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4.12.2017: Imposante "Cathedral Caves"

Veröffentlicht: 07.12.2017

Um 6:00 Uhr morgens klingelt der Wecker. Wir sind auf Ebbe angewiesen und machen uns entsprechend zeitig auf den Weg zu den Cathedral Caves, die nur zwei Stunden vor und eine Stunde nach Ebbe zugänglich sind. Ein 15-minütiger Spaziergang führt vom Parkplatz hinunter an den Strand. Die gigantischste Höhle mit einer Höhe von 30 m thront gleich zu Beginn zwischen den Klippen. Zur einen Seite geht es rein und an anderer Stelle wieder hinaus. Für die Besichtigung einiger weiterer Höhlen müssen wir die Hosenbeine hochkrempeln, denn das Wasser steht zumindest mir an diesem Strandabschnitt noch bis zum Knie. Die kleine Kneipptour aber lohnt sich. Das einzige, was die Begehung der tiefen Höhlen (in einer nisten wohl sogar Pinguine) schmälert, sind die nervigen Sandflies, auf die wir noch nicht mit Insektenschutzmitteln vorbereitet sind. Da hilft nur weitergehen, denn Sandflies sind langsam und können nicht mithalten, solange wir in Bewegung bleiben. Wir laufen bis zum Ende des Strandes und kehren dann wieder um. Rückzu steht uns das Wasser dann auch nur noch bis zum Knöchel. Ein lohnenswerter Stopp und da wir so zeitig dran waren, sind wir die später eintreffenden Touristenmassen umgangen.

Bei den neuseeländischen Niagarafällen hat man sofort eine konkrete Vorstellung hinsichtlich ihrer Dimension. Selbst ein Foto vom amerikanischen Original vor Ort schürt diesen Gedanken. Nichts bereitet den Besucher darauf vor, dass es sich um die zu den kleinsten zählenden Wasserfällen Neuseelands handelt. Kaum einen Meter tief fällt das Wasser - sehr witzig!

Wenn gleich in jedem Touristenführer über Neuseeland benannt, zieht mich die Curio Bay auch vier Jahre später nicht in ihren Bann. Die Gelbaugenpinguine sind zu dieser Tageszeit nicht zu sehen und auch der versteinerte Wald ist in Erics und meinen Augen nicht so richtig spannend, begrüßt jedoch viele Besucher. Wir bleiben daher auch nicht lange und laufen hinüber zum weitläufigen Holiday Park, an dessen Kiosk wir uns ein Eis gönnen und einen Blick auf die Porpoise Bay werfen, wo ganzjährig die nur in Neuseeland beheimateten Hectordelfine zu Hause sind. Wir sehen allerdings keinen einzigen. Wer weiß, vielleicht gibt es auch hier, ähnlich wie bei den Pinguinen, zu einer bestimmten Tageszeit eine höhere Sichtungschance, die wir versäumt haben.

Also zurück zum Auto, ade asphaltierte Straße und ab auf die schlechte Schotterpiste, die unser Tempo zwangsläufig auf 30 km/h drosselt.

Die Abzweigung zum Slope Point, dem südlichsten Punkt Neuseelands, ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Ich hätte ihn Eric gern gezeigt, aber da kann man bei nur einer Zufahrtsstraße leider nichts machen.

Wir fahren also direkt weiter zum Waipapa Point, wo ein Leuchtturm (der 1884 nach einem Schiffsunglück erbaut wurde, bei dem 131 Menschen starben) und ein sich balgendes Seelöwenpärchen uns erwartet. Die beiden lassen sich so gar nicht von den fotografierenden Touristen stören, sodass wir ihnen einfach eine Weile zusehen.

Da ich das von uns erwählte Hostel in Invercargill telefonisch nicht erreiche, schreibe ich eine SMS mit einer Anfrage nach einem freien Zimmer. Gleichzeitig machen wir uns auf den Weg dorthin. Vor Ort die Überraschung: trotz dass es im diesjährigen Hostelguide gelistet ist, gibt es die Backpackerunterkunft nicht mehr. Die Zimmer werden nur noch an Studenten vermietet, erfahre ich von einer der Bewohnerinnen. Also steuern wir das andere BBH-Hostel an und ergattern die letzten zwei Betten in einem Vierbettzimmer. Glück gehabt! Anschließend laufen Eric und ich eine Weile die Hauptstraße entlang - richtig spannend ist Invercargill nicht. Wer die Stadt auslässt, verpasst in meinen Augen nichts wesentliches. Eine Antwort auf meinen Anruf bzw. die SMS von dem anderen Hostel habe ich übrigens nie bekommen, obgleich die Bandansage immer noch das Backpackers benennt. 

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