Danang Beach
Samstag, unser letzter Tag in Hoi An. Ursprünglich hatten wir fünf Nächte bis einschließlich gestern eingeplant. Der Flug von Danang nach Hanoi ist am morgigen Sonntag gebucht. Es...


Veröffentlicht: 27.11.2025





























24. November, gestern sind wir von Danang nach Hanoi geflogen. Wir sind nicht wie vor zwei Jahren in der quirligen, geschäftigen Altstadt abgestiegen, sondern in einem sehr ruhigen Viertel auf einer kleinen Insel im West Lake, drei Kilometer vom touristischen Zentrum entfernt. Wir haben auch nicht ein Hotel gebucht, stattdessen haben wir uns in einem Apartmenthaus in ein Studio mit Blick auf den See eingemietet. Entlang der Uferstraße gibt es sehr nette kleine Cafés, vor allem junge Leute sind am Abend hier unterwegs.
Heute - mein Geburtsgtag - hätten wir sehr gerne das Ho-Chi-Minh-Mausoleum mit dem zugehörigen Museum besucht, aber leider ist es geschlossen. Wie vor zwei Jahren schon, als das Mausoleum ebenfalls im Oktober und November nicht öffentlich zugänglich war, befindet sich der einbalsamierte Leichnam Ho-Chi-Minhs zur "Aufbereitung" in Russland. Also begnügen wir uns mit einem Blick von außen auf die Anlage und spazieren weiter in Richtung Altstadt.
Bis in die Altstadt kommen wir nicht. Wir bleiben hängen auf einen traditionellen Egg Coffee in einem kleinen Café unmittelbar an der Bahnlinie, auf der dreimal täglich ein Zug zwischen den engen Häusern hindurch zum nahen Bahnhof verkehrt. Eigentlich ist das ein großes touristisches Ereignis, aber in diesem Café ist zu unserem Erstaunen nichts los.
Der Zug um 13:30 Uhr fällt aus. Wir lernen Naveen kennen, einen äußerst netten Briten, quatschen uns fest, trinken einen weiteren Kaffee und beschließen sitzenzubleiben, um auf den Zug um 15:20 Uhr zu warten. Die Eigentümerin des Cafés gibt uns, kurz bevor der Zug durchfährt, drei Kronkorken, die auf die Bahngleise gelegt werden. Der Hintergrund ist uns nicht klar - ist es ein Talisman? -, aber selbstverständlich legen wir unsere Kronkorken aus.
Nachdem der Zug durchgefahren ist, sammeln wir nach eingehender Suche unsere platten Kronkorken ein. Anschließend laufen wir ein Stückchen entlang den Gleisen und geraten nur gut hundert Meter weiter mittenhinein ins große Spektakel. Massen von Menschen an der Bahnstrecke in Kneipen und Restaurants auf zwei Stockwerken. Das haben wir verpasst - na ja, nicht wirklich.
Wir lassen schließlich am West Lake in einer kleinen Kneipe um die Ecke unseres Apartments einen ereignisreichen Geburtstag ausklingen. Ein "Free House", mehr als 20 unterschiedliche Biere vom Fass. Hab ich's schon gesagt? Vietnam kann Bier! Nicht nur in Hoi An, auch in Hanoi.
