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Michael und Anke im Abenteuer !
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Das Beste zum Schluss?

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Bei unsere letzten Überlandfahrt mit dem Bus von Bac Ha eher nicht! Wir können nur vermuten, dass dieses besondere Erlebnis der Situation geschuldet ist, dass diese Strecke fast ausschließlich von Vietnamesen genutzt wird und dami etwas andere Regeln gelten als bei "touristischen" Routen.

Wir hatten unsere Tickets für einen sogenannter Semi-Sleeper, in dem man in einer Art Liegestuhl sitzt, zwei Tage vorher bei einer Agentur im Ort gebucht. Von dort wurden wir am Abfahrtstag (02.05.) samt Gepäck mit zwei Mopeds zum Busbahnho, ca. 1,5 km von der Ortsmitte Bac Ha's entfernt, gefahren. Die Preisliste im Wartebereich verriet uns, dass die Agentur eine Provision von über 25% auf den Fahrpreis erhoben hatte!😡

Da nur unser Bus um die Mittagszeit vom Busbahnhof startete, ging es recht entspannt zu. Beim Einstieg wurden uns Plätze ganz hinten im Bus zugewiesen, was uns nicht so recht war, aber ein Zeichen bezüglich meiner Größe interpretierten wir als Hinweis, dass es dort für mich bequemer wäre. Im Heck des Busses sind fünf Platze durchgängig neben einander angeordnet. 


Anke wollte aber lieber einen Einzelsitz umd ich machte es mir hinten bequem. 


Als einziger auf dieser großen Liegefläche hatte ich ein sehr tolles Raumangebot. Da im Bus noch weitere Plätze frei blieben, freuten wir uns auf eine ruhige, unbeengte Fahrt nach Hanoi.


Allerdings kam es anders. Gefühlt alle fünf Minuten hielt der Bus in kleinen Orten, an Kreuzungen oder auf freier Strecke um jeweils einen oder mehrere Passagiere auf zu nehmen. Nach ca. einer dreiviertel Stunde Fahrt waren alle Plätze dann doch belegt. . . . und aus meiner vermeintlichen großzügigen Liegefläche, wurde eine kuscheliges Matrazenlager.


"Jetzt gibt es wohl keine weiteren Verzögerungen mehr wegen außerplanmäßigen Stopps", dachten wir. Trotz voller Belegung hielt der Bus dennoch immer wieder, um weitere Passagiere, die am Straßenrand winkten, auf zu nehmen. Diese mussten sich dann in einen der beiden Gänge setzen, ohne Lehne auf den flachen Boden. 


Am Schluss haben wir dann rund 70 Passagiere bei 56 offiziellen Sitzen gezählt. 


Zu all dem kam noch hinzu, dass ich hinten in meiner Kuschelecke etwas erhöht saß und guten Blick über alle Sitze vor mir und den Fahrer hinweg auf die Straße und die jeweiligen Verkehrssituationen hatte. 

Es war alptraumhaft wie und unter welchen Bedingungen der Busfahrer überholte. Wirklich abenteuerlich mit suizidhaften Anwandlungen. 

Trotz dieser riskanten Fahrweise und und kürzeren Zwei-Stunden-Zwischensstopps (normalerweise 30 Minuten) brauchten wir insgesamt 6 Stunden und 30 Minuten für 300 km.

Die ganze Zeit blies mir dabei entweder die Klimaanlage  unangenehm kalte Luft auf mich, - die Lüftungsöffnungen ließen sich nicht schließen -, oder ein wahnsinnig lauter Ventilator blies mir von vorne direkt ins Gesicht, wenn der Fahrer die Klimaanlage zeitweis ausschaltete.


Zu guter Letzt wurden wir auch in einem Randbezirk von Hanoi abgesetzt, da der Bus noch weiter bis Thay Binh fuhr. 

Blauer Punkt rechts: unser Hotel

Das hätte uns die Agentur auch erklären können. Vielleicht wären wir dann mit dem Zug gefahren, was auch möglich gewesen wäre.

Dieser Trip war in vielen Belangen anders als alle bisherigen Busfahrten in Vietnam. Besonders die Busgesellschaft "Futa", die allerding nur im Süden verkehrt, hat uns mit ihrem Service bei der Buchung, der Sauberkeit der Busse und der professionellen Durchführung der Fahrten immer wieder beeindruckt.

Aber wir sind mit unsere letzten Überlandfahrt mit dem Bus trotz allem gut und unversehrt angekommen . . . und das zählt am Schluss!

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