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Roadtrip auf Vancouver Island and Goodbye Canada

Veröffentlicht: 06.07.2023

Unser letzter Eintrag endete mit der Tortur des stundenlangen Wartens auf die Fähre. Belohnt wurden wir dann, zumindest etwas, mit tollen Lichtverhältnissen bei Dämmerung auf das Wasser und die Inseln vor dem Festland. Um halb 11 kamen wir dann in Nanaimo mit SEHR großem Hunger an. Bevor wir uns einen Schlafplatz direkt am Wasser, etwas abgelegen der Innenstadt suchten, fuhren wir also erstmal den nächsten Supermarktparkplatz mit etwas Licht an, um dort Instantnudeln zu "kochen" :D

Die Zeit auf Vancouver Island begannen wir dann am nächsten Morgen mit Frühstück am Strand und verbrachten einen Strandtag in Parksville.
Ein toller Strand, an dem wir bei Ebbe viele Meerestiere wie Muscheln und Krebse sichten konnten und im Wasser schwammen auch ein paar Robben.
Unseren Endpunkt für diesen Tag erreichten wir dann in Qualicum Beach ein paar Kilometer weiter, da wir dort eine Stranddusche vorfanden, die uns nach einem Sonnenuntergangs-Swim, die nötige Erfrischung gab :)
Zum ersten Mal hatten wir hier einen Spot zum Schlafen direkt am Wasser, den wir mit anderen Campern teilten.
Vancouver Island fühlt sich jetzt schon an wie ein wunderbarer Sommerurlaub.

Der Start in den nächsten Tag war wieder wundervoll. Wir hatten perfekten Sonnenschein mit Blick aufs Meer!
Als erstes sind wir zum altbekannten Spot am Qualicum Beach gefahren, um gemütlich in der Sonne zu frühstücken. Danach waren wir auf dem Farmers Market, einem lang ersehnten To-Do von Christina. Beim Flanieren und links und rechts Schauen, ist uns dann ein kleiner Stand mit einem sympathischen Händler von selbstgeformten Ringen aufgefallen. Dort verweilten wir ein paar Minuten und schwupps haben wir beide nun auch ein Andenken an Kanada.
Bevor wir weiterfuhren, tranken wir noch gemütlich ein Käffchen auf dem Markt und dann ging es ab Richtung Campbell River :)
Dort informierten wir uns über Whale-Watching Tours und haben einen Anbieter direkt am Hafen besucht. Was sollen wir sagen, nach kurzem Überlegen haben waren die Plätze dann für den morgigen Tag gebucht. Schlussendlich haben wir uns für eine Bootstour entschieden, die uns 4 Stunden über das Wasser führen sollte, um die unterschiedlichsten Lebewesen der Region zu sehen.
Nach diesem, für uns schon jetzt aufregenden Tagespunkt, sind wir dann für ein bisschen Entspannung nochmal zu einem kleinen hübschen Strand gedüst, dem Miracle Beach. Das hat nach der vielen Autofahrerei an diesem Tag sehr gut getan :)
Abends haben wir einen schönen Platz zwanzig Minuten vor Campbell River im Oyster Bay Shoreline Park gefunden, an dem wir gemütlichen Kochen und den Abend am Wasser mit Balancieren auf Holzstämmen und dem Beobachten eines Kranichs verbringen konnten.

Für die Whale Watching Tour sind wir früh aufgestanden, damit wir um 8:30 am Bootsanleger aufschlugen. Die Tour ging vier Stunden und wurde von zwei netten und kompetenten Guides begleitet. Wir fuhren mit einem Motorboot über das Meer und die beiden bekamen immer wieder Infos von anderen Booten, wo Tiere gesichtet wurden. Und wir hatten Glück - südlich von uns wurde eine Orca-Familie gesichtet und wir konnten aus, wie vorgeschrieben, 200m Entfernung, die Flossen der Tiere beobachten, da wir sie ca. 1 Meile begleitet haben. Die Frau hinter uns hat wirklich ein tolles Foto machen können, welches ihr hier sehen könnt. Am spannendsten war es allerdings, die Wale mit dem Fernglas zu beobachten.
Die Tour führte uns weiter über das Meer, an vielen Inseln vor Vancouver Island vorbei (allein die Bootsfahrt war ein Erlebnis für sich) und wir konnten eine Horde von Seelöwen beim Abchillen und einen Adler beobachten.
Alles in allem war es ein tolles Erlebnis, auch weil wir ein gutes Gefühl bei dem Anbieter und den Leuten vor Ort hatten, die auf das Wohl der Tiere achten.
Ganz schön durchgeschüttelt und vom Winde verweht, traten wir danach den Rückweg Richtung Qualicum Beach an. Dort entschieden wir nach einem Kaffee-Stop, schon heute Richtung Tofino und „wilder“ Pazifik-Küste aufzubrechen.
Wir stoppten in der Mitte beim Sproat Lake (Martin hat diesen Spot bei iOverlander gefunden, da er warme Duschen versprach). Wir sollten nicht enttäuscht werden. Ein wahnsinnig idyllischer Ort (mit Waschhaus und tatsächlich warmen Duschen!!) direkt am Wasser. Wir genossen den Abend beim (wie immer) leckerem Abendessen und Spaziergang am Wasser :)

