Carantec
Kilometerstand: 158714 Heute machten wir nur eine Zwischenstation Richtung Brest. In Carantec gab


Veröffentlicht: 04.08.2026
Kilometerstand: 158784
Als wir in Brest ankamen, war der Plan für den Tag kurz und klar. Wir wollten Karten für das Océanopolis für den folgenden Tag kaufen und dann ins Château.
Ines hatte einen Parklatz am Yachthafen ausgesucht und eine Buslinie, die uns später zum Château bringen sollte.
Als wir die Karten für das lebendige Meeresmuseum besorgt hatten stiegen wir, wie geplant, in den Bus der ligne bleue. Nach wenigen Minuten setzte sich ein junger Mann mit großer Spiegelreflexkamera zu uns und fragte wo wir herkämen. Vielleicht hatten uns unsere Hüte als Touris verraten. Er erklärte, dass er für eine Zeitung arbeite, aus Paris komme und gerne ein Interview zum Thema Tourismus in Brest mit uns machen wollte. Wir hatten Zeit und Lust und so kamen wir ins Gespräch. Wir erfuhren, dass die Buslinie „La Ligne Bleue“ eine neue Erfindung war, nur im Sommer fuhr und wie eine Stadtrundfahrt ohne Kommentare funktionierte. Die Haltestellen waren einfach entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt geplant worden und man fuhr mit offenen Doppeldeckerbussen. Er machte noch ein Foto von uns und am Ende gaben wir ihm die Internetadresse unseres Reiseblogs und versprachen, dass wir auf jeden Fall etwas über unseren Aufenthalt in der Stadt schreiben würden. (Was genau hier geschieht. 😄)
An unserer Haltestelle stiegen wir direkt vor dem Château aus. Bevor wir jedoch in das dort befindliche Marinemuseum gingen, fingen wir noch die Eindrücke von zwei weiteren Sehenswürdigkeiten dort ein. Die Pont de Recouvrance und der Tour Tanguy waren von hier oben sehr gut zu sehen.
Die Brücke war das wesentlich größere Bauwerk der beiden, stammte aus dem Jahre 1954, war eine der größten Hubbrücken Europas und ein Wahrzeichen der Stadt, verband sie ja die zwei Teile der durch den Fluss Penfeld getrennten Metropole.
Der Turm aus dem 14. Jahrhundert nahm sich dagegen etwas kleiner aus. Er hatte einst als Wachturm über den Hafen gedient und beherbergte heute das Museum zur Stadtgeschichte.
Nachdem wir Fotos gemacht hatten ging es dann endlich in die Burg und damit ins Musée national de la Marine. Als Ines am Eingang fragte, ob man die Burg auch besichtigen könne, ohne ins Museum zu gehen, wurde sie leider enttäuscht. Das Museum erstreckte sich fast über das ganze Gelände der Burg und war in den einzelnen Türmen und Bastionen voll integriert. Zähneknirschend erklärte sie sich also bereit mit in das Museum zu kommen. Igitt!
Nachdem wir uns über die Geschichte der Schifffahrt um Brest und um die ganze Welt informiert hatten, machten wir eine kleine Pause in einem Hafencafé und fuhren dann mit der ligne bleue wieder zurück zu Gary.
Heute Abend wollten wir endlich einmal wieder einheimische Küche genießen und nicht selbst kochen. Am Yachthafen gab es eine ganze Reihe Restaurants, aber da Montag war, blieben die meisten geschlossen. Die einzige Lokalität in die wir einkehren konnten, war eine Bar die neben Getränken eine kleine Auswahl an Frites, Muscheln und Fisch anbot. Wir wurden satt und kehrten erst gegen 22.00 Uhr zu Gary zurück.
