Nach den 2 Seetagen legten wir am Montagmorgen um 07:00 Uhr im Hafen unserer ersten Karibikinsel St. Kitts an. Hier hatten wir 2 Ausflüge gebucht. Am Morgen den Ausflug Überblick über St. Kitts und am Nachmittag eine Rundfahrt mit dem Zuckertrain. Treffpunkt für den morgendlichen Ausflug war das Theater. Da St. Kitts erst als Tenderhafen geplant war mussten wir uns dort bereits 45 Minuten vor Beginn einfinden. Zum Glück ging es gleich los. Wir wurden zu Minibussen für 15 Personen gebracht und starten in die Tour. Unser Fahrer legte eine deutsche Kassette ein und so erfuhren wir nicht nur viel Wissenswertes über die Gegend an welcher wir gerade vorbei fuhren sondern auch das St. Kitts eine Schwesterinsel Nevis hat und auch als Mutter der Karibik bezeichnet wird. Obwohl St. Kitts nur 169 Quadratkilometer groß ist, beherbergte sie in der Vergangenheit die größte Anzahl an Zuckerrohrplantagen in der Karibik. Außerdem kann St. Kitts mit 3 Vulkanen aufwarten. Zum Glück befanden sich diese gerade im Ruhezustand. Im Hafen Basseterre, wo neben unserer Mein Schiff 6, auch noch die Independence of the Seas fest gemacht hatte, gab es vielen Geschäfte. Man hätte hier auch sehr billig Diamanten kaufen können. Leider ließ unsere Reisekasse solche Ausgaben nicht zu. Entdeckt wurde St. Kitts 1493 von Christoph Kolumbus. 1783 ging es in den Besitz von Großbritannien über und wurde somit die erste Englische Kolonie in der Karibik. Unser erster Halt war an einem botanischen Garten in welchem sich eine Batikfabrik befindet. Hier werden Stoffen noch mit alten Batiktechniken mit Wachs behandelt. Sehr informativ war zu erfahren wie lange es dauert bis ein Stoff mit mehrerer Farben den Prozesse durchlaufen hat. Das Muster wird erst mit Wachs auf den Stoff aufgetragen, dann wird es mit kalten Wasser gefärbt, dann das Wachs in kochendem Wasser vom Stoff entfernt und dann wird das ganz getrocknet. Ein Batikfächer fand dann auch den Weg in unseren Rucksack. Weiter ging die Fahrt zur Festung Brimstone Hill. Die gut erhaltene Festung liegt 200 m über dem Meer auf einem riesigen vulkanischen Felsen. Sie wurde in einem Zeitraum von 100 Jahren von den Briten ausgebaut. Von der Festung hat man auch einen sehr schönen Blick in die Gegend. Wir erkundeten die Festung ausgiebig bevor wir wieder zurück zum Schiff mussten. Hier hatten wir 30 Minuten Zeit etwas zu essen bis unser nächster Ausflug startetet. Für ein schnelles Essen war das Gosch’s bestens geeignet. Hier wurden unsere hungrigen Mägen nicht nur mit Krabbenbrot und Garnelennudeln gefüllt sondern die leckere Mango Creme Brülle füllte auch noch die letzten freien Ecken. Das dazu 3 Stück nötigen waren lag wohl daran das diese süße Sünde auf der mein Schiff einfach göttlich schmeckt. So gestärkt konnten wir zu unserem nächsten Ausflug aufbrechen. Jetzt stand eine Fahrt mit dem Zuckertrain auf dem Programm welche ein besonderes Erlebnis war.. Das einspurige Schienennetz wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für den Transport von Zuckerrohr errichtet und wird seit 2003 von einer Privatbahn betrieben. Die Doppeldecker-Eisenbahn fährt durch Zuckerrohrfelder, über Brücken vorbei an kleinen Dörfern. Wir bekamen einen leckeren Mangodrink mit Rum Namens Donky serviert. Julia, vom Reiseleiterteam der Mein Schiff übersetzte die Erklärungen der heimischen Zugbegleiter. Eine Folkloregruppe ging von Wagen zu Wagen und sang traditionelle Lieder. Wo immer wir mit unserer Bahn vorbei fuhren wurden wir mit freudigen Winken und Rufen begrüßt. Vom Zug aus konnten wir die Landschaft, die Vulkane, alte Zuckerrohrmühlen und Felder bewundern. Nach ca. 90 Minuten war die schöne Fahrt leider zu Ende und der der Zug fuhr in der Nähe vom Hafen wieder in den Bahnhof ein.