6. Etappe zum schönen Champex-See
Die 6. Wanderung ging von La Fouly nach Champex. Die Strecke wanderten wir ungefähr in den angesetzten 5 Stunden, hauptsächlich am Fluß "La Dranse de Ferret" entlang. Das...

Veröffentlicht: 08.08.2019































Die 7. Wanderung am insgesamt 15. Tag unseres Urlaubs ging zum Fenêtre d'Arpette, eine Strecke der schwarzen Kategorie mit einem 1190m Aufstieg und 1340m Abstieg bei etwa 14 km Länge. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Diese Wanderung war die schwierigste und härteste unserer Tour du Mont Blanc. Sie wird in unserem Wanderführerbuch auch als alpine Etappe bezeichnet, wir erreichten insgesamt (wieder) eine Höhe von 2665m.
Wir sind um kurz mach 9h gestartet und erreichten entlang eines Baches um ca. 10h das Gasthaus Relais d'Arpette. Danach ging es mäßig steil durch hübsche Flora und Fauna. Ab etwa 2100m zog der Weg in seiner Steilheit an und es kam ein Chaos an Felsen hinzu. Der Weg war ganz gut markiert, doch ein paar Mal mussten wir unsere Route ändern, auch die Hände zum Klettern waren manchmal notwendig. Es war in der Tat Konzentration bei jedem Schritt angesagt. Später erfuhren wir, dass es dort vergangenes Jahr einen tödlichen Unfall gab, allerdings Ende Juni bei durchweg mit Schnee bedeckten Felsen. Aber selbst bei regnerischem Wetter wären die schneelosen Steine und Wege überaus gefährlich. So kraxelten wir behutsam bei sonnigem Wetter die Steinflut hinauf und um kurz vor 14h hatten wir es geschafft: das Fenêtre d'Arpette war erklommen! Glücklich über das Geschaffte, pausierten wir erst einmal, fotografierten (wieder mal) die beiden israelischen Wanderer, und tankten unsere Kräfte wieder auf, denn der eigentlich schwierigste Teil sollte noch auf uns zu kommen: Der ABSTIEG.
Jaja, wenn es steil berghoch geht, dann geht es zumeist auch ebenso steil bergab. Und so war es auch! Wir fanden zwar nicht so chaotisch angeordnete Felsformationen vor, doch die vertikalen Abstände von begehbarem Grund machten es notwendig, den Popo beim Herunterklettern zu Hilfe zu nehmen! "Gummibären---hüpfen hier und dort und überall..." Also nicht ganz so extrem, doch gerade bei dieser Steilheit (von weiter Entfernung betrachtet, sah dieser Bergbereich wie eine vertikale Wand aus) war das Herunterklettern sehr herausfordernd. Eine tolle Aussicht zwischendurch bot der Gletscher "Glacier du Trient", besonders im Zusammenspiel mit dem Sonnenlicht!
Danach ging es gefühlt ewig bergab, auch mal mit Hilfe von Ketten und Holztreppen an einer sehr ausgesetzten Passage entlang. Hinzu kam die Trockenheit, und damit war nicht (nur) das Wetter gemeint. Auf dem gesamten Weg gab es keine Möglichkeit, die Trinkwasserflaschen nachzufüllen! So lief insbesondere Jörg auf absoluter Reserve. Als wir um kurz nach 18h an dem Chalet du Glacier eintrafen, hatten wir uns erst mal kühle Getränke gekauft. Die waren auch dringend notwendig! Anschließend waren wir weiter nach Trient gegangen, um noch etwas Essbares zu ergattern. Im Nachhinein hätten wir besser zum Col de la Forclaz gehen sollen, dort wäre bedeutend mehr los gewesen. Wir setzten uns schließlich an der rosafarbenen Kirche in Trient hin, dort gab es auch eine Wasserquelle (dennoch wurde das Wasser vorsorglich von Jörg mit dem Steripen behandelt, dies ist eine Art UV-Lampe), und Janina kontaktierte unsere Airbnb-Gastgeberin. Sie holte uns glücklicherweise ab, sonst hätten uns weitere zwei Stunden Gehweg gedroht (vs. 15 Minuten mit dem Auto). Nachdem wir uns geduscht hatten, durften wir leckere Spaghetti und eine Gemüsesuppe wegschlabbern, die uns die Gastgeberin zubereitete. Danach fielen wir ins Bett, wir konnten gut schlummern!