Ein paar Neuigkeiten
Es hat sich viel ergeben die letzten Tage aber auf Grund des schlechten Internets könnte ich nie Fotos hochladen, hoffentlich reicht das Starbucks Internet jetzt dafür!

Veröffentlicht: 25.10.2016
Jetzt sind schon wieder zwei Wochen um und es hat sich eine Menge ergeben..
Zunächst zu meinem neuen zuhause, für balinesische Standards ist das kleine Haus sehr gut ausgestattet. Wir haben unser eigenes Wohnzimmer, eine komplette Küche, Schlafzimmer und Bad allerdings nur mit kalter Dusche (kein Problem, da man hier sowieso nur am Schwitzen ist, ist man dankbar für jede Abkühlung). Ein besonderes Highlight ist in unserem Haus neben den Ventilatoren, ist unsere Klimaanlage (Klimaanlagen sind hier in den Häusern keines Falls selbstverständlich).
Mit wir meine ich übrigens meine Mitbewohnerin Irizelle aus Kanada, die leider aber nur noch 1 Woche hier bleiben wird. Was sehr traurig ist weil man sich gerade so richtig kennen gelernt hat aber ich werde sie auf alle Fälle in Kanada besuchen kommen.
Angeblich sollen dann, Anfang November, zwei neue Volunteere aus den Niederlanden bei mir einziehen.
Nun zu meinem Alltag.
Ich werde euch jetzt einfach mal meinen Wochenplan auflisten:
Montag: 8.30 Uhr - 10.00 Uhr: Worship
10.00 Uhr - 11.00 Uhr: Meeting Denpasar Kids
13.00 Uhr - 13.30 Uhr: Lunch
14.30 Uhr - 16.00 Uhr: Denpasar Kids
18.00 Uhr - 18.30 Uhr: Dinner
Dienstag: 13.00 Uhr - 13.30 Uhr: Lunch
14:30 Uhr - 15:00 Uhr: Meeting Puta Pintrar
15.00 Uhr - 17.00 Uhr: Puta Pintrar
18.00 Uhr - 18:30 Uhr: Dinner
Mittwoch: 10.00 Uhr - 11.00 Uhr: Meeting Denpasar Kids
13.00 Uhr - 13.30 Uhr: Lunch
14.30 Uhr - 16.00 Uhr: Denpasar Kids
18.00 Uhr - 18.30 Uhr: Dinner
Donnerstag: 8:30 Uhr - 10:00 Uhr Teachinglesson
Rest of the day is OFF
Freitag: 13:00 Uhr - 13:30 Uhr: Lunch
14:30 Uhr - 16:00 Uhr: Banoa Kids
18:00 Uhr - 18:30 Uhr: Dinner
Samstag: DAY OFF
Sonntag: DAY OFF
Wie ihr seht ist also nicht all zu viel zu machen aber trotzdem ist genug Arbeit vorhanden, so dass einem nicht langweilig wird! Da man oft auch den Unterricht vorbereiten muss. Zu dem kommt noch das sogenannte " Work Blessing" hinzu, dass heißt nichts anderes als normale Hausarbeit für die jeder mal zuständig ist in der Organisation. Vom Essen vorbereiten bis hin zum Sauber machen der Räume ist alles mit dabei. Man ist zweimal die Woche mit einem der Dienste dran der meistens nicht über 1-1,5 h dauert.
Nur damit ihr es wisst es ist keine Pflicht zum Essen dort zu erscheinen aber es ist kostenlos für alle Mitarbeiter. Und schmeckt zu dem auch noch sehr gut, wobei die Grundlage so gut wie jeden Tag Reis ist aber die Beilagen (Fisch, Gemüse, Fleisch) ändern sich täglich. Frühstück essen wir eigentlich immer in unserem Haus, die meisten Lebensmittel bekommen wir von der Küche der Organisation gestellt (Müsli, Milch, Brot, Aufstrich etc.).
