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Seitenwind und wilde Wälder

Veröffentlicht: 10.05.2023

Nachdem ich nicht frierend aufgewacht war ( so ne Hütte ist schon toll) gab es, nachdem ich das Motorrad gepackt, und mich Tagesfein gemacht hatte, ein reichhaltiges Frühstück und nen großen leckeren Becher Kaffee. 

Dann der Start. Prag scheint riesig zu sein, die zaghaften und sehr rücksichtsvollen tschechischen Kraftfahrer taten ihr Übriges dazu, das es fast eine Stunde dauerte bis ich endlich raus war aus der Stadt. 

Zunächst ging es über kleine und kleinste Landstraßen weiter, dann entschloss ich mich aber eine Bundesstraße zu nutzen um auch mal ein wenig voranzukommen. Schnurgerade immer Richtung Osten, wenig Ortschaften, aber viel Verkehr und ein ständiger oft Sturmstärke erreichender Seitenwind. Wie langweilig aber auch sehr anstrengend. Aber was ist das, eine Abkürzung. Die Bundesstraße schlägt einen Haken, aber da geht eine direkte Verbindung durch den Wald. 

Aber wie das so ist mit den Abkürzungen, einige Kilometer habe ich gespart. Spaß hatte ich auch. Und Zeit habe ich ja auch reichlich, wollte nur bis zur Dunkelheit gerne wieder auf Teer fahren 😬. 

Zunächst ein gut geschotterter Waldweg, irgendwann wurde das Schotter immer weniger, dann waren nur noch zwei tiefe und verschlammte Fahrspuren übrig die schwere Forstmaschinen in den Waldboden gegraben hatten. Aber es waren nur ein bis zwei Kilometer die sehr anspruchsvoll waren. Der Weg wurde wieder etwas besser und gabelte sich. Das hatte mein Navi aber so nicht auf der Pfanne. 

Ich bin dann vorsichtshalber abgestiegen und habe beide Wege zu Fuß erkundet. Beide endeten schon nach wenigen Metern. 

Shit, einen Abzweig verpasst. Motorrad wenden, Stück zurück, zwei kleine umgewehte Fichten aus dem Weg geräumt und siehe da, der verpasste Abzweig war plötzlich sichtbar. 

Motorrad wenden, hört sich so einfach an. Aber eine voll beladene Fuhre auf einem engen und aufgeweichten Waldweg in die richtige Richtung zu bringen, ist alles andere als einfach. 

Nach einer kurzen Strecke die relativ gut befahrbar war ging es wieder auf die gut ausgebaute Landstraße. 

Nach etwas mehr als 260 km versuchte ich einen Campingplatz zu finden. Keine Chance. Und aufgrund fehlenden Wassers, entschied ich mich gegen wild Campen ( ist hier eh nicht erlaubt )

Ich bezog dann ein Zimmer in einer netten Pension, mit Küchenbenutzung. 

Morgen gehts weiter in die Slowakei  


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