Up Up And Away
Up Up And Away
vakantio.de/up-up-and-away
Zuletzt in บ้านวังสิงห์คำ

Sydney

Veröffentlicht: 21.05.2017

08.05.17 – 12.05.17

Während ich diese Zeilen schreibe befinden wir uns im Outback und haben gerade den Sonnenaufgang an dem Wahrzeichen Australiens verbracht, dem Ayers Rock. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Wir sind nach 3 h Flug wohl behalten in Sydney gelandet. Was uns als erstes auffällt, es ist immer noch angenehm warm trotz dessen, dass die Sonne bereits untergegangen ist. Wir holen unser Gepäck ab und nehmen den Zug zur Central Station. Den Rest des Weges zu unserem Hostel legen wir zu Fuß zurück. Wir sind im Maze Backpackers eingecheckt, dass sich als sehr großes Hostel herausstellt, sich aber in sehr guter Lage befindet. Wir haben ein kleines Zimmer oder eher Kämmerchen mit Doppelstockbett. Wir brauchen mal wieder ein bisschen Abstand zwischen uns :D

Bevor wir schlafen gehen drehen wir noch eine Runde um den Block, um uns eine kleine Übersicht zu verschaffen.

Am nächsten Morgen gehen wir durch verschiedene Viertel Richtung Hafen. Dort können wir die berühmte Oper und Wahrzeichen Sydneys bewundern. Danach geht es über die Harbour Bridge auf die andere Küstenseite. Von der Brücke aus hat man einen ganz guten Überblick über Sydney. Wir fühlen uns wohl durch das viele Grün, das zwischen und auf den Gebäuden wächst. Auch sehen wir viele hübsche Dachterassen und wir fragen uns, was so eine Wohnung mit Blick auf die Oper kostet.

Das Wahrzeichen der Stadt- die Oper


Auf der anderen Seite angekommen schlendern wir durch ein nobles Viertel entlang des Hafenbeckens und lassen uns Salat und Fish and Chips schmecken. Wir nehmen eine Fähre, um zurück auf die Seite der Oper zu gelangen. Dort erwartet uns ein Straßenkünstler, der mich in seine Show mit einbezieht. Claudi schaut derweil zu, wie der Künstler Messer jongliert und auf einem BMX balancierend um mich herum fährt. Nach der Show gehen wir an der Oper vorbei durch die Royal Botanical Gardens und machen dort für einige Minuten auf einer Bank rast. Zurück im Hostel gab es kostenlose Burger und ein paar Runden Pool mit zwei Franzosen bevor wir ins Bett gehen.

Am nächsten Morgen nehmen wir den Bus nach Coogee Beach und wir laufen entlang der Küste zum berühmten Bondi Beach. Tolles Wetter und ein wunderschöner blauer Ozean begleiten uns. Zum Baden ist es uns aber zu kalt. Wir sehen am Bondi Beach einige Surfer auf Wellen reiten, aber für uns geht es wieder mit dem Bus in die Stadt. Während wir so fahren, buche ich einen Fallschirmsprung in Wollongong für den nächsten Tag.


Nach einer Portion Nudeln im Hostel, besichtigen wir eine kostenlose Kunstgalerie, die sich in den Royal Botanical Gardens befindet. Neben australischen und neuseeländischen Künstlern sind auch europäische Größen wie Picasso und Van Gogh vertreten. Auf einigen Gemälden erblicken wir Motive die wir nur all zu gut im Gedächtnis haben, z.B. den Milford Sound. Nachdem wir durch die Galerie gewandert sind, laufen wir zum wenig beleuchteten Mc Chair, wo wir einen schönen Blick auf die beleuchtete Oper und Brücke im Hintergrund genießen. Nach diesen romantischen Augenblicken gehen wir müde ins Hostel zurück.

Oper und Brücke bei Nacht


Der Fallschirmsprung nimmt den ganzen Tag in Anspruch und so stehen wir am Donnerstag um 7 Uhr auf. Mit einem Reisebus werden wir und noch weitere Mutige abgeholt. Claudi begleitet mich, da sie sich das nicht entgehen lassen will. Wir fahren in das 84 km von Sydney entfernte Wollongong und noch bin ich sehr entspannt. Nach 1,5 h kommen wir am Strand von Wollongong an und ich frage mich, wie es dann von oben aussehen wird. Doch zuerst werde ich ein bisschen enttäuscht, da wir an die 30 Leute sind und in 4 Gruppen eingeteilt werden, zieht sich der Tag in die Länge. Mir wird gesagt, dass ich in 2 h springe und nach dem Sprung 2 h warten muss. Mmh na gut, geht jetzt eh nicht mehr anders denke ich mir und setze mich mit Claudi an den Strand um zu warten. Als die Zeit rum ist, wird meiner Gruppe und mir das Sicherheitsgeschirr angelegt und wir bekommen weite Hosen und Fleecepullover. Danach folgt eine kleine Instruktion, wie wir uns kurz vor und nach dem Sprung aus dem Flugzeug und vor der Landung verhalten sollen. Natürlich springen wir nicht allein sondern mit einem professionellem Tandempartner. Meiner heißt Winnie und kommt aus Irland. Während er nochmal meine Ausrüstung checkt sagt er mir das wir auf dem Strand landen werden. Ziemlich cool wie ich finde. :) Dann fahren wir in einen kleinen Shuttle-Bus 20 min vom Strand entfernt zum kleinen Flugplatz. Wir steigen in das gemütliche Propellerflugzeug ein, was gerade so 20 Leute aufnehmen kann und dann geht es ab in die Luft. Ich genieße die herrliche Aussicht über den Kilometer langen Strand und den grün-blauen Ozean. Aufgeregt bin ich nicht, aber ich freue mich innerlich wie ein kleines Kind über den Blick. Uns wird Bescheid gegeben, dass wir unsere Absprunghöhe, 14.000 ft umgerechnet ca. 4200 m, erreicht haben. Der Reihe nach springt einer nach dem anderen und so wie es scheint springe ich als letzter. Da man nicht im Flugzeug stehen kann, schiebt mich Winnie von hinten Richtung Luke. Ich klemme meine Beine unter das Flugzeug und wir springen kopfüber aus dem Flugzeug. So taumeln wir wenige Sekunden und ich weiß nicht mehr wo oben und unten ist. Winnie stabilisiert uns und jetzt heißt es Arme und Beine ausstrecken und Becken nach vorne schieben. Wir sind im freien Fall und es ist einfach nur Wahnsinn. Ich spüre wie mein Grinsen im Gesicht immer breiter wird. Mein Blick streift über den goldenen Sand, die blau-grünen Buchten, den Wolken in der Ferne. Nach knapp einer Minute freiem Fall öffnet Winnie den Fallschirm und wir gleiten langsam nach unten. Ich versuche Claudi von oben ausfindig zu machen, habe aber kein Glück. Mir verbleiben noch ein paar Minuten in der Luft bevor wir auf dem Sandstrand landen. Als wir in einem Stück unten ankommen kommt auch schon Claudi freudestrahlend auf mich zu gelaufen.

Das wird für mich nicht der letzte Sprung gewesen sein.

Zwei Stunden später sitzen wir wieder im Bus nach Sydney. Wir gehen noch ein bisschen in China Town spazieren und dann legen wir uns ins Bett, weil es am nächsten Morgen mit dem Flieger nach Adelaide geht.

Wieder gesund gelandet


Up Up And AwayFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (1)

Renate
Cool das du dich getraut hast und ein sehr schöner Beitrag. : )

Australien
Reiseberichte Australien