Hoi An im Regen! Fluch oder Segen?
1993, 2003, 2023, 2025. Als wir Hoi An 1993 zum ersten Mal besuchten, war es nicht mehr als ein historisches, chinesisches Hafenstädtchen: die Bausubstanz marode, ein einziges...


Veröffentlicht: 23.11.2025
















































































Bei unserer Ankunft in Hoi An waren wir überrascht, wie schnell die Schäden der Flut Ende Oktober - vor gerade einmal drei Wochen - beseitigt waren.
Die Überschwemmung, die wir miterleben, fiel sehr viel niedriger aus. Sowie der Pegel sinkt, beginnen zügig die Aufräumarbeiten. In den Straßen sind Schlamm und Müll zurückgeblieben, alles muss schleunigst beseitigt werden, damit die Geschäfte und Lokale ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Noch ist das Wasser nicht völlig zurückgegangen, aber dort, wo es abfließt, packen alle mit an. Schweres Gerät rückt an, Schläuche werden angeschlossen. Bis tief in die Nacht wird geschuftet und schleunigst angekarrt, eingeräumt, was vor dem Wasser in Sicherheit gebracht wurde.
Während der Aufräumarbeiten beginnt es am nächsten Tag erneut zu regnen. Der Pegel, der schon gesunken schien, steigt, fällt, steigt. Aus einem Gullideckel drückt das Wasser nach oben. Im Lokal gegenüber wurden die Tische und Stühle gerade herausgestellt, da bekommen die Gäste schon wieder nasse Füße. Leere Bierkästen werden in einer Reihe umgekehrt aufgestellt, damit das Lokal einigermaßen trockenen Fußes verlassen werden kann. Und bei allem bleiben alle dennoch geduldig und fügen sich in ein Schicksal, das sie nicht ändern können.
