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Alamosa - Continental Divide - Durango

Veröffentlicht: 27.08.2019

22.05. / Sonntag / Alamosa-Durango

Um 7.00h sitzen wir beim Frühstück, nachdem wir bemüht waren, wenigstens bis 6.30h im Bett zu bleiben. Der Jet-Lag ist noch immer vorhanden.

Wir treffen in der Lobby beim Frühstück zwei Mädels aus Chemnitz und Dresden, die ähnlich USA-besessen sind, wie wir und tauschen Reiseerlebnisse aus. Irgendwann kommt ein älterer Hotelgast den Gang runter und meinte, er hätte gedacht, eine komplette Schulklasse würde sich in der Lobby unterhalten, oder ob wir ein Frauenclub seien, der einmal im Jahr von den Männern getrennt Urlaub macht und sich hier non-stop unterhält! Wir haben echt vergessen, dass Sonntag ist und es erst 8.00h ist und die Lobby sehr hallt und links und rechts Gänge zu den Zimmern abgehen.

Wir sitzen um 8.30h im Auto und besorgen uns zunächst bei Walmart Salat, Jogurt und Obst und setzen unsere Fahrt auf dem Highway 160 Richtung Westen fort.

Zunächst ist die Landschaft flach. Wir fahren durch ein urzeitliches Seebett, rechts und links und geradeaus sehen wir Hügel, Berge, tw. mit Schnee. Zeitweilig bleibt der Rio Grande neben uns. 

Der Rio Grande

Der Rio Grande kommt aus einer Höhe von 3.600m im dem Rio Grande National Forest. Das Wasser, das er führt ist überwiegend durch die Schneeschmelze entstanden. Da wir hier in der Nähe einer Kontinentalen Wasserscheide sind, teilt sich der Wasserfluß z.T. eben in den Rio Grande auf der Ostseite der Berge und auf der Westseite in den Animas River, Colorado River und letztlich in den Lake Powell.

Die Dörfer, durch die wir kommen, sind kürzer als die Namen, die sie tragen und tw. bestehen sie nur aus Schrotthaufen und leerstehenden Gebäuden. Selbst leerstehende Fast Food-Läden sind hier die Regel. Alles ist menschenleer, nun gut – es ist Sonntag.

Hinter South Fork wird es schöner. Wir befinden uns im Rio Grande National Forest. Die Straße führt rund 1000 Meter bergauf und am Wolf Creek Pass in den San Juan Mountains, die die Heimat des Rio Grande National Forest sind, liegt noch sehr viel Schnee. Wir sind hier 3.300 m hoch. 

Wolf Creek Pass

Wolf Creek Pass 3.300 ü.M.


Dann erreichen wir die Continental Divide, die kontinentale Wasserscheide. 


Der Weg hinauf führt durch typische Berglandschaft oft mit Wäldern, Felsen und bald auch Schnee, kleineren Wasserfällen und blauem Himmel. Wir machen ein paar Fotos und fahren weiter. 

Nun geht es fast 1.000 Höhenmeter hinunter in ein fruchtbares Tal, das sich um den Rio Grande gebildet hat. Hier ist der Fluß ein wilder, reißender Bach, der durch die begonnene Schneeschmelze sehr aufgewühlt ist, dafür aber sicher auch ein gutes Rafting-Revier.

In Pagosa Springs halten wir kurz an. Hier gibt es einige der weltweit heißesten Quellen mit 67°C.

Es riecht zwar ein wenig nach Schwefel, aufgrund der frischen Brise, verteilt sich das aber erträglich. Wir setzen uns hinter dem Visitor Center in die Sonne und ich beobachte einen Kayak-Fahrer, der versucht gegen die Strömung eine Stromschnelle vor uns versucht zu überwinden und mit einigen Eskimo-Rollen ein gutes Fotomotiv bietet.

Pagosa Springs

Etwa 45 Meilen hinter Pagosa Springs erreichen wir Durango.

Unser Hotel liegt zentral, was angesichts von sowieso nur 15.000 Einwohnern keine Kunst ist. Wir holen uns einen Kaffee bei Starbucks und bummeln die Main Street hoch und runter. 

Durango

Durango


Durango

Die Sonne scheint, es sind, wenngleich wir hier wieder 2.400 Meter hoch sind, immer noch über 20 Grad. Endlich ein paar Geschäfte! Ein bißchen Flair einer alten Westernstadt umgibt das Zentrum. Um 17.15h gehen wir zum Early Bird Dinner in ein sehr nettes Restaurant und essen echt lecker. 

Durango


Durch das frühe Essen, sind wir schon früh wieder im Hotel. Mittlerweile hat es ein dickes Gewitter gegeben und es hat kräftig geregnet. 

Hinterher ist es merklich kühler. Wir sitzen mit einer Dose Budweiser und einer Kerze auf dem Balkon unseres Zimmers und betrachten den Abendhimmel. Kalt ist es jetzt um diese Uhrzeit. Aber kein Wunder bei der Höhe.


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