Veröffentlicht: 10.01.2026
























































































































































Chiang Rai, eine weitläufige Stadt, breiteste Straßen, aber irgendwie scheint dem Leben die Luft genommen. Viele, oder eher mehr noch: Die meisten Geschäfte sind geschlossen, verrammelt. (Wir vermuten zunächst, es läge an den Feiertagen, werden jedoch in den kommenden Wochen feststellen, dass es sich um ein generelles Phänomen handelt, das uns weiterhin begleiten wird.)
Unbedingt sehenswert sind die Tempelanlagen in und um Chiang Rai. Wie fragte uns Naveen: "Are you not templed out yet?" Nein, sind wir nicht! Wir besuchen nacheinander - Tag auf Tag - den Wat Huay Pla Kang, den Wat Rong Khun, den Wat Rong Suea Ten. Der Wat Huay Pla Kang wird beherrscht von der die Stadt weithin überragenden Statue der Guanyin, der chinesischen Göttin der Barmherzigkeit. Die Statue kann innen bestiegen werden, die oberen Etagen sind fantasievoll ausgestaltet. Der leuchtend weiße Wat Rong Khun, besser bekannt als der Weiße Tempel, wurde 1997 eröffnet und besticht durch seine ornamentale Verspieltheit. Der noch jüngere Wat Rong Suea Ten, der Blaue Tempel, der 2016 fertiggestellt wurde, ist ebenfalls gekennzeichnet durch ein eigenwilliges künstlerisches Design.
Dazwischen feiern wir Silvester am Glockenturm im Zentrum der Stadt, einem weiteren markanten Wahrzeichen. In Abweichung von der buddhistischen Zeitrechnung beginnt seit 1941 auch in Thailand das Jahr am 1. Januar, allerdings schreiben wir anstelle des Jahres 2026 n. Chr. das Jahr 2569 BE (Buddhist Era). Wir kehren früh ins Hotel zurück und hätten den Jahreswechel verschlafen, hätte uns nicht ein kurzes Feuerwerk geweckt. Bis wir jedoch auf der Dachterrasse des Hotels ankommen, ist der Feuerzauber fast vorüber. Ich kann eine letzte Silvesterrakete im Bild einfangen. Während Deutschland beginnt zu böllern, erlebe ich - sechs Stunden voraus - einen glutroten Sonnenaufgang. Das Neue Jahr kann kommen!
