Thomas in der Welt
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Koh Tao

Koh Tao ist eine tropische Insel im Süden von Thailand. Sehr klein, circa 6 Kilometer von Nord nach Süd, und bekannt für Tauchen. 

Tag 19: Langsam fange ich an zu vergessen, welcher Wochentag ist. 5 Uhr sind wir am Hafen angekommen, habe gut im Bus geschlafen. Es dauert 2 Stunden bis die Fähre abfährt, und dann noch 2 Stunden bis zur Insel. Das Hostel ist eine Empfehlung eines anderen Reisenden, er beschreit es als Stoner Hostel, was auch stimmt. Ist Mittelklasse, aber gut besucht. Der UV Index ist hier zur Mittagszeit 12! Brutal, zumal ich nicht als Sonnenanbeter bekannt bin. Ein Regenschirm kann auch ein guter Sonnenschutz sein. Johanna hat mich im Hostel angesprochen, ob wir zum Strand wollen, Shark Bay. Wasser ist sehr warm, Stand herrlich. Wir schnorcheln ein wenig, man sieht einige bunte Fische. Am Abend war mir echt schlecht und das Abendessen habe ich nicht drinnen behalten.

Tag 20: Ungewöhnlich, aber mir ging es super und ich hatte riesen Hunger. Zum ersten mal Frühstücken gewesen. Habe mir ein Motorrad gemietet, was viel besser als Sascha war. Erste Station June Juea Beach, wunderschön und fast keiner dort. Leider war meine wasserdichte Hülle nicht wasserdicht. Handy hat was abbekommen und hat gesponnen, wollte permanent neu starten und hat nicht mehr reagiert. Leichte Panik, ohne Handy geht hier im Prinzip fast nichts mehr hier. Nach einem halben Tag trocknen hatte es sich beruhigt. Bisschen gelesen und meditiert (Liegemeditation). Nach dem Mittag bin ich zu einem Aussichtspunkt, der aus riesigen Felsen bestand. Der Aufstieg war sehr schwer, teils hatte man nur Seile zum festhalten. Aber die Aussicht war genial. Am Freedom Beach noch mal schwimmen gewesen. Man braucht zwischen den Stopps immer nur ein paar Minuten, so nah ist alles. Zum Sonnenuntergang ging es zu einem weiteren Aussichtspunkt, es gibt auf der kleinen Insel Berge über 300 Meter Höhe. Man kann sich vorstellen welche Steigungen die Straßen haben. Der Nachbar im Hostel wurde beklaut und ist ausgezogen (er hatte seine Sachen aber auch offen auf dem Bett liegen lassen). Auch die Gruppe jugendlicher Deutscher ist weg, etwas nervig die Jungs. Mit Johanna war ich in einer Strandbar was trinken. Bierpong ist international und mein Team hat gewonnen. Die Live Band hat gute Songs gespielt, viel aus den 90ern und 2000ern, deswegen sind wir recht lange dort geblieben. 

Tag 21: Johanna und ich sind früh aus den Federn, die Nacht war kurz und so sahen wir auch aus. Leider wurde unsere gebuchte Schnorchel Tour abgesagt, weil es zu wenig Anmeldungen gab. Zum Glück haben wir im Hostel schnell Ersatz buchen können. Mit dem Boot ging es zu einer Insel im Privatbesitz, Koh Nang Yung. Wieder ein  Aussichtspunkt, der war aber nicht so spektakulär. Schnorcheln fetzt, man sieht so viele bunte Fische, Korallen, Anemonen und vieles anders. Nach dem Mittag auf dem Boot sind wir noch zu 3 anderen Stellen zum schnorcheln gefahren. Ist schon beeindruckend durch diese fremde Welt zu schweben. Farben, Formen, Wahrnehmung ist alles anders. Das Meer knistert merkwürdig, als ob jemand ein Ei in zu viel Öl brät. Das Geräusch des eigenen Atems ist wie Meditation. Am Ende habe ich eine erhabene Schildkröte durch das Meer schweben sehen, mit Begleitfischen, sehr beeindruckend. Am Abend mit Johanna und einer Bekannten von ihr in einer Bar gewesen. Ging aber nicht so lange, waren fertig und Johanna etwas krank (sie war später in einem Krankenhaus in Bangkok und musste eine Woche Antibiotika nehmen, war also was ernsteres).

