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In einem Land vor unserer Zeit… Dino-Spuren in Torotoro

Erst mal machen wir Halt in Cochabamba, einer modernen, aber auch etwas nichtssagenden Stadt. Trotzdem lässt es sich kulinarisch hier ganz gut aushalten. Nach einer Nacht geht es dann aber direkt weiter nach Torotoro, das uns wärmstens empfohlen wurde. 

Welcome to Cochabamba

Am nächsten Tag geht es dann nach einem guten Frühstück direkt mit dem Minivan einige Stunden über eine erstaunlich gute Straße nach Torotoro. Die letzte halbe Stunde ist etwas holprig, während wir immer weiter hoch fahren. Es bietet sich eine fantastische Sicht über unwirklich rote Landschaften, die sich immer wieder ähnlich den Rainbow-Mountains mit anderen Mineralien abwechseln.

In Torotoro ist man wahnsinnig stolz auf die in der Umgebung gefundenen Dinosaurier-Spuren und das zeigen sie auch überall: ein 3D-T-Rex an der Fassade des Rathauses, Dinosaurier als Dekoration diverser anderer Gebäude und Parks, Dino-Spuren an Hauswänden,…

Rathaus von Torotoro

Natürlich wollen wir die echten Spuren auch sehen und begeben uns auf die Suche nach Touranbietern, die aber leider alle schon geschlossen haben. In einem Restaurant treffen wir endlich auf andere Traveller, die in der Nebensaison echt rar sind. Mit ihnen verabreden wir uns für den nächsten Tag am Guide-Stützpunkt.


Neben Julien und Kevin aus Frankreich gesellen sich noch Piotr und Izabella aus Polen zu unserer Gruppe, mit denen wir uns wirklich sehr gut verstehen. Wir lenken uns also alle mit ununterbrochenen Gesprächen davon ab, dass das Wetter immer schlechter wird und das Auto auf der schlammigen Straße immer wieder ausbricht. Während mehrere Fahrzeuge auf der schmalen unbefestigten Straße stecken bleiben, schlingern wir uns gefährlich um die Ecken und sind heilfroh, als wir am Parkplatz des Ausgangspunkts ankommen.

Unsere Crew

Es geht auf einer ca. 2h Tour durch die bizarren Gesteinsformationen, Höhlen und Canyons der Ciudad de Ita. Wir sehen Felsen in Form von Elefanten, Schildkröten und Fischen, entdecken sehr alte Höhlenmalereien, die kleinen Hasen-ähnlichen Biscachas und klettern auf Aussichtspunkte. Leider ist es heute sehr neblig und regnerisch, doch die Landschaft hier ist trotzdem wunderschön.

Ciudad de Ita

Nach dem Mittagessen geht es mit Helm und Stirnlampe ausgerüstet auf eine Tour durch die schmalen Tropfsteinhöhlen der Region. Und mit schmal meinen wir wirklich schmal! Teilweise können wir nur auf dem Bauch durch die Felsspalten robben oder steile Stücke halb rutschend, halb kletternd bewältigen. Schließlich kommen wir an einem unterirdischen Wasserfall an, in dessen Becken sich kleine Fische befinden, die sich seit der Dinosaurier-Zeit dort entwickelt haben. Dies ist nach 118 Metern Abstieg der tiefste Punkt der heutigen Tour. Wir klettern also alles wieder hoch und sind froh, dass wir nicht unter Klaustrophobie leiden…

Kletterpartie

Abends genießen wir französische Küche mit richtigem Käse und sprechen mit Julien und Kevin über unser Lieblingsthema, das Reisen.

Am nächsten Tag begeben wir uns alleine mit dem Guide von gestern auf eine neue Tour, um die Fußstapfen diverser Dinosaurier mit eigenen Augen zu sehen und den nahegelegenen Canyon zu bestaunen.

Durch den speziellen matschig-klebrigen Untergrund, der hier zu Urzeiten herrschte, konnten die Spuren der Dinosaurier besonders gut konserviert werden. Tatsächlich ist es sehr beeindruckend sich vorzustellen, dass riesige Langhals-Dinos (Sauropoden) Raptoren (Teropoden) und einige andere (Ornitopoden und Ankilosauren) hier wirklich entlanggelaufen sind.

Dinosaurier-Mama mit ihrem Kind

Dann geht es weiter zum Viewpoint über den 400-500m tiefen Canyon und schließlich über mehr als 600 Stufen in den Canyon hinein. Inzwischen ist es ziemlich heiß geworden und wir sind happy als wir den Fluss im Tal erreichen und an einem schönen Wasserfall baden können. Außer uns und dem Guide sind wir allein und genießen die Sonne, das Plätschern des Wassers und das Gezwitscher der Vögel. Ein bisschen fühlen wir uns wie im Film Avatar, umgeben von dieser wunderschönen, friedlichen Natur.

Baden im Land von Avatar

Es wird aber Zeit, den Rückweg über die anstrengenden und steilen Stufen anzutreten, denn wir wollen heute noch mit dem Minibus zurück nach Cochabamba und von dort aus in den Nachtbus nach Sucre steigen. Alles ein bisschen kompliziert, aber der direkte Weg nach Sucre dauert wegen der schlechten Straßenbedingungen ewig und ist sehr teuer, da er nur von Allradwagen befahren werden darf. Also verbringen wir heute eben wieder viele Stunden in Fahrzeugen auf dem Weg in die echte Hauptstadt Boliviens: ab nach Sucre!

Bolivien

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