Morgendliche Tour ins Reich der Champa
Für heute hatten wir eine Jeep-Tour nach My Son ins Reich der Champa gebucht. Um 8.30 Uhr ging es los. Die Fahrt dorthin führte uns durch verschiedene Dörfer, in denen wir das...

Veröffentlicht: 05.11.2016

















Unser letzter Tag in Hoi An beginnt mit einem tollen Sonnenaufgang - sie blinzelt direkt in unser Zimmer und wir stehen um 6 Uhr auf - das ist kein Schreibfehler!!!
So früh mit aufgehender Sonne ist es der Hammer hier 😉
Zum Abschluss unseres Hoi An Besuches haben wir eine Ausfahrt über die Dörfer gebucht. Mit Spannung stiegen wir noch einmal in den Jeep und ließen uns von unserem Guide Van das Tages-Programm erklären. Unsere Tour sollte uns in ein typisches Fischerdorf mit Besuch des Fischmarktes sowie Besichtigung der Fischfondherstellung, weiter in ein Töpferdorf und zum Abschluss in ein Kräuter- und Gemüseanbaudorf führen.
Auf dem Fischmarkt angekommen erklärte uns Van, dass die Fischer jeden Abend um 11 aufs Meer rausfahren, um gegen 5 Uhr morgens mit frischem Fisch zurück zu sein. Ihre Frauen warten dann schon am Hafen und beginnen mit dem Verkauf. Bis um 11 Uhr ist alles verkauft, dann ist Mittagszeit in der Familie und am Abend beginnt das Spiel von vorn. Ein wirklich hartes Leben.
Viele vietnamesische Gerichte schmecken so gut, weil sie mit einer speziellen Fischsosse abgeschmeckt sind. Wie diese hergestellt wird, konnten wir uns als Nächstes auf unserer Tour ansehen. In großen hölzernen Bottichen werden z.B. Sardinen mit Meersalz 1:1 angesetzt - wir probieren und sind begeistert - super lecker👍
Weiter geht's zur Wasserkokospalmplantage auf eine Insel. Wir werden von einer sehr freundlichen Familie begrüßt, bekommen Kaffee und Tee und werden zu einer kleinen Bootstour in einem der typischen runden Bambusschalen eingeladen. Eine wunderbar lustige Sache, da wir mit den Schalen ordentlich schunkeln konnten ohne um zu kippen 😉 Unsere beiden "Skipper" zeigten uns, wie aus den Kokospalmblättern Schmuck hergestellt wird - perfekt geschmückt schunkeln wir weiter auf dem Fluss. Ein wenig erinnert die kleine Bootsfahrt an den Spreewald, nur dass die Natur hier XXXL ist. Spaß mit einer kleinen Bootsfahrt haben jedoch alle Menschen, egal wo auf dieser Welt. Wieder an Land angekommen, verabschieden wir uns von unseren beiden "Skippern" und fahren weiter ins Töpferdorf. Wir staunen nicht schlecht, als wir die Gegend erkennen und unserem Guide berichten, dass wir vor zwei Tagen mit dem Fahrrad hierher geradelt sind und uns das Keramikmuseum angeschaut haben. Wir besuchen dennoch noch einmal die Werkstatt der alten Töpferin und erfahren, dass sie 93 Jahre alt ist und die Töpferei nun von der Tochter und der Enkelin weiter betrieben wird. Im Dorf sehen wir auch Brennöfen - sie werden anders gefeuert, als der Freibrandofen in der Kümmelschänke - von vorn, direkt vor den Scherben (Töpfen etc.). Zum Abschied bekommen wir zur Erinnerung an den Ort unsere diesjährigen Sternzeichen nach dem chinesischen Kalender - ich das Pferd und Stefan die Ziege als Wasserpfeife 😉
Auf dem Weg zum letzten Dorf, dem Kräuter- und Gemüseanbaudorf, schauen wir uns noch den Bau eines neuen Tempels an. Zum Tempel gehört ein kleines Kloster, in dem 12 Mönche leben. Klein aber fein.
Das Gemüsedorf ist ein wunderbarer Abschluss - wir werden auch hier super freundlich begrüßt und eingeladen vietnamesisch zu kochen. Doch vorher geht's zur Gartenarbeit aufs Feld, um die Herkunft der Zutaten kennen zu lernen. Das wird nun die nächste lustige Einlage. Zu uns gesellt sich Alberto aus Italien und wir drei werden in Gartenklamotten gesteckt. In die vietnamesische Gartenarbeit eingeführt - graben wir um, düngen mit Gründung, bereiten das Beet vor, pflanzen kleine Setzlinge🌱 und gießen natürlich 😀
Es ist total lustig, wie wir drei hier schuften und ins Schwitzen kommen.
Nach der Arbeit folgt dann das Vergnügen, bei uns in Form eines selbst zubereiteten Essens. Wir zaubern unter Anleitung eine neue Form der Frühlingsrolle - eingewickelt in Lauch, dazwischen leckere Kräuter, Garnelen und Schweinefleisch. Im Anschluss üben wir uns im Omeletteweitwurf nach oben. Das Omelett wickeln wir gemeinsam mit Kräutern in Reispapier und lassen es uns nach einem Dipp in die Fischsauce schmecken. Ein köstliches Mahl, das nach getaner Arbeit von einer Fußmassage gekrönt wird. Wir sind geschafft von den Erlebnissen und freuen uns auf die Pause im Hotel, bevor wir uns mit einer letzten abendlichen Fahrrad-Tour in die Altstadt von Hoi An begeben und von dieser verabschieden.
Morgen früh brechen wir auf nach Dalat - ins Hochland von Vietnam. Laut Reiseführer können wir dort auf Elefanten treffen - bin gespannt 😊
Kerstin
Von meinem iPad gesendet