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Die Tage plätscherten sachte dahin wie das Wasser am Ufer des Lago Atitlan. Unser Hostel Iguana bot alle Annehmlichkeiten, um das Seepanaroma zu genießen. Für Speisen, Snacks oder auch Kaffee und erfrischende Getränke musste man nicht einmal die Geldbörse zücken. Zimmername und Bettennummer genügten, abgerechnet würde beim Auschecken. Also, noch ein Frühstück und einen Kaffee für "Kolibri uno", por favor.

Auf der Terrasse hatte ich dann Gelegenheit den gefiederten Namenspaten unseres Siebenbettzimmers in Aktion zu sehen. Kolibris huschten von Blüte zu Blüte, faszinierende Kreaturen. Flotte Manöver folgten auf flinke Wendungen, ähnlich einer Drohne. Die englische Bezeichnung "humming bird" klang dagegen ziemlich uninspiriert.

Ansonsten verbrachten wir die Tage damit, verschiedene Dörfer entlang des Sees zu besuchen: San Marco, San Pedro, San Juan, Santa Catarina, San Antonio u.ä. Auch wenn das Schema der Namensgebung auf wenig Originalität schließen ließ, so unterschieden sich die Orte doch von einander. Mal lag der Schwerpunkt auf Yoga, mal auf Kunst, ein anderes Dorf zog vor allem israelische Aussteiger an. Unser Hostel in Santa Cruz bot Kajaktouren und Tauchlehrgänge an.

Ein zweites Hostel mit dem seltsamen Namen "Free Cerveza" war auf sogenanntes Glamping (glamouröses Camping) spezialisiert, mit luxuriösen Zelten und Biotoiletten zu überdurchschnittlichen Preisen.

Der See, die Überfahrten mit dem Wassertaxi sowie die verschiedenen "Themen"dörfer wirkten wie eine Backpacker-Spielwiese.

Abgerechnet wurde zum Schluss, die Zeche in unserer Herberge Betrug nach vier Tagen pro Person etwa 120,- Euro für die Übernachtungen, ein Abendessen, ein Frühstück und zahlreiche Getränke. 



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