Sommer, Sonne, Kaktus

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Ohne Auto nach Raglan

Die Tage in Auckland waren recht unspektakulär. Ich habe ein paar Anzeigen im Internet geschalten und gewartet, dass sich ein williger Käufer findet. So richtig voran ging es aber nicht, da die wenigen Leute, die sich auf meine Anzeige gemeldet hatten, immer wieder abgesagt haben.

Zu allem Übel bin ich dann auch noch krank geworden. Ich hatte eine Nagelbettentzündung (d.h. dicker, geschwollener, eitriger Finger) und dadurch Fieber bekommen. Nach ein paar Tagen kam dann noch eine fette Angina dazu. Ich lag also die meiste Zeit im Bett und hab geschlafen. Da das Corona-Virus zu der Zeit auch in Neuseeland angekommen ist, hatte ich schon Angst, mich angesteckt zu haben. Der Arzt hat allerdings Entwarnung gegeben. Puh!

Nach ein paar Tagen hatte ich Glück und habe ein deutsches Pärchen kennen gelernt, die mir mein Auto abgekauft haben. Leider lag der  Preis weit unter dem, was ich mir erhofft hatte, das Angebot war aber mit Abstand das Beste. Da es auf den Herbst zugeht, verlassen viele Leute das Land wieder, weshalb es viel mehr Autos als Käufer gibt.

Als es mit wieder besser ging, bin ich mit dem Bus nach Raglan gefahren, einem kleinen Surferort an der Westküste. Schon nach dem kurzen Weg zum Bus ist mir (schmerzlich) bewusst geworden, dass ich während der 4 Monate mit meinem Auto doch recht viel Zeug angehäuft habe. Unter dem Gewicht bin ich fast zusammen gebrochen und musste alle 2 Minuten eine Pause einlegen. Das Erste, was ich gemacht habe, als ich im Hostel ankam, war ausmisten! 

In Raglan läuft alles viel langsamer als im hecktischen Auckland. Es gibt ein paar kleine Cafes und Restaurants, ein paar hippe Klamotten- und Bioläden, Souvenirshops und Surfschulen. Überall weht einem der Duft von Räucherstäbchen entgegen, langhaarige, oberkörperfreie, braungebrannte Surferdudes bevölkern die Straßen und es wird recycelt was das Zeug hält. Es passiert nicht viel hier, aber man hält es auf jeden Fall ein paar Tage aus. 

Im Hostel waren wir ein gemischtes Grüppchen aus Belgiern, Italienern, Amerikanern, Briten, Franzosen, Tschechen und natürlich ...Deutschen! Die entspannte und lebensfrohe Atmosphäre des Ortes hat sich auf alle übertragen, und so hatten wir ein paar schöne Abende zusammen. 

Nächster Stopp: New Plymouth!

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