Pueblos Magicos, magische Orte, unter dieser geschützten Bezeichnung vermarktet Mexiko besonders pitoreske Ortschaften. Es gibt ca. 70 Pueblos Magicos im Land. Einer davon ist die Kleinstadt Tequila, etwa eine Stunde nordwestlich von Guadalajara.

Eine Tequila-Tour gehörte für alle Reisenden zum gesetzten Ausflugsprogramm. Andy verhandelte gür uns einen satten Rabatt. Statt 500,- Pesos (25 Euro) zahlten wir 325,- Pesos pro Person für das Tagesprogramm.

Der Ablauf erinnerte sehr an bekannte Ausflugsreisen. Neben den Erläuterungen rund um den Algarvenanbau, Fermentierung und Destillation gab es auch jede Menge Anreize zusätzlich zu konsumieren (Snacks, ein Büffet, lustige Hüte, Souvenirs u.ä.) Zumal sich die Schaumanufaktur fernab in der Sierra befand. Einige Kostproben und eine Mariachiband entschädigten halbwegs.

Nach zähen Stunden erreichten wir den Ort Tequila. Busladungen von Touristen entleerten sich in den Pueblo Magico, größtenteils Mexikaner. Allenthalben kreuzten kitschige Kleinbusse in Form von Tequilaflaschen oder Chilischoten unseren Weg. An jeder Ecke lockten Verkaufsstände mit Erinnerungsstücken oder luden zur Verkostung des Algarvenschnaps oder von Cantaritas, einem Mixgetränk mit Tomaten- und Orangensaft. Laute Mariachimusik sollte zusätzlich fürStimmung sorgen.

"José Cuervo", weltgrößter Tequilaproduzent, hatte im Zentrum eine "Erlebnismanufaktur" errichtet und versprach authentische Einblicke. Künstliche Neubauten, alte Straßenzüge, billige Schnapsbuden und Cantinas ... alles verschwamm. Noch zwei Shots und ein paar Schnappschüsse, dann ab zurück zum Reisebus.

Die Rückfahrt zog sich ewig hin, der Rückstau war endlos ... und es gab kein Klo im Bus.

Gesamturteil: eher ernüchternd. 

#tequila#disneyland#cantina#elephant
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