Militärlager als Museumsbereich hinter dem Drachenkopf
Qinhuangdao, China
Bus
Busbahnhof in Qinhuangdao → Drachenkopf
Qinhuangdao, China
Spaziergang
Bushaltestelle am Drachenkopf → … → Militärlager als Museumsbereich hinter dem Drachenkopf
Qinhuangdao, China
Das touristische Hauptthema in Quinhuangdao ist die Große Chinesische Mauer. Gleich mehrere Highlights gibt es in der Region, wobei wir am Mauerabschnitt am Meer anfangen und uns bis ins Gebirge "vorarbeiten".
Zunächst fahren wir mit dem Bus zum Drachenkopf. So wird das östliche Ende der Chinesischen Mauer genannt, welches sogar etwas ins Meer hineingebaut wurde. Der gesamte Abschnitt wurde 1381 während des 14. Regierungsjahres des Ming-Kaisers Hongwu gebaut. Die heute Form des Drachenkopfes, welches bis ins Meer hineinragt, wurde erst 1579 gebaut.
Von der Bushaltestelle müssen wir noch ein paar hundert Meter zum Eingang des Geländes laufen und kommen an einem militärischen Gelände vorbei, welches sich auch durch laute Militärjets am Himmel die ganze Zeit bemerkbar macht. Im Infocenter kann man sich durch einen Roboter informieren lassen, der aber kein Deutsch versteht.
Interessant finde ich, dass neben bestimmten Bevölkerungsgruppen auch Blutspender kostenlosen Eintritt bei Vorlage des Blutspendeausweis bekommen.
Wegen seiner Einzigartigkeit ist dieser Ort mit vielen Touristen gesegnet. Wir spazieren zielstrebig zum östlichsten Ende der Großen Mauer, dem Drachenkopf.
Wenn man bedenkt, dass dieses Bauwerk viele tausend Kilometer in den Kontinent von hier aus Richtung Westen schlängelt, ist es wie der Gipfel eines Berges, den wir jetzt erreichen.
Ein Foto am "Gipfelstein" ist Pflicht und wir stellen uns an der Menschenschlange an. Meine Frau nutzt eine kleine Steinstufe und ist damit sogar größer als ich auf dem Foto. Es sei ihr gegönnt, denn schließlich hat ihr Volk dieses gigantische Bauwerk errichtet.
Beim Zurückgehen bemerke ich erst jetzt die unter Glas geschützten originalen Mauerreste, denn die andere akkurate Architektur ist das Werk von aufwendigen Restaurationsarbeiten, übrigens an allen Stellen der Chinesischen Mauer.
Hinter dem Drachenkopf befindet sich ein Militärlager als Museumsbereich.
Auf der umgebenen Mauer spazieren wir zu diesem großräumigen Gelände.
Zunächst gelangen wir zu einer schematischen Miniaturausgabe der früheren ausgeklügelten Verteidigungsanlage.
Am Meer gelegen, wurde auch die Marine hier trainiert.
Austellungsgegenstände zeigen die frühere militärische Ausrüstung aus der Zeit der Ming-Dynastie. Ein Steinsoldat steht zwischen den Pavillons.
Vor einer Schlacht wurde Baijiu getrunken und das Trinkgefäß aus Keramik zertrümmert, um sich abergläubiges Kriegsglück zu verschaffen.
Wir bleiben aber nüchtern und rufen per App am blumigen Ausgang einen Fahrservice, der uns zum nächsten Mauerabschnitt sechs Kilometer nördlich fährt.