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Der Norden Thailands - Lampang

Veröffentlicht: 09.01.2018

Mit ca. einer Stunde Verspätung erreichten wir um 5:30 Uhr morgens Lampang, was bedeutete eine Stunde länger schlafen! Vom Busterminal aus sind wir, in der Hoffnung dort erst einmal unsere Rucksäcke in einem Schließfach deponieren zu können, zunächst zum Bahnhof gelaufen (ca 30 min). Als es dort keine gab sind wir weiter zur Touri Info (auch 30 min), die aber, um diese Uhrzeit (inzwischen war es etwa 7 Uhr) und sowieso am Wochenende, leider zu hatte. Nach dem langen Fußmarsch mit den schweren Rucksäcken und dem wenigen Schlaf im Bus setzten wir uns erschöpft, verschwitzt und klebrig auf ein Bänkchen. Auf einmal kam ein freundlicher Mönch vorbei und schenkte uns sein eben erstandenes Frühstück inklusive warmem Tee, Eiweiß-Drink und frittiertem Gebäck. Das war wirklich ein super Moment und eine überwältigende und überraschende Fügung des Schicksals!

Mit neuer Energie gingen wir weiter auf die Suche nach einem inzwischen geöffneten Hostel für die nächste Nacht. Und wurden bei einem super schönen Guesthouse (The Riverside Guesthouse) fündig. > an dieser Stelle sei einmal kurz gesagt, dass man doch nicht zuuu spontan sein und zumindest einen Tag früher sein Hostel online reservieren sollte...<

Ohne Rucksäcke machten wir uns dann auf den Weg schonmal die Tempel und die schönen Holzhäuser im Lanna (=thailändischen) Stil (z.B. Ban Saonak) in der näheren Umgebung anzuschauen und am Flussufer ein kurzes Frühstück zu improvisieren.

Typisch für Lampang sind übrigens die einspännigen Pferdekutschen, die hier die Tuktuks ergänzen.

Gegen Mittag konnten wir dann im Guesthouse einchecken und endlich wieder duschen. Danach war nicht mehr viel mehr drin als auf der schönen Terrasse am Flussufer zu sitzen und bei kühlen Getränken die Seele baumeln zu lassen. Und sich die erste Thai-Massage (Fußmassage) auf dieser Reise zu gönnen! Eine Stunde für ca 4€ p.P. und wir beschweren uns immer, dass wir Physios zu wenig verdienen...!

Abends schlenderten wir noch über den schönen Nachtmarkt, wo u.a. Kinder (womöglich aus der örtlichen Musikschule) unkoordiniert „zusammen spielten“. 


Am nächsten Tag leihten wir uns einen Roller aus um zum ca 60 km entfernten „Unseen Temple“ Wat Chaloem Phra Kiat Phrachomklao Rachanusorn zu kommen. Der Weg dorthin lohnt sich, denn eine solche Tempelanlage hat man wirklich noch nicht gesehen. Auf dem Weg ist uns leider der Hauptständer nach einer heftigen Bodenwelle runter gefallen, aber wir haben ihn fachmännisch mit Tinas Haargummis wieder angebracht. Außerdem näherte sich der wohl doch nicht ganz volle Tank schneller seinem Ende als wir dachten, aber mit dem Reservetank erreichten wir noch die nächste Tankstelle. Ab da war es nicht mehr weit zur Basisstation des Tempels, von wo aus uns ein Jeep die steilen Straßen bis 1km vor den Tempel brachte. Der Rest war Fußmarsch, aber gut zu bewältigen. Der Eintritt in den Nationalpark und  der Transport kostete, wenn wir das richtig gesehen haben, für Touristen zwar das 10-fache als für die Thais, aber es waren trotzdem nur ca 8€ und die lohnen sich wie bereits erwähnt ;) Denn oben angekommen eröffnete sich uns eine fantastische Aussicht mit den weißen Pagoden der Tempelanlage auf den rauen Felsen der Berge des Nationalparks! Außerdem strahlt dieser Ort eine wunderbare Ruhe aus, wo man im Schatten der Bambusbäume gerne ein bisschen verweilt. Da dieser Tempel in keinem uns bekannten Reiseführer genannt wird, ist man endlich auch mal nicht von hunderten Touristen umgeben. Die Ruhe hat nur ein Ende wenn man, wie wir, jede Glocke und jeden Gong, den man auf dem Gelände der Tempelanlage findet 3x schlägt - das soll Glück bringen :) und das brauchen wir, seit leider bekannt wurde, dass Tinas Kreditkarte gehackt wurde... auch Tinas Turnschuhe haben den Aufstieg, den Thais mit Flipflops gehen, nicht überlebt...

Auf der Rückfahrt besichtigten wir noch zwei weitere Tempel auf dem Weg nach Lampang, um dort unser Gepäck aus dem Guesthouse zu holen. Dort angekommen genossen wir noch einen kleinen Snack und kühle Cocktails auf der schönen Uferterrasse (ja, es war auch Eis dabei, Papa, aber diese Bar war wirklich vertrauenswürdig ;). In Ermangelung eines schnellen Taxis in der Rushhour liefen wir in einem 40-minütigen Gewaltmarsch zum Bahnhof, wo wir den letzten Zug nach Chiang Mai erwischen wollten. Mit dem einfahrenden Zug lösten wir unser super günstiges Ticket (1,30€ für 2 Stunden Fahrt) für die erste Klasse und rannten in den wider Erwarten pünktlichen Zug.

In Chiang Mai begrüßten uns wieder touristisch aufdringliche Tuktuk-Fahrer und wir entschieden uns lieber zu laufen (ca. 30 min zu unserem Hotel). > holt euch lieber wirklich ein Tuktuk oder Taxi, das kostet in Thailand echt fast nichts und spart viele Nerven...< In der Eingangshalle des sehr gepflegt wirkenden Hotels begrüßte uns erst mal eine Kakerlake und der Rezeptionist zockte uns ein bisschen ab, aber uns war schließlich alles egal. Frisch geduscht sah die Welt schon wieder anders aus. Leider fiel uns dann sident heiß ein, dass wir unsere einzig warmen Jeans, die wir in der folgenden Reisezeit teilweise noch brauchen werden, im Roller unter dem Sitz bei der Abgabe vergessen hatten... zum Glück war die Besitzerin unseres vorigen Hostels nach einigen Verständigungsschwierigkeiten dazu bereit uns die Hosen in die nächste Unterkunft zu schicken. Um die Ecke bekamen wir noch ein leckeres Essen und sehr nette Gespräche mit ein paar Locals, die den Abend zu einem schönen Abschluss brachten.


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