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Von Lima nach Huaraz

Veröffentlicht: 27.05.2017

Nach den winterlichen Temperaturen in Patagonien sind wir im warmen aber um diese Zeit immer diesigem Lima angekommen. Es war schon ein kleiner Schock,  diese quirlige, laute, hektische Stadt nach dem menschenleeren Süden Chiles zu erleben. Drei Tage Großstadt waren genug und wir sind mit dem Bus Richtung Norden nach Huaraz, eine Stadt mitten in den Anden, gefahren. Hier ist es viel gemütlicher und inzwischen haben wir die Stadt richtig liebgewonnen. Die Häuser sind alle nur fast fertig, die Autofahrer ständig am Hupen, sehr viele, vor allem ältere Frauen traditionell gekleidet mit einem zu kleinen zu hohen Hut und zu viele Röcke übereinander - irgendwie sehr speziell. Die Landschaft hier ist wunderschön. Selbst von der Stadt aus kann man auf einige der vielen vergletscherten 5000er und 6000er blicken und gerade bei blauem Himmel ist diese Szenerie atemberaubend.

Atemberaubend ist aber nicht nur die Landschaft, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Höhenlage. Huaraz liegt mehr als 3000 Meter über dem Meeresspiegel und die ersten Tage waren wir recht kurzatmig und hatten leichte Kopfschmerzen.  Auf den Wanderungen, wenn es etwas anstrengend wurde, sind wir richtig ins Schnaufen gekommen. Gestern sind wir von 3800 auf 4600 Metern gewandert - 800 Höhenmeter sind auch in weniger hohen Lagen (vor allem für mich) schon eine Leistung. Ich hätte nicht gedacht, daß ich das überhaupt schaffe, und mehrmals war ich den Tränen nahe und wollte aufgeben. Aber vielleicht haben ja die Cocablätter, die ich gekaut habe, geholfen 😉.

Torsten und ich sind nun (über)mutig geworden und haben uns für Sonntag zu einer viertägigen Bergtour in den Anden angemeldet, die durch den schönsten Teil der peruanischen Anden führt. Unser Host (Herbergsvater) hat meine Bedenken, diese Tour nicht zu schaffen, mit folgenden nicht ganz ernst gemeinten Worten zerstreut: "Wenn du das nicht überlebst,  bist du zumindest auf dem schönsten Platz auf Erden gestorben". 

Ich werde euch auf jeden Fall berichten!

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Antworten (4)

Kai
Schöner Bericht, tolle Fotos. Kein Wunder, daß ihr Schnappatmung bekommt, ihr befindet euch ca. auf dem höchsten Berg Europas! Und das nicht mit einer Seilbahn. Schade, daß ihr an der Feier in Stade nicht dabei seid. Viel Spaß weiterhin und bitte kein Coca schmuggeln 😉 Kai, Meike u. T. Bärbel

Torstenvon wirsinddennmalweg
Hi ihr Lieben, es ist doch immer wieder schön, deine Kommentare zu lesen! Ganz lieben Dank. Wir haben noch sooo viele Cocablätter, die wir gar nicht verbrauchen können oder wir müssen den Rest unserer Reise "berauscht" sein 😉. Ja, mit Stade ist schade, aber wir müssten einen Monat früher nach Hause kommen, um dabei zu sein. Euch allen viel Spass und LG von uns

Karin
Also verlängert ihr nicht ? Freut ihr euch ein wenig auf die Heimat? Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es wäre 1. so lange Weg zu sein und 2. nach so langer Zeit wieder in den "alten" Rhythmus zu kommen. Wir verreisen ja auch ganz gerne ( ab und zu). Aber zurzeit noch lieber kürzer dafür häufiger 😀.

Torstenvon wirsinddennmalweg
Hi Karin, wir hatten ja geplant, bis max. Ende Juli zu reisen, damit wir noch einen Monat haben, bis wir wieder arbeiten müssen. Dabei bleibt es wohl auch. Je näher der Heimkehr-Termin rückt, desdo mehr freuen wir uns. Wie wir den Wiedereinstieg in den Alltag schaffen, wissen wir auch nicht - wird auf jeden Fall nicht leicht werden. An ein Leben als Reisender kann man sich schon gewöhnen 😉. Bis bald und LG Gitti und Torsten