Was sollen wir sagen - der Spot am Sproat Lake sollte einer unserer Lieblingsplätze der bisherigen Reise werden, wenn nicht DER SPOT. So gut haben wir lang nicht mehr geschlafen und vor Allem so lang. Nachdem wir es um zehn Uhr endlich mal aus den Federn geschafft hatten, haben wir uns zum Frühstücken wieder an den wundervoll gemütlichen See gesetzt Aber wir mussten weiter, denn unser heutiges Ziel ist Tofino, der super beliebte Surferhotspot auf Vancouver Island. Wir sind schon ganz gespannt.
Nach Ankunft im winzig kleinen Ort, sind wir ein bisschen durch die Hauptstraße geschlendert und dann den Tonquin Beach Trail gelaufen. Dieser ist die Top-Empfehlung des Reiseführers, für alle, die zum ersten Mal in Tofino sind. Ja der Trail ist wirklich sehr zu empfehlen. Super tolle Natur, krass gewachsene Bäume und perfekte Strände als Belohnung :)
Da Tofino selbst nicht so der Wahnsinn war, wie beschrieben laut Reiseführer, sind wir nochmal Richtung Süden ins Gegenstück Ucluelet - genannt Uce - gefahren. Ganz klein und weniger touristisch :)
Dort sind wir dann noch spontan in den ersten Teil des Wild Pacific Trail eingestiegen, welcher glücklicherweise ein Rundweg ist.
Auch dieser erste Teil war wirklich wieder ein Naturspektakel. Auch wenn der Trail selbst super langweilig war, aber dafür schön angelegt.
Abends haben wir dann die Nacht etwas außerhalb mit weiteren Campern am Eingang des Lost Forst Trails verbracht :)

Heute hieß es mal wieder „Der frühe Vogel“..und wir starteten mit dem zweiten Teil des Wild Pacific Trails an der Küste von Uce entlang. Dieser verlief wieder an tollen Aussichtspunkten vorbei und ging insgesamt schneller als erwartet (da der Weg alles andere als „wild“ ist). Danach haben wir uns am Cox Bay Beach ein paar Stündchen bei sonnigstem Wetter entspannt. Schwimmen war leider nicht drin, da das Wasser des Pazifiks hier wirklich sehr sehr SEHR kalt ist. Beim Reinlaufen brennen direkt die Füße.
Schon im Laufe des Tages bekamen wir das Gefühl, hier in der Ecke alles Wesentliche gesehen zu haben und so machten wir uns auf den Rückweg (auf Vancouver Island macht man ziemlich viele Wege doppelt, da es wenige Straßen gibt) und hielten an unserem bisherigen Lieblingsspot - Sproat Lake. Diesen hatten wir am Abend ganz für uns - richtig romantisch

Am morgen sind wir wieder wunderbar ausgeschlafen in bereits bekannter Umgebung aufgewacht, um ein letztes Mal am tollen Sproat Lake zu frühstücken.
Danach begann ein sehr kilometerintensive Tag...Kurz nach Fahrtbeginn machten wir Halt im sehr faszinierenden MacMillan Provincial Park, welcher uns schon durch super toll aussehenden Bäume auf dem Hinweg aufgefallen war. Und er hat gehalten, was er verspricht. Noch nie in unserem Leben haben wir solche großen und mächtigen Bäume (Douglasien-Tannen) gesehen. Der Beeindruckendste von allen war der 800 Jahre alte Big Tree in der Mitte des Parks.

