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Höhlenexkursion und Wandern in der Sächsischen Schweiz

Veröffentlicht: 18.06.2025

Im September sollte Gary dann mal wieder ein paar Tage Urlaub mit uns machen. Höhlenexkursion und Wandern in der Sächsischen Schweiz standen auf dem Plan. Sebb hatte die Höhlenexkursion als Gutschein zum 40sten von seinen Eltern bekommen und da sich der Ausflug für nur einen Tag nicht lohnte, beschlossen wir einfach noch ein oder zwei Tage Wandern mit anzuschließen. Im Sommer 2022 hatte es im Nationalpark einen großen Waldbrand gegeben, wobei mit „Wald“ alles gemeint wurde wo Bäume standen. Obwohl der Nationalpark seit 1990 geschützt blieb, bestand er immer noch – wie auch der Harz – überwiegend aus >ehemaligem< Forst, also Kiefer- und Fichtenmonokultur, die seit Jahrhunderten für den Bergbau hier in Engpflanzung gesetzt wurden. Nun konnte sich der Forst langsam wieder in einen Wald verwandeln. Nach einem Feuer jedoch änderte sich die Lage dramatisch, die Altbäume waren weg und jetzt sollte dort ein zweijähriger „echter Wald“ stehen. Vielleicht. Wir wollten es sehen.

Es waren einen paar Tage mit jeder Menge Wandern. Von Waldbrand haben wir jedoch nichts gesehen. Dafür gab es je nach Abschnitt des Weges etwas anderes. 
Entlang des Amselbaches deutete sich schon an, dass wir nicht die einzigen waren, aber auf der Strecke verlief es sich ganz gut, nur am Amselfall stauten sich die Schaulustigen an der Amselfallbaude, die in einem Dornröschenschlaf auf ihre Restaurierung wartete.
Beim Aufstieg entlang der Schwedenlöcher jedoch strömten dann alle Menschen durch die enge Klamm, jeder wollte das perfekte Foto, blieb stehen und die nächsten schoben nach. Auf der Bastei war es dann wie auf dem Jahrmarkt. Massen von Menschen schoben sich Richtung Basteibrücke und Aussichtsplattform. Die Felsenfestung war voller Leute, die das schöne Wetter im Herbst noch einmal nutzen wollten. Auch wir schoben uns durch das Gedränge.

Erst bei unserem Rückweg über den Amselsee, vorbei an Felsen die so schöne Namen tragen wie Honigstein, Bienenkorb, Talwächter oder Lokomotive, als wir uns also praktisch durch das Waldesdickicht schlängelten, wurde es so, wie wir wandern eigentlich kennen; wesentlich ruhiger und ein bisschen einsamer.

Gary brachte uns ohne Murren hin und zurück, er schaffte auf der Autobahn auch gut 100 km/h, zumindest auf gerader Strecke, aber dafür ohne heiß zu laufen oder übermäßig zu klappern. Leise war er natürlich nicht, Ines musste das Radio ganz schön aufdrehen und wenn wir uns unterhielten, dann immer mit etwas Nachdruck in der Stimme, um den Motor zu übertönen.

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