Thomas in der Welt
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Ao Nang

Tag 26: Die Nachtfähre war schon ein Erlebnis, auf dem oberen Deck befindet sich ein Schlafsaal mit circa 100 Betten. 8 Stunden nur Geschaukel, mir macht es nicht viel aus aber die Geräuschkulisse in der Nacht brauche ich nicht weiter beschreiben. Dann mit dem ersten Van nach Krabi und mit dem nächsten nach Ao Nang. Das Hostel war ein typisches Party Hostel, hatte mich bei der Ankunft von einer Kajaktour überzeugen lassen. Wir sind zu einer Art Wasserwald gefahren und dort ein bisschen gepaddelt, nicht weit. Die Natur war sehr schön, an einer Stelle haben wir gebadet und mit einem Volleyball gespielt. Anschließend ging es zu einem Markt, der recht langweilig war, und dann zum Strand den Sonnenuntergang anschauen. Naja, der Ausflug war okay aber nichts besonders. Am Abend hatte ich mich zu den anders gesetzt, bin dann aber recht zeitig ins Bett, war immerhin seit 5 Uhr auf den Beinen. Und ich hatte auch keine Lust auf Trinkspiele und Pub Crawl. Im Hostel arbeiten fast nur Frauen mit ordentlich Holz vor der Hütten, immer knapp bekleidet.

Tag 27: Ao Nang ist eine sehr kleine Stadt, besteht eigentlich nur aus einer Hauptstraße an der sich Geschäfte, Massagesalons und Bars befinden. Richtig schön finde ich es nicht. Was im Stadtbild auffällt ist, dass es viele Muslime und Inder gibt. Bekannt ist die Stadt hauptsächlich für die Strände. Aber egal, interessiert mich weniger. Also ein Motorrad gemietet und auf zum Dragon Crest Berg. Die Berge hier gehen scheinbar senkrecht nach oben. Der Nationalpark liegt im Regenwald, sehr komische Geräusche dort. Die Frau am Eingang meinte es dauert 2 Stunden nach oben (3,7 Kilometer, 565 Meter Höhe) sie hatte Recht und ich hätte was frühstücken sollen. Und oh Wunder, im Regenwald regnet es. Feuchtwarmes Klima, Sonnenschutz und sehr viel Schweiß sind keine gute Mischung. Oben angekommen war ich kaputt, aber für die Aussicht hat es sich gelohnt. Nach einem ordentlichen Mittag bin ich zum Tiger Cave Temple gefahren. Ich dachte es handelt sich hauptsächlich um einen Höhlentempel, die Höhlen war aber nicht so besonders. Zwei sehr große Eidechsen hatten mir den Weg versperrt aber ein freundlicher Mönch hat sie vertrieben. Es stellte sich heraus, dass der Tempel vor allem für den Berg bekannt ist. Nun gut, war zwar schon wandern, aber los geht es. Es sind 1260 Stufen, die nicht genormt sind. Ich dachte am Vormittag war es brutal, aber das hat es getoppt. So fertig war ich selten, es tropfte der Schweiß ohne Unterbrechung vom Kinn, aber Aufgeben ist keine Option. Die Belohnung war eine herrliche Aussicht und ein toller Sonnenuntergang. Nach einer langen Pause bin ich wieder runter, dort hatte sich ein Rudel Affen versammelt. Ich mag diese Tiere nicht, die sind so unheimlich und ich musste mitten durch die durchlaufen. Die kurzen Stromausfälle nerven in der Gegend.

Tag 28: Am Vorabend hatte ich noch eine Tauchtour gebucht. Früh geht es los, wir sind 3 Anfänger. Mit einem typischen Longboat geht es zu einer kleinen Insel. 2 Tauchgänge von je einer Stunde absolvieren wir. Wieder sehr beeindruckend, Schildkröten, Schlangen, Krabben und vieles anders gibt es zu sehen. Bei dem ersten Rochen, der plötzlich aus dem Sand auftauchte und schnell weg geschwommen ist, habe ich mich höllisch erschrocken. Aber man kann ja nicht einfach weg. Das Nachmittags Nickerchen im neuen Hostel war herrlich, fast keine Gäste dort. Es regnet immer mal, aber meist nur eine Stunde. Bin dann noch zu einem Bergtempel, sah gut aus von unten, aber ich konnte einfach keine Treppen mehr steigen. Am Abend war ich mit einem Mädchen vom Tauchen noch was essen und wir haben uns über verschiedene Reiseziele ausgetauscht, z. B. Khao Sok. Die zwei Jungs aus Pai habe ich durch Zufall im 7 Eleven getroffen. Das sind 24 Stunden Läden die es an jeder Ecke gibt, besser als deutsche Spätis. In der Stadt ist aktuell ein taoistisches Festival und man sieht immer mal kleine Prozessionen als Korsos durch die Stadt ziehen.

Tag 29: Heute ist ein ruhiger Tag, habe starken Muskelkater in den Waden. Bin zu verschiedenen Stränden und habe gelesen. Um zu dem einen Stand zu gelangen musste man den Monkey Trail wandern, wieder diese Affen. Die Gezeiten sind hier am Indischen Ozean sehr stark. Am Abend gab es noch ein Bier mit einem sehr gesprächigen Inder.

Also so richtig warm geworden bin ich mit Ao Nang nicht. Für Strandurlauber, Party- und Sextouris ist es sicher ganz okay. Für Backpacker gibt es wenig zu sehen und zu machen. Es gibt hier sogar Burger King und Mac Donalds. Was hier sehr nervt ist, dass man ständig aller paar Meter angesprochen wir und man die Leute in Bars, Restaurants, "Massagesalons" und Schneidereien zu locken versucht. Es sind schwere Zeiten für die Menschen und man sieht viel Leerstand, aber es nervt halt. Tschüß Ao Nang, so schnell komme ich nicht wieder.

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