Nach diesem tollen Stop ging es dann weiter nach Parksville, um zum Einen Pfand wegzubringen (wir sind einfach zu deutsch - das machen die wenigsten der Canadians) und zum Anderen Mittagspause am bereits bekannten Strand vom Anfang unseres Roadtrips auf Vancouver Island zu machen.
Dann ging es weiter gen Süden, auf der Suche nach einem schönen Spot zum Übernachten. Fündig wurden wir im Bamberton Provincial Park, welcher tatsächlich auch wieder ein Waschhaus mit Outdoor-Dusche hatte.
Einfach perfekt, dachten wir und verbrachten gemütlich den Abend bei gutem Essen.
Allerdings hat es uns jetzt doch auch endlich mal erwischt. Nachdem wir schon zwei Stunden im Auto lagen, klopfte es auf einmal an unserem Fenster und die super freundliche Dame des Park-Security bat uns zu fahren und einen anderen Ort zum Übernachten aufzusuchen. Netterweise gab sie uns sogar noch einige Tipps und entschuldigte sich vielmals ...echt mega lieb diese Frau!
Nach ca. halbstündiger Fahrt durch die Dunkelheit landeten wir dann auf einem Trailparkplatz im West Shawnigan Lake Provincial Park. Grundsätzlich ein super Spot, allerdings war es hier echt super krass dunkel. Christina betete an ihre Blase, da ein nächtliches Pinkeln sicherlich auch zum Kaffeekränzchen mit einem Bär hätte aufrufen können. Aber keine Sorge - es ist alles gut gegangen.

Unser nächstes Ziel war der Juan de Fuca Marine Nationalpark. Von diesem erhoffen wir uns noch etwas tiefer in der Natur bzw. im wilden Regenwald zu wandern und wunderschöne Natur zu bestaunen. Wir haben uns vorab dazu entschieden, am Ende vom Park einen kurzen Trail zum Botanical Beach zu laufen und zudem eine Tagesetappe des Juan Fuca de Marine Trails (insgesamt 47 km) von Miracle Beach zu Brown Beach zu schaffen!
Spontan entschieden wir uns an diesem Morgen für zweiteres, d.h. 16km und ca. 600 hm lagen vor uns.
Mit ordentlich Proviant und dem Bärenspray im Gepäck (etwas mulmig wurde uns zudem, dass es hier neben Bären auch Pumas und Panthers gibt) starteten wir diesen Regenwald-Hike an der Küste entlang. Dieser Regenwald hier ist wirklich wahnsinnig beeindruckend: super dicht bewaldet, buchstäblich schräg wachsende Bäume, der Boden voller Farn - und das alles an der Küste entlang mit tollen Ausblicken aufs Wasser. Nach 2 km erreichten wir den Mystical Beach und nach ca. 3 Stunden hatten wir den Meilenstein Brown Beach bei 8,5 km erreicht. Nach ausgiebiger Pause am Strand stand der Rückweg an, mit eisernem Willen und der Aussicht, am Mystical Beach zu baden und im Wasserfall zu duschen gelang uns das ohne große Probleme. Die Dusche war der absolute Wahnsinn und wir kamen kaputt und glücklich am Auto an.
Wir fanden dann noch einen großartigen Übernachtungsspot nahe der Straße mit Blick auf die Küste und absolut krassem Sternenhimmel in der Nacht.