Eine kleine Erläuterung zu meinem Nachmittagsprogramm:
Denpasar Kids ist eine kleine Nachmittagsschule, die die Organisation gegründet hat. Es sind nur drei Klassen mit Kindern in dem Alter von 3-5 Jahren, 6-10 Jahren und 10- 14 Jahren. Wie der Name schon verrät befindet sich das Ganze in Denpasar, der Hauptstadt Balis (ca. 45 Min. mit dem Roller von Jimbaran entfernt), jedoch in einem sehr armen muslimischen Viertel in dem sich kaum einer Bildung leisten kann.. Um so lernfreudiger sind dort alle Kinder die zu uns kommen. Alles dort ist natürlich kostenlos. Zunächst spielen wir bis 15 Uhr mit allen Kindern zusammen und singen ein paar Lieder dann geht jeder in seine Klasse. In jeder Klasse wird auf unterschiedlichem Level Englisch unterrichtet. Für die Kinder die nicht einmal schreiben können gibt es extra Unterricht nebenbei. Zum Schluss bekommt jeder einen Snack. Und dann geht es wieder ab nachhause.
Die Puta Pintar Kids kommen jeden Dienstag zu der Base ab 15 Uhr. Das sind hauptsächlich Kinder die hier in der Umgebung leben und zusätzlich noch etwas lernen wollen. Auch hier werden die Klassen wieder auf unterschiedlichem Niveau bzw. Alter unterrichtet. Die ersten 45 Minuten wird Englisch unterrichtet, die anderen 45 Minuten ist Mathe dran. Ich bin zum Glück nur für Englisch zuständig dort bringe ich den Kindern dann zum Beispiel bei wie man sich auf Englisch vorstell (oder auch Körperteile, Fragewörter etc.). Die letzten 30 Minuten kommen dann alle zusammen und dann ist Storytime, das ist meistens ein kleinen Schauspiel von uns aus dem die Kinder dann gewisse Dinge lernen sollen.
Die Banoa Kids werden in einem sehr ärmlichen Viertel ca. 30 Minuten von hier Unterrichtet. Gleiches Schema wie in den anderen beiden Mindestries (so wird die Arbeit hier genannt). Hier wird bis 15 Uhr gespielt und dann Englisch oder Bahasa ( Indonesisch) beigebracht.
Es gibt auch andere Mindestries wie: Soccer, Street Kids, Prision Work ( ja auch im Gefängnis kann man unterrichten) aber ich habe mich bewusst für die Arbeit mit Kindern entschieden. Eigentlich sollte ich nur zwei Mindestries wählen aber das wäre mir zu wenig gewesen.
Und trotzdem habe ich immer noch genug Freizeit. In der wir dann meistens an Strand gehen, zu anderen Stränden fahren, nach Kuta zum Shoppen in die Malls gehen (ausgestattet wie in Amerika aber um einiges teurer sind) oder einfach nur gemeinsam irgendwo was essen sind. Irgendwas gibt es immer zu machen. Irgendwer hat immer Zeit.
Und das ist einfach auch der Grund warum ich so glücklich bin hier zu sein, zum einen kann ich helfen und unterrichten zum anderen habe ich auch noch so viel Freizeit, dass ich mich nicht überanstrenge ( 2h können lang und anstrengend sein mit 15 hyperaktiven Kindern +lange Fahr mit dem Roller bei 30 Grad und Stau).
An den Wochenenden sind dann auch größere Ausflüge zu weiter entfernten Stränden, Tempeln, Städten, Wasserfällen und und und geplant. Dieses Wochenende fahre ich zum Beispiel auf drei kleine Nachbarinseln Balis (Gilis) mit Irizelle. Über diesen Trip werde ich denke ich auch nochmal einen neuen Blogpost machen.
Ich bin einfach überglücklich, dass ich hier gelandet bin. Nur alleine die vielen Menschen die man hier kennen lernt, aus so vielen unterschiedlichen Ländern ( Austalien, USA, NZ, Süd Afrika, Uganda, Portugal etc.) ist so bereichernd für einen. Neben der indonesischen Kultur lerne ich hier noch mindestens 20 andere Kulturen kennen.
Zu den Kindern und der Arbeit werde ich eventuell einen neuen Blogpost schreiben. Es ist nur so viel zu sagen, der Respekt, die Dankbarkeit aber auch die Liebe und das Vertrauen was die Kinder einem gegenüber geben ist Gold wert...