Beppu, 26. März 2026
Heute sind wir in Beppu, eine Stadt mit gut 100'000 Einwohnenden, die ein bedeutender Bäder- und Badeort Japans ist. Das Besondere sind die Hells (ja Höllen) oder Jigoku. Das...


Veröffentlicht: 27.03.2026










































Ohne Seetag zum Ausruhen, ist es anstrengend. Heute sind wir Kōchi, eine Präfektur mit gleichnamigem Hauptort. Kōchi City hat gut 300'000 Einwohnende und ist auch von Bergen eingerahmt.
Der ÖV ist hier etwas weniger gut ausgebaut, deshalb sind wir am Morgen als erstes zum Kōchi Castle gefahren. Das hat sich gelohnt, weil unmittelbar nach unserem Besuch das Castle von Touristen aus verschiedenen Bussen geflutet wurde. Das Kōchi Castle wurde 1585 auf eine bestehende Befestigungsanlage gebaut und verschiedentlich erweitert. Im Jahr 1727 brannte Kōchi Castle vollständig ab und wurde dann aber wiederaufgebaut. In den Jahren 1948 bis 1959 wurde es nochmals komplett abgebaut und getreu den alten Plänen und ausgegrabenen Ruinen neu aufgebaut. Wenn Japaner etwas restaurieren, dann aufwändig und genauestens mit den Techniken und Materialien von damals. Die Geschichte der Herrscher hier hat grosse Analogien zur europäischen Geschichte. Hier mal ein Krieg verloren und Herrscherwechsel, dort mal ein paar kleine Adlige mit Waffen überzeugt dem eigenen Herrschaftsgebiet beizutreten und auch ab und zu eine taktische Hochzeit. Im Anschluss sind wir noch in das zugehörige Museum, das in einem modernen Bau ist. Dort gab es verschiedenste Artefakte und Kunsthandwerk aus der Geschichte der Burg zu sehen.
Danach sind wir zum Botanischen Garten und einem Tempel. Dazu mussten wir zu einer etwas entfernten Busstation laufen. Unterwegs liefen wir durch kleine Märkte, schöne Arkaden und Wohnquartiere. Die Stadt macht einen sehr angenehmen Eindruck und offenbar ist hier das Velo so wichtig, dass der ÖV gar nicht so ausgebaut sein muss.
Der Botanische Garten liegt auf kleinen, bewaldeten Berg. Er hat entlang der Wege tausende beschilderte Pflanzen. Ausserdem hat es ein sehr grosses und schönes Tropenhaus. Darin pfeifen verschiedenste Vögel, aber nur aus dem Lautsprecher. Die Gebäude für die Besucher, den Unterhalt und die Forschung sind auf höchstem Niveau.
In unmittelbarer Nähe liegt der Chikurin-ji Tempel in einer wunderschönen Gesamtanlage. Der Tempel wird von vielen Pilgern besucht, die dort ihre Andachten abhalten und Opfer und Wünsche darbringen. Die Tempelanlage hat uns sogar noch besser gefallen als der Botanische Garten.
Nach diesem Besuch hatten wir unser Plansoll erfüllt. Da wir nicht eine Stunde auf den nächsten Bus warten wollten, sind wir mit dem Taxi zurück aufs Schiff.