Trotz wundervollem Spot und unbeschreiblichem Sternenhimmel, war die Nacht leider gar nicht so toll wie erwartet. An diesem wunderbaren Spot lag es definitiv nicht. Vielmehr an unserer Luftmatratze, die pünktlich zu unserem Ende der Übernachtungen im Auto natürlich noch den Geist aufgeben musste.
Nachdem wir dann morgens mit etwas knackenden Rücken und Schultern aufgewacht sind und nach ausgiebigen Dehnen in den Tag starten konnten, fuhren wir direkt zum Botanical Beach Trail. Dort angekommen wurde erstmal genüsslich gefrühstückt und währenddessen konnten wir noch einen toll aussehenden Stellers Jay bewundern. Zwar kein Blue Jay, aber immerhin ein Jay :D
Nachdem wir dann gefühlt 50 Bilder von diesem tollen Geschöpf gemacht hatten, sind wir in den sehr entspannten und anspruchslosen Rundweg eingestiegen. Genau das Richtige, nach diesem Kräfte zehrenden Trail gestern.
Der Rundweg ging wieder durch nicht langweilig werdenden und faszinierend anzuschauenden Wald hinab an den Botanical Bay Beach. Eigentlich wollten wir von diesem Strand aus wieder zurück in den Rundweg Richtung Botanical Beach, aber der Strand stellte sich so unglaublich dar, dass wir - wie fast alle, die mit uns unterwegs waren - einfach weiter am Strand und somit auf den Felsen direkt am Wasser gingen. Hier konnten wir kleine Wasserlöcher mit Muscheln, Krebsen, Seeigeln und diverser anderer Lebewesen bewundern. Vor lauter Staunen sind wir dann auch nach dem Botanical Beach noch weiter am Wasser gelaufen und mussten nach kurzer Nahrungsaufnahme feststellen, dass wir knapp einen Kilometer zu weit gelaufen waren. Zur Verwunderung unsererseits war der an dieser Stelle beschilderte Weg dann auch wieder ein Teil des Juan de Fuca Trail bis zum Rundweg :D
Alles in allem war dieser Botanical Beach Trail auf jeden Fall ein sehr schönes Erlebnis.
Danach sind wir dann mit der Einstellung ein bisschen in der Sonne zu liegen und gegebenenfalls im eiskalten Pazifik baden zu können, zum China Beach gefahren. Leider ging der Plan nicht so richtig auf, da es sehr windig war und wir Mühe hatten überhaupt die Handtücher auf dem Boden zu halten. Noch dazu war die dauerhafte Prise Sand im Gesicht auch nicht so angenehm ;-)
Christina ließ sich vom Liegen am Strand dennoch nicht abbringen und fing an zu lesen. Martin hingegen war es zu ungemütlich, weshalb er einen ausgiebigen Spaziergang machte, sogar mit neuem Plausch einer anderen Reisenden.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann noch bis Langford, um den Abend und die Nacht am Glen Lake zu verbringen. Auf der Fahrt nach Langford konnten wir dann noch ein wolkiges Naturschauspiel betrachten. Denn die Wolkendecke hing sehr tief, sodass wir teilweise über ihr gefahren sind. Auf dem letzten Foto könnt ihr es eventuell ein bisschen erkennen. Aufgrund dessen sind die Strandbilder auch teilweise so neblig, weil auch schon dort der Nebel Einzug gehalten hatte.
So viel dazu - morgen ist schon unser letzter Tag auf Vancouver Island und auch das Ende des Kanadaaufenthalts nähert sich langsam.

Der letzte Tag auf Vancouver Island bricht an. Wir begannen ihn mit einem morgendlichen Swim im See und waren dann enttäuscht, dass die Duschen am See nicht funktionierten, um uns danach abzuduschen.
Das nahmen wir zum Anlass, um im örtlichen Recreation Center (eine Mischung aus Hallenbad, Sauna und Fitnessstudio) inmitten von Schwimmkursen ein paar Stunden zu entspannen und ausgiebig zu duschen.
Nächster Stop: Bottle Depot :D  am Samstag Vormittag treffen wir hier auf Pfandsammler und die Canadians, die zuhause keller- und garangenweise ihr Pfand sammeln, um es dann auf dem Parkplatz stundenlang nach Sorten zu sortieren, um dann 10 Cent pro Kunststoffbehälter wiederzubekommen. Und wir mittendrin mit unseren restlichen 8 Dosen und Flaschen...
Danach war noch Zeit für einen kurzen Kaffeestopp in Sidney und dann ging es auf die Fähre. Die Fährfahrt genossen wir auf dem Sonnendeck und mit tollen Ausblicken auf die Inseln.
Auf dem Festland angekommen, brauchten wir ca. eine Stunde im Stadtverkehr in Vancouver und fuhren durch das wohl krasseste Reichenviertel der Stadt. Martin konnte sich kaum noch auf den Verkehr konzentrieren :D
Wir erreichten den Strand in der Nähe des Hostels, in das wir morgen einchecken werden und verbrachten einen tollen Sommerabend am Spanish Banks Beach mit hunderten Anderer, die den Tag am Strand mit Grillen, Musik, Volleyball etc ausklingen ließen. Mit Blick auf die Skyline und die umliegenden Berge einfach wunderbar!
Die letzte Nacht im Auto auf der komplett unaufgepumpten Matratze war dann so semi :D