Tag 22: Habe das Hostel gewechselt, die Hunde in dem ersten Hostel waren zu nervig und aggressiv. Im neuen Hostel ist mehr los, aber ich habe gar keine Zeit dafür. Der erste Tag Tauchschule, alle Mitarbeiter sind Russen. Sind nett, geduldig und freundlich, auch mein Lehrer Efim. Erst ein wenig Einführung und am Nachmittag ging es in den Pool um zu üben. Tauchen mit Ausrüstung ist ungewohnt. Der Körper reagiert anders auf Druck und Tiefe. Am schwersten fällt mir das Schweben. Kleine Unterschiede im Auftrieb, sprich Atmung, lassen ein schnell auf und absteigen. Mein Tauch Buddy ist Tom aus Manchester, der Dritte im Team ist Stephan aus Russland. Jeder hat einen Buddy, zu zweit unter Wasser ist einfach sicherer. War mit ein paar Leuten aus dem Tauchkurs und Tom was essen. Im Hostel waren am Abend zwei sehr junge Mädels, die wohl zum ersten Mal was geraucht hatten. Gott waren die nervig. Ich höre den alten Mann in mir sich beschweren. Allgemein sollte man von Party Hostels Abstand halten. Nur junge Leute die ihre Grenzen nicht kennen, besonders schlimm sind Amerikaner, da die in ihrem Land bis 21 nicht trinken dürfen. Ich mache trotzdem eine paar Lektionen des Online Tauchkurses.

Tag 23: Am Vormittag steht Selbststudium auf dem Plan. Am Nachmittag gibt es die ersten zwei Tauchgänge im Meer. Aufregend, wir üben viele Sachen die man braucht falls es Probleme gibt und wir üben das Bewegen im Meer. Am Nachmittag fängt es an zu regnen, die Wellen sind für mich schon hoch. Nach dem zweiten Tauchgang zum Boot zurück zu schwimmen hat sehr viel Energie gekostet. Tauchen macht aber sehr viel Spaß, auch wenn es schwerer ist als gedacht. Am Abend weiter gelernt.

Tag 24: Am Morgen geht es zu den nächsten zwei Tauchgängen im Meer. Weitere Übungen, wir sind immer zwischen 40 und 50 Minuten unter Wasser und simulieren auch Probleme. Zum Beispiel dreht der Lehrer die Luft ab und man muss über das Notsystem seines Buddys atmen. Oder auch Notauftauchen. Haben aber auch Zeit die Gegend zu erkunden (immer zusammen bleiben) und durch Hindernisse zu tauchen. Beim zweiten Tauchgang war gut Strömung und ich hatte Schwierigkeiten die Position zu halten. Man legt viel Wert auf den Schutz der Umwelt, aber wir Amateure ecken doch das eine oder andere Mal an einer Koralle an. Messerscharf die Dinger, einer hatte einen ordentlichen Cut. Am Nachmittag beende ich die Online Kurse und bestehe meine Prüfung. Darf jetzt offiziell mit Partner bis 18 Meter Tiefe tauchen. Leider gibt es vom tauchen kaum Bilder, wäre zu gefährlich. Ich überlege, was ich mit dem Rest meiner Reise anfangen kann, vielleicht Malaysia oder Phuket? So viele Optionen, das nervt etwas. Kann mich am Ende nicht entscheiden und bleibe einen Tag länger.

Tag 25: Heute ist ein fauler Tag. Kümmere mich um eine Visaverlängerung. Beim zweiten Besuch im Immigration Office habe ich alle nötigen Unterlagen, dann geht es mit der Verlängerung fix. Schreibe am Blog und organisiere und informiere mich was man noch machen kann. Am Abend geht es mit dem Nachboot zum Festland, die Fähre braucht 8 Stunden. Es gibt einen Schlafsaal mit circa 100 Betten. Geräuschkulisse aus Husten, Sprechen und Erbrechen. Es schaukelt die ganze Nacht aber ich kann ganz gut schlafen. Langsam sinkt meine Motivation Leute zu treffen und die Reise zu planen.

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