die kleine Hexe
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Island Tag 9: heiße Dämpfe und frische Lava

Die Halbinsel südwestlich von Reykjavik bietet sehr viel interessante Geologie: wir beginnen am Geothermalfeld Gunnuhver, wo der Sage nach der böse Geist der alten Gunna mit einem Wollfaden in ein Schlammloch gelockt und somit gebannt wurde. Es raucht und stinkt gehörig, für einen authentischen Eindruck wäre der Schwefelwasserstoff-Geruch wichtiger als ein Video. Letztere hat Susanne gemacht, siehe dort. 

Mehr oder weniger zufällig entdecken wir die kleine Wanderung zum letztes Jahr ausgebrochenen Vulkan Fagradalsfjall. Knapp 150 Höhenmeter geht es nach oben, bis man den an manchen Stellen noch dampfenden Lavastrom erreicht. Er sieht aus wie ein dunkelgrauer Gletscher, darauf zu gehen fühlt sich auch sehr ähnlich an, es knirscht leicht und Spalten gibt es auch - begeistert laufe ich darauf herum. Besonders beeindruckend ist eine ca 5 cm breite Spalte, aus der warmer, geruchsintensiver Dampf aufsteigt, diesmal allerdings kein Schwefelwasserstoff. Die Lava ist teils wild zerklüftet und sehr scharfkantig, teils sieht sie aus wie erkalteter Brei, an Farben finden sich viele verschiedene Rot- Grau- und Grüntöne. Und ich dachte immer, Lava sei schwarz…

https://www.komoot.de/tour/823749908?ref=itd

Das Geothermalfeld Krysuvik verwöhnt uns nochmal mit besonders intensivem Schwefelgestank, blubbernden Schlammlöchern und Pfützen, aus denen heiße Gase aufsteigen, was aussieht, als ob es draufregnen würde.

Unsere Unterkunft liegt einen Fjord nördlich von Reykjavik, es gibt einen Hot Pot im Garten, der so heiß ist, dass wir es nicht allzu lange darin aushalten, obwohl die Aussicht phantastisch ist. Dafür kommt das Wasser der Dusche aus der gleichen heißen Quelle, kalt muss man aktiv dazu mischen, und riecht - passend zum heutigen Tag - intensiv nach Schwefel. 

Island

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