Nach Wasser kommt Feuer
Gestern ging es für uns mit einem Jeep und einem Fahrer zum Mount Bromo. Dieser ist einer der bekanntesten und aktivsten Vulkane Indonesiens. Immer wieder gibt es dort kleinere...

Veröffentlicht: 19.10.2025
Heute ging es auf die wohl extremste Tour unserer Reise. Diese war in vielerlei Hinsicht eine Grenzerfahrung.
Um 00.30 Uhr sind wir nach drei Stunden Schlaf aufgestanden, um zusammen mit Guides und einer kleinen Gruppe zum Kawah Ijen zu wandern. Dieser ist ein Krater mit schwefelhaltigem See (der sauerste See der Welt), an dem nachts durch brennende Schwefeldämpfe blaue Flammen entstehen. Minenarbeiter bauen hier von Hand Schwefel ab und transportieren diesen in bis zu 90kg schweren Körben den Berg hinauf. Die Arbeitsbedingungen sind extrem schlecht und es kommt immer wieder zu teilweise tödlichen Unfällen, da der Weg extrem steil und rutschig ist und es regelmäßig zu Gasausbrüchen kommt.
Von dem Ansturm an Touristen waren wir überwältigt. Gemeinsam mit wahrscheinlich tausenden Anderen, die wie es schien teilweise keine Wandererfahrung hatten, ging es erst über einige Kilometer im Entenmarsch steil bergauf und dann mit Gasmaske und Schutzbrille hinab zum Krater. Das haben wir so noch nie erlebt!
Um das blaue Feuer gab es dann ein dichtes Gedränge. Der Anblick des Sees nach Sonnenaufgang war dann aber schon unglaublich schön.
Zurück in unserer Unterkunft angekommen gab es zum Frühstück dann Pommes, Fisch und Pilzsuppe. Etwas anderes gab es hier nicht. Dann ging’s zurück ins Bett.
In jedem Fall war das eine einmalige Erfahrung!