Ein vorerst letztes Mal frühstücken mit unserem Campinggeschirr und mit dem vom Gaskocher aufgebrühten Kaffee am Strand trinken, bevor wir den Mietwagen am Flughafen abgeben - alles klappt reibungslos!
Mit der Canada Line ging es ab in die Stadt und da gönnen wir uns zur Feier des Tages erstmal ein zweites Frühstück bei Tim Hortons #bestcoffee
Danach ging es den ganzen Tag an den Strand und wir ließen uns richtig schön brutzeln bei angenehmen 17 Grad :)

Die letzten Tage in Kanada verbrachten wir im HI Canada Hostel am Jericho Beach in Vancouver und sind diese gaaaaaaanz entspannt angegangen. Martin und ich lagen jeweils im 14-er Männer bzw Frauenschlafsaal und grundsätzlich ist das Hostel auch voll okay. Allerdings fühlten wir uns nicht zu 100% wohl, es gibt keinen richtig gemütlichen Aufenthaltsbereich und die Küche sieht meistens aus wie Sau und man muss eine Gasexplosion fürchten, fast alle Herdplatten sind out of order (wie auch die meisten Toiletten und Waschbecken)
Wir haben die Zeit genutzt, um uns etwas über Mexiko zu informieren und mal wieder zu waschen.
Martins Highlight war unter Anderem, abends mit den Leuten aus dem Hostel ein paar Stündchen Beachvolleyball zu spielen. Das hat viel Spaß gemacht und Martin war seitdem im Hostel connected 😉
Downtown machten wir dann endlich am dritten Tag unsicher. Wir schlossen uns einer Free Walking Tour an - wieder sehr aufschlussreich und mit nettem Guide . Nach der Tour sind wir noch auf eigene Faust durch die Stadt gelaufen und haben uns zum ersten Mal Burger in Kanada gegönnt bei A&W. Beim Rundgang durch die Stadt sind wir auch durch die Hastings Street gekommen, die Straße, auf der sich unfassbar viele Drogenabhängige und Obdachlose aufhalten. Die Stadt zwingt sie dazu, sich in bestimmten Teilen der Stadt aufzuhalten, um den „normalen Betrieb“ des restlichen Downtowns nicht zu stören. Einfach erschreckend, diese Kluft zwischen Arm und teilweise wirklich stinkreich hier in Vancouver so direkt zu erleben.
Auf jeden Fall sind wir an diesem Tag unfassbar viel gelaufen :D
Am Tag darauf sind wir erneut in die Stadt gefahren, um entspannt den Farmers Market zu besuchen, Kaffee zu trinken und den English Bay Beach aufzusuchen, um dort unfassbar teures Eis zu essen (4€ für zwei Kugeln) und dann in einem Pub dafür umso günstigeres Bier zu trinken (50% auf Heineken :D)
Zu dem Zeitpunkt hatten wir aber absolut keinen Bock mehr zu laufen, weshalb wir entschieden, am nächsten Tag Räder zu leihen und die restliche Stadt (u.a. den Stanley Park) zu befahren. Das war dahingehend schon super, weil wir richtig gute Räder bekommen haben. Vom Verleih aus sind wir dann Schnurstracks zum Stanley Park und einmal komplett  drum herum (ca. 8km) gedüst. Danach sind wir nochmal in den Park hineingefahren. Es ist schon toll einen solch riesigen und pflanzenreichen Park inmitten einer Metropole wie Vancouver zu haben. Das hat uns sehr gut gefallen und den vorherige Hype um diesen Park, können wir nun auch verstehen. Danach sind wir noch etwas an der wunderschönen Promenade um Downtown, West End und Gastown geradelt.

Wieder am Hostel angekommen, wurden wir schon mit kostenlosen Tacos vor der Eingangstür begrüßt :D…quasi eine kleine Einstimmung auf das Kommende ;-)
Unseren letzten Abend in Kanada verbrachten wir dann am Jericho Beach. Direkt bei unserem Hostel liegt übrigens der Jericho Park, durch den wir jeden Tag gelaufen sind und wir unfassbar viele Tiere gesehen haben. Freihoppelnde Hasen gibt es en mas und wir haben sogar Biber und an unserem letzten Tag einen Uhu gesehen. Wahnsinn!

Am letzten Morgen ging es dann zeitig los Richtung Flughafen, wo wir uns nochmals gebührend von Kanada mit Burger bei Wendys (beste Burger einer Fastfood-Kette) und Kaffee von Tim Hortons verabschiedet haben.
Alles in allem war es eine tolle Zeit, aber wir freuen uns jetzt sehr auf Mexiko bzw Mittelamerika <3

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