Lima/Peru
29.1.2024 Lima Kurz nach 8.00 Uhr verließ ich das Schiff und fuhr mit dem Schuttlebus aus dem Hafengelände heraus. An der Bushaltestelle boten Taxifahrer ihre Dienste an. Ich...


Veröffentlicht: 31.01.2024
30.1.2024 Lima
Auch heute verließ ich das Schiff wieder kurz nach 8.00 Uhr, nahm aber diesmal einen Shuttle-Bus, der in den Stadtteil Miraflores führte. Die Fahrt durch den mörderischen Verkehr dauerte ca. eine Stunde, dann erreichten wir das Einkaufszentrum Larcomar in Miraflores.
Das Einkaufszentrum ist architektonisch sehr interessant. Es befindet sich unter Straßenniveau und ist direkt in die Küstenfelsen gebaut, wodurch man von vielen Geschäften aus einen tollen Blick aufs Meer hat.
Ich schaute mir die modernen Geschäfte an, die zum Teil auch internationale Nobelmarken anboten. Aber es gab nichts, das meine Kauflust geweckt hätte. Also begab ich mich wieder hinauf auf das Straßenniveau.
Dort sprach mich der Taxifahrer Henrry (mit zwei "r") an und ich sagte ihm mein gewünschtes Fahrziel. Dann fuhren los zur Küste von Magdalena del Mar, einem Stadtteil, den wir schon mit dem Bus passiert hatten. Wir entdeckten mein Ziel und fuhren auf den Strand.
Dort stand ein Pavillon, in dem junge Leute Flüge mit ihren beiden Paratrikes anboten. Diese Fluggeräte sind etwas professioneller als das Paraplane, mit dem ich so vergnügt über Fortaleza unterwegs gewesen war: Sie verfügen über ein Fahrgestell mit drei Rädern. Den Zeitpunkt hatten wir gut getroffen, ich konnte gleich starten. Auch hier war der Pilot hinter mir, ich wurde im Sitz vor ihm festgeschnallt.
Und los ging es. Schon nach wenigen Metern auf dem Strand war das Paratrike in der Luft. Wir flogen die Küste entlang und konnten auf den Hochhäusern der angrenzenden Stadtteile so manchen Swimmingpool entdecken. An einem Leuchtturm kehrten wir um. Die ganze Zeit filmte ich mich mit einer Action-Cam an einem Stab. Diese Apparatur hatte man mir vor dem Start in die Hand gedrückt.
Ich vermute, die Piloten machen sich einen Spaß daraus, diese Filme anzusehen. Vermutlich finden sie es witzig, wenn sich bei den Passagieren Panik zeigt. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass der Pilot das Paratrike plötzlich heftig hin- und herpendeln ließ, wilde Kurven flog und im Tiefflug über die Wellen schoß. Mein Video wird ihn enttäuschen, denn statt Angst hatte ich Spaß an der Sache. Wir landeten sicher und ich fuhr mit Henrry in bester Stimmung zum Einkaufszentrum zurück. Auf dem Weg erzählte ich ihm, dass ich gerne eine peruanische Spezialität probieren würde: Meerschweinchen. Henrry rief gleich einen Freund und Restaurantbetreiber an und machte meinen Besuch für 14.00 Uhr klar. Nach einem kleinen Umweg zum "Inca Market", den ich unbedingt sehen müsse, trennten wir uns vorerst beim Einkaufszentrum.
Ich nutzte die Zeit für einen Besuch des J.F.Kennedy-Parks. Dort lungerten verdächtig viele Katzen herum. Ein Schild erklärte den Grund: Dort dürfen offiziell Katzen verpflegt werden. Nett.
Zur vereinbarten Zeit traf ich Henrry wieder und wir fuhren zum Restaurant und ich bekam einen Pisco Sour und das vorbestellte Meerschweinchen. Dessen Haut war schön knusprig, aber ansonsten bestand es aus mehr Knochen als Fleisch. Es schmeckte in etwa wie Hühnchen. Trotzdem eine interessante Erfahrung.
Danach war ich bereit für die Rückfahrt mit Taxi und Shuttle-Bus zum Schiff. Etwas nach 16.00 Uhr konnte ich mich dann von meinem Abenteuer erholen. Einen ins Auge gefassten Besuch der angeblich sehenswerten "Magic Light Show" ließ ich ausfallen.
