Ceide Fields & Dún Briste
17.06.2022 Die Provinz Mayo Wir kommen kurz nach 10h los und stoppen am Ballycroy Nationalpark. Holen uns ein paar Infos und fahren rasch weiter. Uns interessiert die Thematik...


Veröffentlicht: 09.01.2023



































18.06.22
Der Blick aus unserem wunderbaren B&B reicht über weite Wiesen, Fekder, Kühe - und man hört den Esel des Nachbarn 🙂.Nach einem ausgedehnten Frühstück starten wir weiter nach Norden.
Rosserk Friary
Die Ruine der Moyne Abbey können wir nur von der Straße aus sehen. Die liegt auf Privatbesitz.Erster Stopp ist dann das Rosserk Friary, eine Ruine eines Franziskanerklosters aus dem 15. Jahrhundert.
Man kann hier frei durch das Gemäuer laufen, Treppen in den Turm oder die erste Etage hochsteigen. Schöne Lage direkt am Wasser. Weiter geht's nach Ballina zu den Lachsanglern im Fluss.
Ballina
Einer der besten Fanggründe für Lachsangler ist der sog. Ridge Pool des River Moy in Ballina.Wir beobachten die Angler, die im Fluss stehen, der mitten durch die kleine Stadt fließt.
Eine offizielle Website informiert über die Fangquote, die z.B. vor 2 Wochen 120 Lachse betrug! Weiter geht's über Land in Richtung Carrowmore.
Carrowmore
Auf einem Gelände von rund 3 qkm liegen etwa 80 Megalithgräber aus der Jungsteinzeit, von denen heute noch etwa 25 tatsächlich vorhanden sind.
Dies ist die größte solcher Ansammlungen in Irland.Die Gräber bestehen aus Steinkreisen und Dolmen und sind um ein Hauptgrab in recht weiter Entfernung angeordnet und in dessen Richtung ausgerichtet. Das Hauptgrab liegt auf einem Hügel und war von einem etwa 4m hohen Steinhaufen bedeckt. Dieses Grab hatte einen Durchmesser von 34 Metern und dürfte einem Stammesältesten zuzuordnen sein.
Die jetzt sichtbare äußere Steinwand ist neu und dient der Veranschaulichung der originalen Bauweise dieser "Cairn" genannten Steinansammlung über dem Dolmen.
Die Grabsteine - "Dolmen" - im Innern sind die originalen Steine, deren Alter auf rund 3600 v.Chr. geschätzt wird. Außergewöhnlich ist die schräg liegende Deckplatte Es gab einen Zugang von Osten, der folglich Richtung Sonnenaufgang ausgerichtet war. Die Gräber sind somit alle mindestens 5.000 Jahre alt. In einigen hat man verschiedene Knochenfunde gemacht, die in den letzten 5 Jahren durch DNA Analysen weiter untersucht wurden.
Man konnte Verwandtschaftsgrade zu Funden etliche 100km entfernt feststellen.Mit Ausnahme des Hauptgrabes, sind die Gräber höchstwahrscheinlich über mehrere hundert Jahre benutzt worden und beherbergen mehrere bestattete Menschen.Das Gelände ist eine herrliche Wiesenlandschaft mit vielen Margeriten und Butterblumen. Die Sonne meint es gut mit uns, wenngleich der Wind saukalt ist und ohne Fleece- und Windjacke hier kein Rumlaufen denkbar wäre.In der Ferne sehen wir schon den Tafelberg bei Sligo, den Ben Bulben.
Sonniges Shanty Festival in Rosses Point
Ein Abstecher nach Rosses Point entpuppt sich als unerwartet schönes Highlight des Tages auf unserem Weg entlang des Wild Atlantic Way. Am Ende des Ortes düsen Kite Surfer im stürmischen Wind durch die Bucht und 200m weiter singen Shantychöre draußen in der Sonne anlässlich des Shanty Festivals.
Wir gesellen uns vor Auntie's Pub dazu, trinken einen Kaffee und freuen uns über die irischen Seemannslieder.
Die Sonne scheint schön von einem blauen Himmel, der Wind bleibt kalt und 17 Grad sind auch nicht eben warm.
Wir steuern nun über die Nationalstraße N15 nach Norden und sehen den Ben Bulben Gebirgszug vor und neben uns. Ein Tafelberg aus der Eiszeit geformt ist der knapp 530m hohe natürliche Hingucker des County Sligo.
Bevor wir für 2 Nächte in Donegal bleiben, fahren wir nun noch auf die Halbinsel Mullaghmore. Im gleichnamigen Ort mit einem mausigen Hafen, hat sich das Dorf für ein Samstag-Abend-Bierchen versammelt. Von hier hat man einen schönen Blick auf das Ben Bulben Massiv.
Wir folgen der schmalen Küstenstraße um die Halbinsel und staunen am Mullaghmore Head einmal mehr über die Steilküste und die tolle Brandung.
Gleich kommt das Classiebawn Castle in unseren Blick, das man leider nicht besichtigen kann und nur aus der Ferne vor der Kulisse des irischen Tafelbergs sieht. Es ist in Privatbesitz und Besucher sind nicht erlaubt.
Nun ist es nicht mehr weit nach Donegal, das man Donne-goal (Betonung auf goal) ausspricht.Unsere Landlady hält uns erstmal eine Standpauke, dass wir nicht auf Mails von gestern und heute reagiert haben. Sie wollten sichergehen, dass wir anreisen, da die Buchung schon 6 Monate zurück liegt.Im Vergleich zum gleich teuren Bed& Breakfast von gestern ist dieses nun die plüschige Traditionsvariante mit altem Bad und Teppichboden sowie Nippes-Deko im Überfluss.
Der Aufenthaltsraum ist eine Sammlung von Gräßlichkeiten. Da bekäme man Alpträume, wenn man da säße. Der Raum wird -vielleicht aufgrund der "Kostbarkeiten" auch nicht immer geöffnet.
Wir gehen die 15min nach Downtown, finden einen Tisch im Restaurant und sind gegen 22.30h zurück im B&B. Morgen müssen wir pünktlich um 9h zum Frühstück erscheinen - sonst gibt's nochmal Ärger mit Dorothy, dem Hausdrachen.
Tageskilometer ca. 160km
