BLOG 7: Im Land der Hopi
Schon bei unserer ersten Reise in die USA vor etwa 30 Jahren haben wir die Hopi Reservation besucht, aber eigentlich außer im Verkaufsraum des Cultural Centers keinerlei Kontakt...

Veröffentlicht: 23.05.2025





















































Auf dem Weg nach Süden Richtung Sedona, unserem nächsten längeren Stoppunkt, besuchen wir die National Monuments Wupatki und Sunset Crater.
In dem 140 km² großen Bereich des Wupatki NM wurden fast 2600 prähistorische Fundstellen entdeckt, darunter die Ruinen von Pueblos der Anasazi-Kultur.
Die Geschichte der Siedlungen ist stark beeinflusst vom Ausbruch des benachbarten Vulkans Sunset Crater im 11. Jahrhundert. Nach dem Ausbruch entstanden rasch wieder Siedlungen. Die indigene Anasazi Gesellschaft mit an die Umwelt angepassten Landwirtschaftsmethoden, Siedlungweisen, Sozialstrukturen und Migrationsmöglichkeiten gilt als sehr resilient.
Wir besuchten zunächst The Citadel und das darunterliegende Nalakihu Pueblo. Der Ort war schon in archaischer Zeit ab 8000 v. Chr. besiedelt, die jetzigen Ruinen stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert und sind ein Beispiel für die vielen kleineren Siedlungsstätten in dieser Gegend aus dieser Zeit.
Der Wupatki-Pueblo war im 12. Jahrhundert das größte bekannte Bauwerk auf dem nordamerikanischen Kontinent. In ihm wohnten zwischen 85 und 100 Personen, die Bevölkerung des näheren Umfelds wird auf mehrere Tausend geschätzt.
Der benachbarte Sunset Crater ist ein kleiner Vulkan (Höhe 2451 m, etwa 300 m über der Umgebung), er ist erstmals im 11. Jahrhundert über einen längeren Zeitraum aktiv gewesen und letztmalig 1250 ausgebrochen.
Man kann am Fuß des Vulkans die verbliebenen Lavaströme sehen. Der Berg selbst darf seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr betreten werden, weil seine empfindliche Struktur und die Vegetation durch Trittschäden beeinträchtigt wurden.
Nach weiterer Fahrt über eine Hochebene vorbei an Flagstaff geht’s es vor Sedona steil und in vielen Kehren hinunter in den Oak Creek Canyon an dessen Ausgang unser Ziel, die Stadt Sedona liegt.
Der Ort ist bekannt für die markanten Berge in der Umgebung, in den viele „Vortexes“ – spirituelle Orte, an dem Energie aus der Erde aufsteigen soll, was bei manchen (daran gläubigen?) Menschen zu einem verstärkten Gefühl von Energie, Heilung und spiritueller Verbindung führen soll.
Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich einige Künstler, u.a. Max Ernst für einige Zeit hier an. Heute ist Sedona ein beliebter Wohnort für betuchte Pensionisten und Ziel von „spirituellen Reisenden“ geworden.
Nachdem wir mit unserem 8 m langen – für USA „kleinem“ Wohnmobil – nicht so beweglich sind, heuern wir einen lokalen Taxler für eine Fahrt zu den Hauptsehenswürdigkeiten an. Die sonst Angebeteten Stadtrundfahrten sind alle nicht nur extrem teuer, sondern auch irgendwie seltsam, z.B. mit einem offenen, pinkfarbenen Jeep (nur auf städtischen Asphaltstraßen) und mit vollem esoterischem Vortex-Focus.
Eine Hauptsehenswürdigkeit ist die Kirche „Chapel of the Holy Cross“. Dem Rat unseres Taxlers folgend, sind wir schon zum Beginn der Öffnungszeit um 9 Uhr dort – gerade noch rechtzeitig vor dem Massenansturm von Touristen und an diesem speziellen Tag auch von gläubigen Katholiken, es findet eine Erstkommunion statt.
Danach geht’s zum Bell Rock, in einer kleinen Wanderung erreichen wir eine Vortex – so richtig bekommen wir die Kraftwirbel nicht zu spüren. An weiteren Haltepunkten können wir Cathedral Rock und andere markante Berge bewundern. Abschließend geht’s noch zum „Peace Park“ mit der Amithaba Stupa, eine sehr amerikanische Interpretation eines buddhistischen Bauwerks.
Alles in allem ist Sedona aber jedenfalls einen Besuch wert.
Auch der Campingplatz „Rancho Sedona“ ist gut, fast „preußisch“, aber sehr ordentlich geführt – mit der Buchungsbestätigung wird auch eine 8-seitige Campingplatzordnung übermittelt.