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Hanoi, ein Blick zurück in Wehmut

Veröffentlicht: 30.11.2025

Die Woche in Hanoi ist wie im Flug vergangen, obwohl es sich zunächst gar nicht so anließ. Anja (vakantio.de/oneway2025/lovely-hanoi) hat es bereits zutreffend beschrieben: Hanoi hat sich in den beiden Jahren seit unserem letzten Aufenthalt sehr verändert. In unserem alten Viertel in der Altstadt dominieren Souvernir-Shops, Touristen sind definitiv in der Überzahl. Vielleicht haben wir Hanoi 2023 - nach Corona - in der Ruhe vor dem großen An-Sturm erlebt. Vielleicht war es ja vor der Pandemie, die alles lahmgelegt hat, schon so und die Stadt war nur vorübergehend in einen Dornröschenschlaf gefallen. Wir wissen es nicht.

An Neuem haben wir mit Ausnahme eines Besuchs des Museums der Revolution nicht viel gesehen. Die Verehrung für Ho Chi Minh, untrennbar mit der Unabhängigkeit des Landes verbunden, ist schier grenzenlos. Am Hoan Kiem Lake lässt man sich wie eh und je fotografieren. Am südlichen Ende des Sees entdecken wir das French Quarter, das uns vor zwei Jahren entgangen ist. Auch hier schmeckt der Egg Coffee - in einem Ambiente vielleicht noch einen Ticken schöner, gediegener. Vor allem ist es ruhiger hier.

Vielmehr aber ist uns diesmal der West Lake für eine kurze Woche zur Heimat geworden. Viele kleine Läden, das ganz beschauliche Leben. Wir frühstücken jeden Morgen in einer kleinen Suppenküche um die Ecke, an der die Leute schlangestehen. Am See gibt es unzählige Cafés und Kneipen, wo wir allabendlich einen beeindruckenden Sonnenuntergang genießen und den Tag mit einem Bierchen abschließen.

Wir verlassen Hanoi, wir verlassen Vietnam heute Abend mit dem Gefühl, es ausgekostet zu haben. Wir werden sicher wehmütig zurückblicken, es war sehr schön, Langeweile ist nicht aufgekommen. Aber ich bin nicht sicher, ob wir - wir waren jetzt zum vierten Mal hier - zurückkehren werden. Wer uns allerdings fragt, dem sagen wir mit Überzeugung: Vietnam ist eine Reise wert!

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