Ich bin auf dem Jakobswegs! Nach einer überraschend komplizierten Anreise ab Barcelona ging es im französischen Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen los. Am ersten Tag hieß es gleich bergauf und bergab und das stolze 26km lang. Ein entspannter Einstieg also, oder so ähnlich...
Nach weiteren Etappen habe ich einen Zwischenstopp für zwei Nächte in Pamplona gemacht und bin nur auf dem Weg in Richtung Westen. Ich habe nun also etwa die ersten 100km geschafft, bleiben also nur noch 787km. Worauf habe ich mich da nur eingelassen...
Hier ein Einblick in den tagtäglichen Rhythmus eines Pilgers: es geht früh los, wirklich früh. Dann wird gelaufen und gelaufen und gelaufen. Die Landschaft verändert sich, man passiert pittoreske Altstädte, blickt über Felder und von Bergkappen in Täler. Es ist anstrengend aber auch einfach schön. Zwischendurch begegnet man anderen Pilgern und grüßt sich mit dem typischen "Buen Camino!"
Angekommen am Zielort heißt es einchecken in der heutin Herberge und das eigene Bett im Schlafsaal finden. Danach duschen, Wäsche waschen (die muss ja noch trocknen) und dann endlich ausruhen, hinlegen, Füße entspannen bevor es abends ein wirklich gutes mehrtägigen Pilermenü gibt inkl. Rotwein.
Auch wenn es öfter mal Momente gibt, in denen man alleine ist, trifft man immer wieder Leute, oft die gleichen, die ein ähnliches Tempo haben. Man quatscht beim Dinner und macht um den Aufstieg auf den nächsten Berg zu vereinfachen.
I’m on the Camino de Santiago! After a surprisingly complicated journey from Barcelona, I finally started in the French town of Saint‑Jean‑Pied‑de‑Port in the Pyrenees. On the very first day it was straight uphill and downhill — for a proud 26 km. A relaxed start… or something like that.
After a few more stages I took a two‑night break in Pamplona and now I’m simply continuing westward. So far I’ve covered the first 100 km, which means only 787 km to go. What have I gotten myself into…
Here’s a glimpse into the daily rhythm of a pilgrim: you start early — really early. Then you walk, and walk, and walk. The landscape shifts, you pass picturesque old towns, look out over fields, and gaze from mountaintops into valleys. It’s exhausting, but also incredibly beautiful. Along the way you meet other pilgrims and greet each other with the typical “Buen Camino!”
Once you reach your destination for the day, it’s time to check into the hostel and find your bed in the dorm. Then comes a shower, laundry (it still needs time to dry), and finally resting — lying down, relaxing your feet — before enjoying a truly good multi‑course pilgrim dinner, including red wine.
Even though there are plenty of moments when you’re on your own, you keep meeting people — often the same ones — who walk at a similar pace. You chat over dinner and team up to make the next climb a little easier.