Wir haben letzte Woche einfach vergessen den Sonntag reinzuschreiben, daher holen wir das jetzt nach. Beim Auszug aus dem Housesit mussten wir uns auch final von Michelle verabschieden. Sie hat mittlerweile
Neuseeland verlassen und setzt ihre Weltreise fort. Wir hatten so eine schöne Zeit zusammen, das bleibt uns definitiv in Erinnerung.
Wir fuhren dann nach Hanmer Springs und machten eine kleine Tour auf den Conical Hill, von welchem man einen schönen Blick ins Tal hatte. Eine größere Tour fiel aufgrund des schlechten Wetters am nächsten Tag flach.
Somit ging es für uns weiter an den Lake Rotoiti. Auf einem schönen DOC Campingplatz warteten wir bis Mittwoch auf gutes Wetter.
Wir hatten mal wieder eine Herausforderung für uns geplant: Angelus Hut - 24 Kilometer und 1100 Höhenmeter. Über die Höhenmeter machten wir uns keine Gedanken, bei der Länge war uns nicht klar wie gut wir die schaffen. Die ersten 9 Kilometer vom Hinweg liefen richtig gut mit 2 1/2 Stunden, die Höhenmeter brachten wir zügig hinter uns. Die letzten 3 Kilometer waren anspruchsvoller, weil man über große und kleine Steine klettern/laufen musste. Nach 4 Stunden kamen wir am View Point auf die Angelus Hut an. Nach einer Pause ging es dann in 4 Stunden wieder zurück. Die Wanderung war richtig schön. Man lief fast permanent auf dem Grat, daher hatten wir dauerhaft schöne Ausblicke nach rechts und links.
Die müden Beine am nächsten Tag hielten sich in Grenzen und somit machten wir direkt die nächste kleine Wanderung. Die 6 Kilometer des Pupu Hydro Walkway waren entspannt. Hier läuft man erst den Berg hoch und dann entlang von einem Wasserkanal bis zu einem Wasserkraftwerk.
Am Freitag ging es dann für uns an den Whaririki Beach. Der ist bekannt dafür, dass hier zwei Microsoft Bildschirmschoner Bilder entstanden sind. Der Strand ist richtig schön und es gibt aufgrund der Felsen viel zu entdecken. Krabben, Muscheln und Fische in kleinen Becken, außerdem mehrere Höhlen. Aus einer Höhle heraus entstand das eine Microsoft Bild. Unsere Nachstellung kann sich doch sehen lassen.
Am Strand lag ein Seebären Baby ganz alleine. Das kleine war richtig winzig und kann noch nicht alt gewesen sein. Wir haben uns sehr gewundert, denn Babys werden eigentlich nicht alleine zurück gelassen, sondern wenn dann in der Kolonie. Da einige Menschen sehr nah an dem Tier standen, haben wir sie angesprochen und um Abstand gebeten. Außerdem haben wir gefragt, ob jemand das DOC angerufen hat, denn diese kümmern sich um verletzte und gestrandete Tiere. Da das bisher nicht passiert ist, haben wir den anderen mitgeteilt, dass wir das übernehmen würden und sind zügig zurück zum Parkplatz, wo es Netzabdeckung gab. DOC gab an, dass es erstmal ok sein sollte und das immer wieder vorkommt. Mehr konnten wir also nicht machen und hoffen, dass die Mutter zurück gekehrt ist und das Kleine überlebt hat.
Am Samstag wollten wir mal was ganz anderes ausprobieren: Via Ferrata - hier kann man für 10 NZD Kletterausrüstung ausleihen und alleine am Berg klettern gehen. Da es aktuell sehr warm ist, starteten wir früh. Es gibt hier 2 Routen und wir fingen mit der leichteren an. Schnell merkten wir, dass für Franzi die eingelassenen Trittstufen viel zu weit auseinander sind und die Schritte nach oben kaum machbar sind. Daher brach sie beim Emergency Exit ab und Julian beendete die Route alleine. Wir lernten ein Paar aus UK kennen und Julian kletterte die zweite Route mit ihm, während Franzi mit dem Mädle wartete und ein gutes Gespräch führte. Wir beide hatten somit einen schönen Vormittag.
Anschließend ging es für uns nach Motueka, auf einen Stellplatz direkt am Meer. Leider gibt es keinen Strand aber ein Salzwasser Pool im Meer, damit man jederzeit baden kann. Ebbe und Flut sind hier so stark, dass bei Ebbe hier nur ein Watt übrig bleibt. Der Stellplatz hat alles was wir brauchen (gute Toilette, den Pool, eine Dusche, Frischwasser und eine Spülstation), sodass wir den Sonntag hier auch noch verbringen und bei sommerlichen Temperaturen einen Restday einlegen.