Südamerika-Südpazifik-Australien 2025
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Osterinsel, 1. Tag

Veröffentlicht: 27.03.2025

Attraktion
Moai
Osterinsel, Chile
Sehenswert
Hanga Roa
Hanga Roa, Chile
Attraktion
Flugplatz Mataveri
Hanga Roa, Chile
Attraktion
Meer auf der Osterinsel
Osterinsel, Chile

Eigentlich kennt man die Osterinsel. Es gibt schon so viele Fotos, die man gesehen hat. Es ist aber anders, als gedacht. Die Moai (die grossen, steinernen Figuren) sind wirklich beeindruckend und man erlebt sie anders, als auf Bildern. Aber auch die Insel ist ganz anders. Wir hatten eine trockene, steinbetonte Insel erwartet. Die Insel ist aber tropisch und sattgrün, mit einer grossen Blumen- und weiteren Pflanzenvielfalt.

Am ersten Tag auf der Insel haben wir verschiedene, grosse Anlagen mit Moai angesehen. Nach dieser Führung sind wir durch den Hauptort gelaufen, haben uns Souvenirs gekauft, sind essen und im Meer schwimmen gegangen.

Wie gestern geschrieben, wurden alle Moais wohl in den kriegerischen Auseinandersetzungen umgekippt und der grosse Tsunami 1960 hat alles nochmals überflutet und verschoben. Die heute stehenden Moais wurden also alle im 20. Jahrhundert wieder aufgestellt. Heute sieht man wieder überall Moais. Schon beim ersten Blick auf die Insel sieht man praktisch überall Steinskulpturen.

Die Moais hatten verschiedene Phasen von eher archaisch anmutenden Menschenskulpturen bis zu den fast abstrakten Skulpturen, mit klaren, einfachen Linien. Die Skulpturen wurden auch immer grösser. Typischerweise sind sie 4-5 Meter gross, die jüngsten sind aber über 20 Meter gross. Witzigerweise haben sie sogar manchmal Moai in alten Stilen nachgebildet. Also ähnlich wie bei uns beispielsweise die Neugotik. Im Normalfall wurden aber die alten Skulpturen als Sockelsteine für neue Anlagen verwendet. Das hatte zwei Vorteile: Die Kraft der alten Figuren bleibt erhalten und man hat gute Sockelsteine. Interessant ist, dass die Moai nie aufs Meer hinausblicken. Vielmehr blicken sie auf ihr Dorf und bewachen es. Die Sockel und die Fläche davor sind immer ähnlich aufgebaut. Die Sockel sind aus grösseren Steinen zusammengefügt und davor gibt es eine grössere Fläche mit grossen regelmässig gesetzten Vulkansteinen, die wie Kieselsteine abgeschliffen sind. Auf dem Feld vor den Moai fanden jeweils die Zeremonien statt. Je höher der Rang einer Person oder Familie war, desto näher wohnte man bei den Moai. Die Steine für die Moais wurden alle an einem Berg gewonnen. Dort sieht man heute noch die Abbau-Spuren, nicht fertigestellte oder zerbrochene Skulpturen, Skulpturen die einfach liegen geblieben sind usw. 

Wir konnten zusätzlich eine modernere Siedlung mit teilweise nachgebauten Häusern aus dem 18. Jahrhundert besuchen. In dieser Zeit war die Insel abgeholzt, es gab zu wenig Wasser und andere Ressourcen. Damals waren die Moai nicht mehr so wichtig, dafür wurde in Steinkreisen angebaut, dass die Pflanzen möglichst wenig Wasser brauchten. Ausserdem wurden die Wohnhäuser wie umgekehrte Schiffe gebaut und für die Hühner wurden sichere Steinhäuser gebaut, damit sie in der Nacht sicher sind. Gekocht hat man in Erdlöchern, damit man möglichst wenig Holz brauchte.

Die Insel ist ja eigentlich klein. In der längsten Ausdehnung misst sie 24 km und hat etwa 8'000 Einwohner. Trotzdem hat es einen unglaublichen Verkehr, überall hat es Autos und Motorräder. Sei es geparkt oder fahrend. Gestern habe ich noch geschrieben, dass eine 737 pro Tag die Insel anfliegt. Als wir beim Flugplatz vorbeigefahren sind, waren aber zwei 737 und eine kleinere Embraer da. Deshalb ist es kein Wunder, dass über das Jahr betrachtet, mehr Touristen die Insel besuchen, als es Einwohner gibt.

Offenbar gibt es ein Hafenprojekt, dass die Insulaner verhindern wollen. Chile hat die Insel 1888 gekauft und annektiert, weil man den Schiffen, die von Asien an die Ostküste der USA über den neuen Panamakanal fahren, die Möglichkeit bieten wollte, dort anzulegen. Bis jetzt wurden diese Projekte allerdings nie konkretisiert.

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Kulturell
  • Moai-Anlagen besucht
  • durch den Hauptort gelaufen
  • Souvenirs gekauft
  • im Meer schwimmen gegangen
  • tropische, sattgrüne Insel
KulturGeschichteStadtStrandTransit
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