
Yukon, Kanada
Unterkunft
Übernachtungsplatz in der Nähe eines Aussichtspunktes
Frei­camping · bei Dawson City
Attraktion
Tombstone Provincial Park
Yukon, Kanada
Fahrt
Dawson City → … → Tombstone Provincial Park
80 km · Dempster Highway
Tour
Geführte Wanderung zur Goldensides Range
Wanderung
Tour
Wanderung entlang des North Klondike Rivers
Wanderung
Tour
Wanderung am Grizzly Lake Trail
Wanderung

Mitten in der Nacht hörten wir Geräusche um unseren Camper herum. Julian öffnete vorsichtig den Reißverschluss an seinem Fenster und spähte nach draußen. Nur ein paar Meter vom Camper entfernt stand eine Elchkuh und gönnte sich genüsslich frische Gräser und Blätter.

Franzi war sofort hellwach und schnappte sich die Kamera, um den besonderen Moment festzuhalten. Da es noch ziemlich dunkel war (so dunkel es hier halt aktuell wird) konnte sie nur Videos vom scheuen Tier machen.

Nachdem wir nochmal ein bisschen geschlafen hatten machten wir uns wieder auf in den Denali Nationalpark.

Auf der Wanderung am Savage Alpine Trail konnten wir endlich ein Pika entdecken. Dieser kleine Hase sieht eigentlich eher aus wie eine Maus und lebt oft an steilen Hängen mit Geröllfeldern.

Wir verließen den Nationalpark und starteten unseren Rückweg nach Kanada.

Für die nächsten drei Tage stand sehr viel Fahrzeit auf dem Programm. Der Start führte uns über den Denali Highway, hier bewältigten wir die 135 Kilometer Schotterpiste ohne Probleme an einem Tag. Tiersichtungen entlang des Highways gab es leider keine, die Ausblicke über die endlos erscheinenden Landschaften waren trotzdem sehr schön.

Als nächsten Abschnitt kam wieder der Alaska Highway. Dieses Mal fuhren wir den Teil, den wir beim letzten Mal noch ausgelassen hatten. Somit haben wir tatsächlich die gesamte Strecke dieses Highways absolviert.

Und weil uns das Fahren hier auch meistens richtig Spaß macht, hingen wir den Top of the World Highway noch direkt hinten dran.

Dieser Highway ist besonders, da er oben auf einem Bergrücken entlang führt und man so oft Ausblicke in alle Richtungen auf die umliegenden Täler und andere Bergketten hat.

Bei so viel Gefahre dürfen natürlich Pausen auch nicht fehlen. Eine solche legten wir in der kleinen Siedlung Chicken ein. Hier gab es Kaffee und Zimtschnecke zur Stärkung.

Kaffee ist übrigens meistens sehr günstig. Man bekommt eigentlich immer einen Filterkaffee und teilweise für nur 1 USD, maximal für 3 USD.

Kurz darauf passierten wir dann die Grenze nach Kanada. Die Einreise verlief problemlos am nördlichsten Grenzposten Nordamerikas.

Am nächsten Tag erreichten wir dann die Stadt Dawson City. Hier muss man mit einer kleinen Fähre über den Fluss fahren. Eine Brücke gibt es nicht und die Fähre ist kostenlos.

Wir machten uns einen gemütlichen Tag in Dawson City, erledigten die wichtigsten Camperdinge und schlenderten durch die Straßen. Dawson City ist wie so viele Städte im Goldrausch entstanden. Die Häuserfassaden erinnern uns an eine Westernstadt.

Als Übernachtungsplatz steuerten wir einen schönen Platz in der Nähe eines Aussichtspunktes an. Hier hatten wir einen schönen Blick über den Yukon River und Dawson City.

Am nächsten Tag machten wir uns auf in den Tombstone Provincial Park. Dieser liegt am Dempster Highway. Auch hier hieß es wieder ab ab auf die Schotterpiste für 80 Kilometer.

Dass es diesen Highway so überhaupt gibt ist gar nicht so selbstverständlich, denn der Tombstone Provincial Park liegt bereits im Bereich des Permafrosts. Das bedeutet, dass hier Teile des Bodens dauerhaft eingefroren sind. Im arktischen Sommer tauen nur die obersten ca. 100cm auf.

Damit die Schotterpiste hier überhaupt erhalten bleibt, musste sie auf einer Art Damm gebaut werden, bei dem mehrere Schichten Kies die Straße vom Permafrostboden isolieren. Der Highway geht bis hoch an das Arktische Meer - knapp 900 Kilometer Schotterstraße. Erst seit 10 Jahren ist der Highway ganzjährig befahrbar, denn der oberste Abschnitt war vorher eine Eisstraße und nur im Winter befahrbar.

Generell ist die Landschaft in diesem Park sehr von der angrenzenden Arktis geprägt. Während zu Beginn noch borealer Wald zu finden ist, wird dieser je weiter man nach Norden fährt allmählich von der Taiga abgelöst, bis schließlich die weitläufige Tundralandschaft übernimmt.

Die Berge erinnern uns hier etwas an die Dolomiten, denn die Gipfel sind oft nur blanker und steiler Fels.

An unserem ersten Abend im Park machten wir bei einer geführten Wanderung zur Goldensides Range mit. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt lernten wir einiges über die genaue Entstehung der gesamten Gegend und ihre Besonderheiten.

Den nächsten Tag gestalteten wir sehr gemütlich. Bei einer kleinen Wanderung entlang des North Klondike Rivers sammelten wir fleißig Blaubeeren und Crowe Berries die hier gerade reif sind.

Verwertet wurden die kleinen Beeren als Zugabe zum Müsli und Porrige.

Heute machten wir noch eine Wanderung am Grizzly Lake Trail. Wir liefen allerdings nur bis zu einem Aussichtspunkt auf den Mount Monolith, der sich leider in dichten Wolken versteckte.

Ein weiterer Spaziergang auf dem Beaver Trail und ein gemütlicher Nachmittag im Camper vervollständigten diese Woche vollends.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
7 Tage
Wetter
Sommer
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Elchkuh direkt am Camper
  • Pika-Sichtung auf dem Savage Alpine Trail
  • Fahrt über Denali Highway, Alaska Highway und Top of the World Highway
  • Grenzübertritt nach Kanada am nördlichsten Grenzposten Nordamerikas
  • Fähre über den Yukon River nach Dawson City
  • Wanderungen im Tombstone Provincial Park
Kamera
NaturRoadtripTransitTierweltAbenteuer
  • Filterkaffee1 $
  • Filterkaffee3 $
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