Krabi Love!!!
Krabi... wir lieben Krabi! :) hier gibt es alles was das Herz begehrt... eine tolle City, wunderschöne Strände, außergewöhnliche Tempel, massive Felsen und eine super...


Veröffentlicht: 17.10.2018
Hallo zusammen! An dieser Stelle mal ein informativer Beitrag zum Rollerfahren, oder genauer: Das Notbremsen mit dem Roller.
Vorweg: Ja! Wir haben uns auf die Schnute gelegt.
Was ist passiert: Wir fuhren auf einer relativ stark frequentierten Straße von Krabi in Richtung Ao Nang um dort einen schönen Strandtag einzulegen. Pustekuchen! Wir ca. 40 km/h unterwegs schießt/ fährt kurz vor uns ein anderer Roller von links in unsere Fahrbahn ein. Ausweichen ist nicht da links Autos parken & rechts Autos fahren... also volle Kanne bremsen!
An dieser Stelle nochmal Schande über mein (Sergeys) Haupt. Wir haben in diversen Urlauben in Summe schon mehrere tausend Roller-Kilometer zurückgelegt, über Laub, Sand, Schlaglöcher, Nässe usw. und ich hielt mich (ohne, dass ich es je aussprechen würde) tief im inneren für einen „erfahrenen“ Rollerfahrer. Immer mit Mitleid auf bandagierte Touristen geguckt, jedoch mit der Selbstgewissheit, dass mir sowas nicht passiert... fail!
FAKT ist aber: All diese Jahre Rollerfahrens kamen wir nie in die Situation eine Notbremsung machen zu müssen. Also Null Erfahrung.
Aber erstmal weiter im Text: Zum Vollbremsen habe ich intuitiv (wie beim Auto halt: bremsen mit allem was man hat) beide Bremsen (Vorder- und Hinterrad) gleichzeitig gezogen & den Druck gehalten. Von da an hat es keine Sekunde gedauert und wir fielen inkl. Roller seitlich um ... den Rest des Weges bremsten wir dann mit der Haut. Autsch.
Krankenwagen kam schnell ... Erstversorgung, Krankenhaus ...blablabla - uns geht es gut !!! 😊
Doch die Nummer hat an mir genagt ... um der Verantwortung meiner Freundin, mir und anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber gerecht zu werden, habe ich mich anschließend intensiv mit den physikalischen Vorgängen auf einem Roller im Falle einer Notbremsung auseinandergesetzt.
Dabei herausgefunden: Mit meiner oben beschriebenen intuitiven „Bremsroutine“ lag ich völlig daneben und es ist ziemlich logisch, dass es uns zerlegt hat.
Ich versuche es mal (for dummies): Bei einem Roller generell, aber erst recht wenn zwei Personen drauf sitzen, liegt die Hauptlast auf der Hinterachse (~80% der Gesamtmasse bei zwei Personen). Heißt damit, dass über das Vorderrad bei freier Fahrt kaum Kraftübertragung auf die Straße stattfindet. Räder, die wenig Kraft übertragen sind aber zum Notbremsen kontraproduktiv, da sie ziemlich schnell blockieren (who the fuck is ABS?).
Doch genau ein solches (Vorder-)Rad habe ich volle Kanne abgebremst & damit blockiert. Als sich unser Gewicht im Zuge der Bremswirkung dann auf die Vorderachse verlagert hat, war da nichts weiter als ein blockiertes Vorderrad ... ciao Kakao 👋.
Wie macht man es denn nun richtig? Wenn man Notbremsen muss: Voll in die Eisen mit der Rückbremse!! Kurz danach verlagert sich das Gewicht auf die Vorderachse und ERST DANN mit der Vorderrad Bremse dosieren!
Ein blockiertes Hinterrad bzw. ein Ausbrechen des Rollers hinten ist bei guter Balance ganz gut mit der Hüfte auszugleichen. Dazu Augen geradeaus auf den Horizont (nicht auf das Objekt wegen dem ihr Notbremst).
Ok! Fahrt vorsichtig Leute und tragt einen Helm!!! Bei zerschlagenem Kopf ist die Frisur auch durch ...
Peace and Love, Mine & Sergey
