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Das Allgäuer Land -Wertach-

Veröffentlicht: 30.06.2026

Sehenswert
Wertach
Wertach, Deutschland
Tour
Wertacher Alpabtrieb
Festival

liegt 915 m ü. NHN.

Hier scheint es, als sei die Zeit ein wenig stehen geblieben.

Traditionen werden nicht nur gepflegt sondern gelebt.

Das Allgäuer Land ist kein armes Land.

Früher, also ganz früher, war es da schon anders.

Lange Zeit bauten Bauernfamilien Flachs an, um diesen zu Leinen zu verarbeiten. So standen in vielen Bauernhöfen Webstühle. Dabei fällt mir ein, dass meine Mutti noch den Beruf einer Weberin erlernte. Das war so um 1963 herum und in Mecklenburg Vorpommern.

Naja, jedenfalls blüht der Flachs bekanntlich blau und deshalb sprach man auch vom „blauen Allgäu“.

Mit der Verwendung von Baumwolle und der Erfindung des mechanischen Webstuhls, also der Industrialisierung, litten die Bauern Anfang des 19. Jahrhunderts bittere Not.

Erst als Carl Hirnbein in der Grünland- und Milchwirtschaft einen Ausweg sah, verbesserten sich die Lebensumstände der Bauern.

Hier auf den Weiden stehen tatsächlich die Kühe, genannt Braunvieh, die wir in der Werbung sehen. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass das alles Fake ist.😅

Aber nein, ich kann es jetzt bestätigen.

Sie grasen hier alle in friedlicher Eintracht und bimmeln, was das Zeug hält.

Wusstet Ihr, dass eine Kuh 🐄 täglich 26 Liter Milch pro Tag gibt und im Durchschnitt 22 Jahre alt wird?

Und Färse eine Kuh genannt wird, welche noch nicht gekalbt hat?

Sowie unglaubliche 4 Mägen besitzt?  Und zu guter Letzt,  das Jungvieh im Allgäu wird, na… ? Schumpen genannt.

Ich nicht. 😬

Interessant ist auch der Aspekt Kuh und Klima.🐄🌦️

Die Milchkühe und Rinder verwandeln nämlich das für den Menschen ungenießbare Gras in wertvolle Lebensmittel. Ich freue mich schon auf den Käse, den ich mir einpacken werde, wenn ich wieder nach Hause fahre.

Dabei ist der Aufwuchs der Wiesen und Weiden ein wertvoller Eiweißlieferant. Würde dieser nämlich nicht mehr genutzt, müsste in anderen Regionen der Welt z. B. deutlich mehr Soja

Traditionell wird hier auch der sogenannte „Viehscheid“ gelebt.

Der „Wertacher Alpabtrieb“ gilt als einer der ältesten Viehscheide in der Region.

In der Regel treffen am 18. September die 6 Herden, die im Sommer artgerecht auf den Alpen herumspringen konnten, mit ca. 700 Tieren auf dem Scheidplatz ein. Und wenn der Alphirte die ihm anvertrauten Tiere gut durch den Sommer gebracht hat und kein Tier z.B. durch Absturz, Stein- oder Blitzschlag verloren ging, wird er mit einem geschmückten „ Kranzstück“ ins Tal ziehen. Faszinierend beim Eintreffen des Alpviehs ist vor allem auch das voll schöne Geläut, das man schon von weitem hört.

Dabei heißen die Glocken 🔔 hier Schellen, da sie nicht in einem Stück gegossen werden.


Auf einen Blick

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KulturellEntspannend
  • Wertach im Allgäu
  • Braunvieh auf den Weiden
  • Wertacher Alpabtrieb / Viehscheid
  • Traditionen und Milchwirtschaft im Allgäu
NaturKulturEssenGeschichte
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