Puerto Madryn 1. Tag
Montag, 24.02., die Motorräder hatten wir abends noch durch die Eingangstür in die Vorhalle der katholischen Bildungseinrichtung, in der wir untergebracht waren, gefahren, damit...


Veröffentlicht: 26.02.2020





























Dienstag 25.02. und Mittwoch 26.02.
Wir sind am Dienstag um 7 uhr in Puerto Madryn nach Bahia Blanca gestartet. Bahia Blanca hat ca. 300000 Einwohner. Tagestour wieder mal 660 km. Da ich mir mit Norbert meine BMW teile, müssen wir das nicht ganz so eng sehen. In Bahia Blanca wurden wir von der Polizei empfangen und zu unserer nächsten Unterkunft, einer zur Zeit leerstehenden Polizeischule, gebracht. Hier müssen wir zumindest nicht auf dem Boden schlafen, sondern können Stockbetten nutzen. Die Unterbringung der hiesigen Polizeischüler ist im Vergleich zu unseren Polizeischulen mehr als rustikal. Am Abend wurden dem anwesenden Behördenchef und einigen seinen Mitarbeitern das Promovideo von MotoForPeace gezeigt. Danach gab es noch ein Abendessen aus der dortigen Küche.
Am Mittwoch sind wir zuerst zu einem Termin zum dortigen Bischoff gefahren. Hier wurde wieder der Hintergrund unserer Tour erläutert. Da der Bischof Kardinal Turkson persönlich kannte, war er erstaunt über die Initiative mit MotoForPeace. Danach kam der Termin mit dem Polizeichef von Bahia Blanca. Er ist Vorgesetzter von ca. 3000 Polizisten. Die Provinz Buenos Aires hat ca. 90000 Polizisten, ist aber auch die bevölkerungsreichste Provinz in Argentinien. Ich habe ihm ein Patch meiner Dienststelle überreicht und bekam sofort das Patch, was er gerade am Arm trug. Hier konnten wir auch zwei gepanzerte Einsatzwagen einer Spezialeinheit besichtigen. Es wurde uns übrigens explizit erlaubt Fotos zu machen.
Zuletzt kam noch ein Termin in einem Heim mit schwerstbehinderten Kindern und Erwachsenen. Ein paar der Behinderten, die erkennen ließen, dass sie gerne mal auf den Motorrädern sitzen würden, wurde dieser Wunsch erfüllt. Man kann sich nicht vorstellen, wie die sich gefreut haben wenn sie mal am Gasgriff drehen konnten. Wenn man so ein Elend sieht, kann man froh sein, gesunde Kinder zu haben. Die Tätigkeit der dortigen Schwestern und Hilfskräfte könnte ich nicht leisten. Körperlich sicherlich, aber nicht mental. Nach Rückkehr in die Unterkunft fanden wir einen mit Fleisch vollen Grill vor. Geschmeckt hat es hervorragend. Der Rest des Tages war zur freien Verfügung. Am frühen Abend haben wir noch einen Stadtbummel gemacht. Ich muss hier auch mal erwähnen, dass viele Informationen, die ich in diesem Blog niederschreibe, ohne Norbert mit seinen Spanisch-Kenntnissen nicht vorhanden wären. Alleine würde ich hier sprachtechnisch untergehen.
