Ausflug zu den Kaindy- und Kolsai-Bergseen
Mit einer geführten Tour, außer uns ausschließlich besetzt mit Kasach:innen und Russ:innen, sind Philipp und ich zu einem Canyon und zwei Bergseen gefahren. Die Tour selbst war...


Veröffentlicht: 25.08.2025
















Der Ile-Alatau ist der Ausläufer des Tien Shan, der direkt an Almaty grenzt. In zwei Tagen haben wir dort einen Pass überquert, um von einem Tal ins nächste zu gelangen. Die Wanderung war ziemlich anstrengend, daran lässt sich nichts schönreden. Ein Teil der Anstrengung lässt sich sicher auf unsere ausbaufähige Kondition zurückführen: mit Zelt und Essen für zwei Tage auf dem Rücken geht es eben doch langsamer voran, als man sich das beim Planen auf der Hostelterrasse vorstellt. Doch auch die Wege selbst haben es uns nicht leicht gemacht. Sie waren teils schlecht gepflegt und schwer erkennbar, sodass wir uns mehrfach verlaufen haben, einige Bäche überqueren und steile Hänge hinauf- und hinunterklettern mussten. Zugegeben: Unsere Routenwahl war auch eher zufällig. Wir haben einfach einen Weg auf der Karte ausgesucht, ohne zu prüfen, ob man ihn tatsächlich gehen kann :D
Die Mühen haben sich aber absolut gelohnt. Nach einem langen Aufstieg am ersten Tag haben wir unser Zelt mitten im Nirgendwo zwischen Fichten an einem eiskalten Bergbach aufgeschlagen. Am nächsten Tag ging es hinauf zum Pass auf 3200 m und von dort durch ein wunderschönes Tal wieder hinab. Unterwegs sind wir ein paar freundlichen Menschen begegnet, haben die Aussicht auf Almaty und den Großen Almatiner See genossen und waren am Ende völlig erschöpft.
Zurück in der Stadt haben wir unseren letzten Abend in Almaty mit einem schicken Abendessen gefeiert. Jetzt, während ich diesen Text schreibe, sitzen wir schon im Bus nach Bischkek und haben noch etwa 30 km bis zur Grenze...
