Jahrestag ohne komische brasilianische Problemchen
Wir sind mit einem Picknickkorb am brasilianischen Strand gestartet – Frühstück unter Palmen, kitschiger geht’s kaum. Danach rein in die Badeklamotten und ab aufs winzig kleine...

Veröffentlicht: 02.05.2025
Nach dem Abschied von Maragogi, war klar: nächster Halt, Brasiliens Karibik. Klingt geil, oder? War’s erstmal nicht. Der erste Strand? Naja. Eher-Einheimische-Laute-Geballer-aus-5.000-Watt-Autos. Aber 20 Minuten zu Fuß später: Boom. Palmen wie aus ’nem Werbespot, kaum Leute, Ozean bis zum Horizont, alles so still, dass du fast hörst, wie dein Hirn endlich runterfährt.
Abends: Nudeln. Oder was davon übrig blieb, weil: Feiertag. Alles zu. Carbonara mit jungem Edamer – eine geschmackliche Kriegserklärung. Egal, wir haben’s gefeiert wie ein Drei-Sterne-Menü. Pool und Terrasse haben den Rest erledigt – lesen, liegen, leben.
Morgens dann: 8 Uhr (!) Yoga am Strand, Sport, Schwimmen mitten im Meer. Wer sind wir plötzlich? In Deutschland hätte ich da höchstens den ersten Kaffee geschafft. Danach ging’s Richtung Salvador, Zwischenstopp in einem Motel mit Blick auf den Fluss, Sonnenuntergang deluxe. Noch kurz ins wacklige Fitnessstudio, Caipi in die Hand – und zack, wieder ein Tag, den man nicht vergisst.
Auf dem Weg nach Salvador dann noch ein kleines Highlight der Kategorie „Abenteuerurlaub light“: ein Fluss, keine Brücke, nur ’ne Fähre – und zwar eine, die aussieht, als hätte man sie aus Ersatzteilen von Mad Max zusammengeschraubt. Sechs Autos passen drauf, aber nur, wenn alle die Luft anhalten. Zwischen den Stoßstangen? Platz für ein einzelnes Blatt Papier – quer. Vielleicht. Trotzdem: keine Wahl. Augen zu und drauf da.
Natürlich alles mit Händen, Füßen und wildem Gestikulieren, weil Portugiesisch weiterhin klingt wie ein Lied, das man nicht mitsingen kann. Aber irgendwie funktioniert’s. Tut’s immer. Brasilien regelt das. Auf seine eigene, herrlich chaotische Weise.
