Bei den Orang-Utans
Gestern Morgen sind wir zusammen mit zwei Guides zu unserem Trek durch den Dschungel aufgebrochen. Nach ungefähr 5 Minuten waren wir beide bereits vollständig durchgeschwitzt,...

Veröffentlicht: 09.10.2025
Wir haben Bukit Lawang hinter uns gelassen und sind heute mit einem Fahrer nach Berastagi aufgebrochen. Auf dem Weg in die Stadt in der Nähe von zwei Vulkanen haben wir viele Einblicke in das Leben hier bekommen.
Zuerst sind wir wirklich lange durch riesige Palmöl-Plantagen gefahren. Wir haben bei der Ernte zugeschaut und unser Guide hat uns viel dazu erklärt. Direkt zu sehen, welchen Einfluss der Anbau von Palmöl hier vor Ort auf die Natur hat, hat uns wirklich betroffen gemacht. Sumatra gehört zu den Regionen mit der höchsten Entwaldungsrate weltweit. Die Umwandlung des Regenwaldes in Plantagen bedroht die hier lebenden, teils endemischen Tierarten. Dazu gehören Sumatra-Orang-Utan, -Tiger, -Nashorn und -Elefant. Auch das Klima nimmt Schaden durch den Anbau von Palmöl. Außerdem ist die Palmölindustrie bekannt für Korruption und schlechte Arbeitsbedingungen. Dennoch entscheiden sich viele lokale Bauern für den Anbau, da es einfach lukrativ ist. Dass Palmöl-Anbau schlecht ist, wussten wir bereits vorher. Die Situation vor Ort zu sehen, hat uns dennoch nachdenklich über unseren eigenen Konsum gemacht.
Weil wir so viele Fragen zum Thema Palmöl gestellt haben, hat unser Guide Imran uns spontan zu seinem Onkel gebracht. Er besitzt eine Palmölplantage. Wir durften uns dort umschauen. Da wir die ersten europäischen Gäste auf der Farm waren, wollte Imbrans Onkel ein paar Fotos mit uns machen, weil es gut für sein Geschäft sei.
Nachdem wir gemeinsam einen Tee getrunken haben ging es weiter Richtung Berastagi. Einen der Vulkane in der Gegend, den Sinabung, konnten wir schon auf dem Weg bestaunen. Zum Schluss haben wir noch einen Stopp auf einem Obstmarkt und bei einem traditionellen Karo-Batak Haus und einer Kirche gemacht.
