Chiang Rai
Chiang Rai, eine weitläufige Stadt, breiteste Straßen, aber irgendwie scheint dem Leben die Luft genommen. Viele, oder eher mehr noch: Die meisten Geschäfte sind geschlossen,...


Veröffentlicht: 20.01.2026




















Bangkok, eigentlich meine Herzensstadt, hat uns bei unserer Ankunft völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Wir hatten ein Hotel in der Bunsiri Road gebucht, eine Viertelstunde zu Fuß zum Wat Phra Kaeo. Die Gegend, den Bezirk Phra Nakhon, kennen wir. Bei meinem ersten Aufenthalt 1988 war ich einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt in Tic's Guest House abgestiegen, 1993 waren Anja und ich sogar mehrmals hier. Vor zehn Jahren, 2015, sind wir auf der Suche nach Tic erneut hier unterwegs gewesen, das Guest House gab es nicht mehr, aber das Viertel zeigte sich freundlich mit netten Hostels und Cafés.
Phra Nakhon hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Sammelbecken der Obdachlosigkeit entwickelt. Rund um unser - im Übrigen sehr schönes - Hotel sieht es fürchterlich heruntergekommen aus. Die allermeisten Geschäfte sind geschlossen, Wohnsitzlose nächtigen vor den verrammelten Toren, ihre Notdurft verrichten sie um die nächste Ecke. Entlang dem Klong in der Trok Sake, keine 100 Meter vom Hotel, haben viele Schirme aufgestellt, Planen aufgeschlagen, unter denen sie auf Handkarren ihre wenigen Habseligkeiten verstauen. Einmal die Woche wird ein kostenloses Essen ausgeteilt.
(Solange der Link noch funktioniert: www.spiegel.de/ausland/obdachlosigkeit-in-thailand-wie-eine-suppenkueche-bangkoks-aermste-versorgt-a-173730ef-89ad-47d1-89fc-3668a1b136ff)
Die folgenden Bilder sind dem Spiegel-Artkikel entnommen, im Hintergrund erkennen wir auf den beiden letzten Bildern unser Hotel:
Wir wissen nicht im Detail, was die dramatischen Veränderungen verursacht hat, mutmaßlich war es zu einem großen Teil Covid-19. Wir hören, dass während der Pandemie viele aufs Land zu ihren Familien zurückgekehrt und nicht wieder zurückgekommen sind. Geblieben sind die Entwurzelten und die, die ihren Familien aus Scham nicht mehr unter die Augen treten. Den kleinen Geschäften, die ohnehin Schwierigkeiten hatten zu überleben, machen zunehmend Ketten wie Seven-Eleven und die großen Shopping Malls zu schaffen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Stadt hat aus hygienischen Gründen die für Bangkok so typischen Suppenküchen geräumt. Nur nachweislich Bedürftige dürfen weiterhin ein kleines Kochgeschäft auf der Straße betreiben. Nachvollziehbar, aber der Qualität - und wie wir feststellen: auch der Hygiene! - war das wenig zuträglich.
Ich lasse es dabei bewenden. Anja hat viele unserer Eindrücke in Worten beschrieben, denen ich mich nur anschließen kann:
vakantio.de/oneway2025/bkk-5-nights-in-bangkok
